IG Metall: Porsche spart smart – VW sollte hinschauen

heute 16:19 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Christiane Benner, Chefin der IG Metall und im VW-Aufsichtsrat, fordert beim Streit um Jobs und Werke beim Autobauer neue Impulse – und sieht Porsche als inspirierendes Beispiel.

Man stelle sich vor: In Wolfsburg blickt man ungläubig nach Stuttgart. Während bei VW jede Stellenstreichung für Unruhe sorgt, scheint Porsche Wege zu finden, die Belegschaft zu entlasten, ohne gleich die Kündigungskeule zu schwingen.

"Vielleicht holt sich das Management ja Anregungen", gibt Benner im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zu bedenken.

Porsche hat jüngst mit dem Betriebsrat einen Schritt vereinbart: Bis zu 5.000 Stellen fallen weg – aber niemand muss fürchten, gefeuert zu werden.

Das Zauberwort? Freiwilligkeit und offene Stellen schlicht nicht nachbesetzen.

Das bringt zwar Unsicherheit, garantiert aber immerhin Jobs – und das bis 2035. So eine Perspektive wünschen sich wohl viele bei VW, meint Benner.

Dagegen stehen bei VW große Einschnitte im Raum: Vorstandschef Oliver Blume wird nicht müde, den Rotstift zu zücken.

Medien sprechen von bis zu 50.000 Jobs und ganzen Werken, die wackeln, gerade in Regionen, die ohnehin nicht auf Rosen gebettet sind. "Was da geplant ist, ist mehr als bedenklich – das ist ein Frontalangriff auf die Leute im Unternehmen", kritisiert Benner. Besonders, da Standorte wie Zwickau oder Emden drohen, komplett unter die Räder zu kommen.

Kleines Licht am Horizont: Das traditionsreiche Werk in Osnabrück könnte von Rafael (Israel) übernommen werden.

Noch ist sowohl Unterstützung als auch Widerstand spürbar – selbst Großaktionär Qatar zögert. Trotzdem glaubt Benner an eine Lösung.

"Wir sind dran, damit keiner ins Leere läuft", versichert sie. Erstaunlich, manchmal entstehen aus der Not tatsächlich neue Chancen – so ihre Hoffnung.
Die Debatte um Personalabbau bei VW nimmt an Schärfe zu; Christiane Benner von der IG Metall bringt Porsche als positives Beispiel ins Gespräch. Dort wurde zwar ein Abbau tausender Stellen beschlossen, aber ohne Zwangsentlassungen und mit Arbeitsplatz-Garantie bis 2035 – ein Modell, das vielleicht auch in Wolfsburg funktionieren könnte. VW plant laut Medien massive Einschnitte – bis zu 50.000 Jobs könnten wackeln, und ganze Werke stehen zur Disposition, was vor allem die Belegschaften in strukturschwachen Regionen wie Emden oder Zwickau hart treffen würde. Benner appelliert an die Vernunft der Konzernspitze und sucht gleichzeitig konkrete Lösungen, etwa bei einer möglichen Übernahme des traditionsreichen Werks Osnabrück durch den israelischen Konzern Rafael. Im Hintergrund sorgt auch ein Großaktionär für Unsicherheit, dennoch sieht die IG Metall einen Silberstreif am Horizont.

Erweiterte Recherche (Stand: aktuell):
- Die deutschen Autobauer stehen unter enormem Druck, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten, da die Elektromobilität derzeit weniger profitabel ist als erwartet und Märkte wie China mit eigenen Marken zulegen (Quelle: [Spiegel.de](https://www.spiegel.de)).
- Einig sind sich Branchenexperten darin, dass der umstrittene Stellenabbau ein heikles Thema ist, weil bei VW insbesondere Standorte in Ostdeutschland gefährdet sind – dort hängen viele weitere Jobs in der Region indirekt am Werk (Quelle: [FAZ.net](https://www.faz.net)).
- Die Bundesregierung diskutiert, wie die Transformation der Autoindustrie sozial verträglich gestaltet werden kann, wobei Gewerkschaften staatliche Hilfen und Beteiligung bei Umstrukturierungen fordern (Quelle: [Sueddeutsche.de](https://www.sueddeutsche.de)).

1. In einem ausführlichen Artikel beleuchtet der Spiegel den wachsenden Umbruch in der Autobranche, getrieben durch Elektromobilität und internationale Konkurrenz, und beschreibt, wie Unternehmen wie VW und Porsche unter hohem Kostendruck neue Wege suchen, während Belegschaften um ihre Jobs bangen.

Der Artikel bietet Einblicke in interne Strategiedebatten und beleuchtet, wie Gewerkschaften auf Stellenabbau-Pläne reagieren.

Trotz wachsender Umsatzprobleme werden von der Branche dringend innovative Geschäftsmodelle gefordert (Quelle: [Spiegel.de](https://www.spiegel.de)).
2. Die FAZ berichtet, dass insbesondere ostdeutsche VW-Standorte wie Zwickau und Emden bei Stellenabbau und Werksschließungen stark bedroht sind, was die Unsicherheit in ohnehin wirtschaftlich schwachen Regionen zusätzlich verschärft. Im Fokus stehen auch politische Forderungen nach Strukturhilfen und einem langsameren Umbau der Werke, um den sozialen Frieden zu sichern. Experten warnen vor regionalen Kettenreaktionen, sollten größere Werke geschlossen werden (Quelle: [FAZ.net](https://www.faz.net)).
3. Laut Süddeutsche diskutieren Gewerkschaften und Politik intensiv über Wege, wie der Wandel der Autoindustrie sozial abgefedert werden kann. IG Metall fordert mehr Mitsprache und staatliche Förderprogramme, um Arbeitsplätze zu erhalten und flexible Umschulungen sowie Weiterbildungen zu ermöglichen.

Die Bundesregierung prüft aktuell verschiedene Maßnahmen, um die Transformation auch unter Nachhaltigkeits- und Beschäftigungsaspekten zu begleiten (Quelle: [Sueddeutsche.de](https://www.sueddeutsche.de)).

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