Agiotage (stock-jobbery)

Gründer einer Aktiengesellschaft begeben Aktien und versprechen glänzende Geschäfte. Die Aktie wird daraufhin mit einem hohen Aufgeld (Agio) gezeichnet. Nunmehr verkaufen die Gründer die Aktien wieder und streichen den Gewinn ein. Es war von vornherein gar nicht beabsichtigt, das Aktienkapital zu Investitionen einzusetzen. -Dank der Wachsamkeit der Börsen und der Aufsichtsbehörden sind solche, vor allem in 19. Jht. häufige Praktiken heute sehr selten geworden. Agiotage kommt aber auf dem grauen Markt noch immer vor. Anderer Ausdruck für (durchaus legale) Differenzgeschäfte. Siehe Commercials, Dampfstube, Finanzgeier, Insider-Umsatzanreize, Kapitalmarkt, grauer, Kulisse, Leerverkauf, Offshore-Finanzplätze, Racheengel, Rohstoff- Terminvertrag, Schwindelbank, Underground Banking.

© Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen

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