08.12.2020 - 06:17 Uhr

Chef des Städtebunds ist für einen verschärften Lockdown nach Weihnachten

Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds Gerd Landsberg plädiert für die Verschärfung der aktuellen Lockdown-Regeln spätestens nach Weihnachten 2020.

Gerd Landsberg sagte gegenüber "Passauer Neuen Presse" für die Ausgabe am Dienstag, 8. Dezember 2020, dass die angestrebten Lockerungen über Silvester 2020 beim aktuellen Geschehen der Infektion illusorisch seien. Es müsse alles getan werden, um Kontakte und insbesondere die Tätigkeit der Reisen zu reduzieren. Der Blick auf die Nachbarstaaten in Europa würde zeigen, dass ein Lockdown, zeitlich begrenzt aber hart, die Zahl von neuen Infektionen deutlich senken könne, führte der Städtebund-Chef weiter aus. Das Ziel müsse sein, innerhalb einer Woche erneut unter den Inzidenzwert von 50 neuen Infektionen auf 100.000 Einwohner zu kommen. Die Menschen seien jetzt in der Verantwortung, ihren Teil dazu beizutragen, um das Geschehen der Infektion einzudämmen und sich noch stärker als bis anhin an die geltenden Regeln zu halten. Gerd Landsberg fordert, dass Verstöße gegen die Regeln konsequent geahndet werden.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP Wolfgang Kubicki vertritt eine entgegengesetzte Position und ist der Meinung, dass an der Wirksamkeit von einem zweiwöchigen Lockdown Zweifel bestehen. Der Politiker der FDP sagte, dass eine Schließung von drei oder vier Wochen das Vertrauen von der Bevölkerung weiter erschüttern und den Verdacht nähren würde, dass die Regierung des Bundes in einer "weitgehenden Ahnungslosigkei"t bezüglich der Gründe von der Ausbreitung der Infektion agiere, so, Wolfgang Kubicki. Warum man sich zielgenauen und differenzierten Konzepten zum Schutz, bei welchen es im Sommer schien, dass die Notwendigkeit erkannt sei, verweigere, sei nicht anders zu erklären. In Pflege- und Altenheimen gebe es immer noch die höchsten Zahlen an Todesfällen. Wolfgang Kubicki hat die Frage gestellt, warum das regelmäßige Testen von Heimpersonal sowie das Tragen von FFP2-Masken nicht schon längst etabliert worden ist.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, Ever True Smile