30.04.2021 - 17:57 Uhr

SKODA OCTAVIA TOURING SPORT : erfolgreiche R?ckkehr auf internationale Rallye-Pisten

Mlad? Boleslav - > Ende der 1950er-Jahre kehrte SKODA in den internationalen Motorsport zur?ck > Insbesondere die Modelle SPARTAK und OCTAVIA als sportlich ausgef?hrter TOURING SPORT fuhren zu gro?en Rallye-Erfolgen > 1961 holte das finnische Duo Esko Kein?nen/Rainer Eklund mit dem ...

Mlad? Boleslav - > Ende der 1950er-Jahre kehrte SKODA in den internationalen Motorsport zur?ck

> Insbesondere die Modelle SPARTAK und OCTAVIA als sportlich ausgef?hrter TOURING SPORT fuhren zu gro?en Rallye-Erfolgen

> 1961 holte das finnische Duo Esko Kein?nen/Rainer Eklund mit dem SKODA OCTAVIA TS den Klassensieg bei der legend?ren Rallye Monte Carlo und belegte den sechsten Platz in der Gesamtwertung

Nach einer leichten Entspannung der politischen Lage Ende der 1950er-Jahre kehrte SKODA in den internationalen Motorsport zur?ck und startete 1956 erstmals seit 1949 wieder bei der prestigetr?chtigen Rallye Monte Carlo. Der SKODA OCTAVIA TOURING SPORT (TS) fuhr zu Beginn der 1960er-Jahre auch bei internationalen Rallyes zu zahlreichen Erfolgen und schrieb die Motorsporttradition des Automobilherstellers aus Mlad? Boleslav fort.

Die Tradition dynamisch gestalteter und gleichzeitig alltagstauglicher SKODA Fahrzeuge begann Mitte der 1930er-Jahre mit dem RAPID. Er war etwas gr??er als der POPULAR, au?erdem unterschieden sich die Antriebsstr?nge der beiden Modellreihen. 1960 setzte diese Tradition sportlicher Modelle aus Mlad? Boleslav der OCTAVIA TOURING SPORT (TS) fort.

SKODA kehrt auf die internationale Motorsportb?hne zur?ck

Die 1960er-Jahre waren ein politisch ereignisreiches Jahrzehnt: Die vorsichtige ?ffnung der Tschechoslowakei wollte auch der Automobilhersteller aus Mlad? Boleslav f?r sich nutzen. Erfolge im Motorsport eigneten sich seit jeher, um neue Modelle zu bewerben und so schickte SKODA seine Fahrzeuge bei prestigetr?chtigen internationalen Rallyes an den Start. Lange Marathon-Rallyes waren Belastungsproben f?r Mensch und Maschine, und die immer leistungsst?rkeren und schnelleren Rallye-Fahrzeuge sorgten f?r attraktive Rennen. Die Teilnahme an den Motorsportevents war zu dieser Zeit nur mit wenig Aufwand verbunden und viele Teams modifizierten ihre Autos selbst. Ein solides und zuverl?ssiges Basismodell wie der SKODA OCTAVIA TS gen?gte, um im Teilnehmerfeld bis ganz nach vorne zu fahren.

SKODA OCTAVIA TS: Gezielte Modifikationen sorgen f?r mehr Leistung

Den OCTAVIA TS gab es in zwei Hubraum- und damit auch Leistungsvarianten. Die Ausgangsversion mit 1.089 ccm Hubraum verf?gte im Gegensatz zur Basisvariante des OCTAVIA ?ber zwei Fallstromvergaser vom Typ Jikov 32 SOPb. Sp?ter erhielt der Motor ein neues Ansaugrohr und verdichtete dank der Deflektoren an den Kolben im Verh?ltnis 8,4:1. Die Leistung stieg durch diese Modifikationen auf 50 PS bei 5.500 U/min, das maximale Drehmoment von 74,5 Nm lag bei 3.500 U/min an.

OCTAVIA TS 1200 ab 1962

1960 begann die Produktion des modernisierten OCTAVIA und des FELICIA, die SKODA beide auch als SUPER-Version anbot. Bei diesen Modellen vergr??erte der Automobilhersteller die Bohrung des Motors auf 72 Millimeter, so stieg der Hubraum auf 1.221 ccm. Die SUPER-Variante verdichtete im Verh?ltnis 7,5:1 und leistete 47 PS. Dank einer nochmals h?heren Verdichtung von 8,4:1 verf?gte der im Januar 1962 vorgestellte OCTAVIA TS 1200 ?ber 55 PS bei 5.100 U/min. Der Motor entwickelte ein maximales Drehmoment von 86,2 Nm bei 3.500 U/min. Unter Privatkunden war das Modell ein beliebtes Tuning-Objekt: Durch entsprechende technische Modifikationen und mit der n?tigen Erfahrung gelang es, die Leistung des Motors auf knapp 100 PS zu steigern. Insgesamt rollten in Mlad? Boleslav von 1960 bis 1964 insgesamt mehr als 2.270 Einheiten des OCTAVIA TS und des OCTAVIA 1200 TS vom Band.

