Wohnungsfonds: Pellmann fordert 25 Milliarden Euro jährlich
20.10.26 13:15 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de
Linksfraktionschef Sören Pellmann lehnt das Fondsmodell der Bundesregierung ab und fordert deutlich mehr direkte Staatsausgaben. Die Bauministerin will mit staatlicher Anschubfinanzierung privates Kapital für bezahlbaren Wohnraum gewinnen.
via dts Nachrichtenagentur
Linke lehnt privaten Hebel im Wohnungsbau abLinksfraktionschef Sören Pellmann kritisiert die Pläne der Bundesregierung, den staatlichen Deutschlandfonds zur Auslösung privater Investitionen im Wohnungsbau zu nutzen. Er bezeichnete es als „Augenwischerei“, auf diese Weise private Investitionen zu hebeln.Streit über öffentlich-private PartnerschaftenPellmann sagte, öffentlich-private Partnerschaften lösten das Wohnungsproblem nicht im Ansatz. Stattdessen würden noch mehr öffentliche Gelder in die Taschen falscher Partner fließen, kritisierte der Linken-Politiker.Die Bundesregierung setze damit lediglich die falsche Wohnungspolitik der vergangenen Jahrzehnte fort. Für eine massive Wiederbelebung des sozialen Wohnungsbaus schlug Pellmann ein jährliches Investitionsprogramm von 25 Milliarden Euro vor.Anzeige | trading-house BörsenakademieKostenlose Trading-Webinare für PrivatanlegerLive lernen, live fragen.
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Ziel sei es, privates Kapital für mehr bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum zu nutzen.Nach den vorliegenden Plänen soll die KfW als Ankerinvestor 100 Millionen Euro bereitstellen.
Das Gesamtvolumen des Fonds soll eine Milliarde Euro betragen; vorgesehen sind auch Bauprojekte mit einer maximalen Miete von 15 Euro je Quadratmeter.Deutschlandfonds als übergeordnetes InstrumentDer Wohnungsbaufonds ist als Modul des bestehenden Deutschlandfonds geplant. Dieser soll mit staatlicher Finanzierung und Absicherung private Investitionen in unterschiedlichen Bereichen mobilisieren.Die politische Auseinandersetzung konzentriert sich damit auf zwei unterschiedliche Ansätze: Die Bundesregierung will öffentliches Geld als Hebel für zusätzliches privates Kapital einsetzen, während Pellmann eine deutlich umfassendere direkte Finanzierung des sozialen Wohnungsbaus verlangt.
Der Streit über den geplanten Wohnungsfonds steht für einen grundsätzlichen Konflikt innerhalb der Wohnungspolitik: Die Bundesregierung will zusätzliches privates Kapital für den Neubau mobilisieren, während die Linke eine stärkere direkte Finanzierung durch den Staat fordert. Der Deutschlandfonds ist als staatliches Finanzierungs- und Absicherungsinstrument mit einem Volumen von 30 Milliarden Euro angelegt und soll private Investitionen in verschiedenen Bereichen anstoßen.Beim Wohnungsfonds soll die staatliche Förderbank KfW als Ankerinvestor 100 Millionen Euro bereitstellen.
Das geplante Gesamtvolumen beträgt eine Milliarde Euro. Vorgesehen sind unter anderem Bauprojekte mit einer maximalen Miete von 15 Euro je Quadratmeter sowie Vorhaben für sozialen und klimafreundlichen Wohnungsbau.Direkte Förderung oder privates KapitalPellmanns Forderung nach einem jährlichen Investitionsprogramm von 25 Milliarden Euro würde den sozialen Wohnungsbau deutlich stärker auf eine öffentliche Finanzierung stützen.
Befürworter eines Fondsmodells setzen dagegen auf eine Hebelwirkung: Staatliche Mittel sollen Risiken abfedern und weitere Investoren anziehen. Ob dadurch dauerhaft bezahlbare Wohnungen entstehen, hängt von den Förderbedingungen, den Mietobergrenzen und der langfristigen Bindung der Wohnungen ab.Für Mieter und Kommunen ist entscheidend, wie schnell zusätzliche Wohnungen tatsächlich gebaut werden und wie viele davon dauerhaft preisgebunden bleiben.
Der politische Gegensatz dürfte deshalb nicht nur die Höhe der Mittel betreffen, sondern auch die Frage, ob der Staat selbst stärker als Bauherr und Eigentümer auftreten soll.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragenntv: „Der Tag bei ntv.de am Dienstag, 20. Oktober 2026“ (20.10.2026)Der Beitrag bestätigt den geplanten Wohnungsbaufonds und nennt die Eckdaten von einer Milliarde Euro Gesamtvolumen sowie 100 Millionen Euro als vorgesehenem KfW-Anteil. Im Mittelpunkt steht die Absicht der Bundesregierung, privates Kapital für zusätzlichen bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum zu mobilisieren.ZDFheute: „Invest in Germany Summit: KI-Investitionen mit Signalwirkung“ (20.10.2026)ZDFheute ordnet den Deutschlandfonds als staatliches Finanzierungs- und Absicherungsinstrument mit 30 Milliarden Euro ein, das private Investitionen mobilisieren soll. Der Beitrag setzt den Schwerpunkt auf die übergeordnete Investitionsstrategie der Bundesregierung und verweist zugleich auf Kritik der Linken an einer Politik, die stark auf private Investoren setzt.Übereinstimmend wird der Fonds als Instrument zur Mobilisierung privaten Kapitals beschrieben.
Unterschiede bestehen beim Fokus: Während der ntv-Beitrag die konkrete Ausgestaltung des Wohnungsfonds nennt, betrachtet ZDFheute den Deutschlandfonds im Zusammenhang mit der allgemeinen Investitionspolitik.