OCTAVIA TS: 920 Kilogramm, Vierganggetriebe und Einzelradaufh?ngung rundum

Obwohl der OCTAVIA TS 1200 mit einem Leergewicht von 920 Kilogramm um 20 Kilogramm schwerer war als das Cabriolet FELICIA, gab der Hersteller identische Fahrleistungen bei gleichem Kraftstoffverbrauch an. Der Wagen erreichte eine Geschwindigkeit von bis zu 130 km/h und ben?tigte im Durchschnitt 9,1 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Der zweite bis vierte Gang des Vierganggetriebes waren synchronisiert, der Schalthebel befand sich auf dem Mitteltunnel. Die vier R?der waren einzeln am Zentralrohrrahmen aufgeh?ngt.

Erste Erfolge der nur leicht modifizierten Rallye-Fahrzeuge gegen die internationale Konkurrenz

Die f?r den Rallye-Einsatz modifizierten Fahrzeuge verf?gten ?ber 15-Zoll-Felgen mit Barum-Reifen, bei Wertungspr?fungen auf Schnee und Eis kamen Michelin-Reifen mit Spikes zum Einsatz. Schon bei den ersten Rallyes bew?hrte sich der OCTAVIA als starker Konkurrent in der Kategorie unter 1.300 ccm. Das bemerkten neben skandinavischen Teams auch Teilnehmer aus ?sterreich, Polen oder Griechenland. Deren Entscheidung f?r das vergleichsweise g?nstige Fahrzeug aus Mlad? Boleslav erwies sich als gute Wahl.

Esko Kein?nen und Rainer Eklund dominieren im OCTAVIA TS ihre Klasse bei der ,Monte'

Seine gr??ten Erfolge fuhr der OCTAVIA TS in den H?nden von Privatfahrern bei der Rallye Monte Carlo (http://www.skoda-media.de/press/detail/3597/) sowie der finnischen Tausend-Seen-Rallye ein. 1961 belegte das finnische Duo Esko Kein?nen/Rainer Eklund in Monaco den sechsten Platz in der Gesamtwertung und den ersten Platz in seiner Klasse. Ein Jahr sp?ter nahmen bereits 16 Fahrerteams aus acht L?ndern mit dem OCTAVIA an der Rallye Monte Carlo teil. Wie bereits im Vorjahr dominierte der Finne Esko Kein?nen seine Klasse und gewann vor vier Fahrzeugen von Alfa Romeo.

Die Fahrzeuge des Werksteams waren bei dieser Auflage der Rallye Monte Carlo nur leicht modifiziert - das Verdichtungsverh?ltnis blieb gegen?ber der Serienversion unver?ndert, zudem wurde eine ?lwanne aus Aluminium verbaut. Insgesamt homologierte man zwei Gesamt?bersetzungen und setzte schlie?lich auf das Verh?ltnis 4,78. Bei den Rallyes sorgten geschnittene Reifen vom Typ Barum OS 11 5,60x15 und Michelin Valiart mit Spikes f?r die n?tige Haftung auf jedem Untergrund.

OCTAVIA TS schreibt Erfolgsstory bei der Tausend-Seen-Rallye in Finnland und der Tour d'Europe fort

Bei der Tausend-Seen-Rallye lie? Esko Kein?nen nahezu alle Konkurrenten hinter sich - mit Ausnahme von Pauli Toivonen im Citro?n DS 19. Kein?nen dominierte seine Klasse und belegte den zweiten Platz in der Gesamtwertung. 1963 konnte der OCTAVIA TS seine Erfolgsserie fortsetzen. So siegte er in Monaco zum dritten Mal in seiner Klasse, diesmal mit dem norwegischen Duo Gj?lberg/Karlan an Bord. Zu einem gro?en Erfolg fuhr er auch in Finnland: Auf Eis und Schnee steuerte Esko Kein?nen das Fahrzeug auf den vierten Platz in der Gesamtwertung. Dar?ber hinaus belegten Josef Vidner und Bohuslav Stanek bei der Tour d'Europe 1963 den ersten Platz in der Klasse bis 1.300 ccm und fuhren auf einen hervorragenden f?nften Gesamtrang.

Auch in den folgenden Jahren konnte sich der leichte und wendige OCTAVIA TS immer wieder gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen. Zu den bekanntesten tschechischen Fahrern des OCTAVIA TOURING SPORT und des TS 1200 geh?rten unter anderem die Br?der Jaroslav und V?clav Bobek, Miroslav Fousek, Vladim?r Hub?cek, Zdenek Mr?z, Leopold Lancman und Jir? Srnsk?.

Pressekontakt:

Andreas Leue Referent Tradition und Projekte Telefon: +49 6150-133 126 E-Mail: mailto:andreas.leue@skoda-auto.de

Ulrich Bethscheider-Kieser Leiter Produkt- und Markenkommunikation Telefon: +49 6150 133 121 E-Mail: mailto:ulrich.bethscheider-kieser@skoda-auto.de

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