Wohnungsbaufonds: KfW soll 100 Millionen Euro investieren
heute 06:30 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de
Die Bundesregierung will über den bestehenden Deutschlandfonds privates Kapital für zusätzlichen Wohnungsbau mobilisieren. Vorgesehen sind Vorgaben für Mieten, Energieeffizienz und erneuerbare Wärme.
via dts Nachrichtenagentur
Wohnungsbaufonds soll Milliardeninvestitionen auslösenDie Bundesregierung plant im Rahmen des bestehenden Deutschlandfonds ein neues Modul für Investitionen in den Wohnungsbau. Die staatliche Förderbank KfW soll 100 Millionen Euro als Ankerinvestor einbringen und damit privates Kapital für ein Fondsvolumen von insgesamt einer Milliarde Euro mobilisieren.KfW bereitet die nächsten Schritte vorBauministerin Verena Hubertz (SPD) sagte dem „Spiegel“, die KfW sei beauftragt worden, alle erforderlichen Schritte vorzubereiten.
Mit dem eigenen Wohnungsbaufonds wolle die Bundesregierung den Markt testen und privates Kapital für mehr bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum hebeln.Anzeige | trading-house BörsenakademieKostenlose Trading-Webinare für PrivatanlegerLive lernen, live fragen.
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Die Gebäude müssen mindestens den Standard „EH 55-Plus“ erfüllen und dürfen damit nur 55 Prozent der Energie eines Standardhauses verbrauchen.Zusätzlich muss die Wärmeerzeugung vollständig aus erneuerbaren Energien stammen.
Der Deutschlandfonds war Ende 2025 aufgelegt worden, um private Investitionen durch staatliche Mittel zu hebeln.Wohnungsmangel erhöht den HandlungsdruckDer neue Fonds soll auf den anhaltenden Wohnungsmangel reagieren und zugleich private Finanzierung für den Neubau erschließen. Ob das Zielvolumen erreicht wird und wie schnell daraus konkrete Bauprojekte entstehen, hängt von der Beteiligung privater Investoren sowie der Umsetzung der Förderbedingungen ab.Für die Bundesregierung ist das Vorhaben damit ein Test, ob ein staatlicher Ankerbetrag größere Investitionen in bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum auslösen kann.
Der geplante Wohnungsbaufonds setzt auf ein Modell, bei dem der Staat privates Kapital für den Wohnungsbau mobilisiert. Die KfW soll dabei mit 100 Millionen Euro als Ankerinvestor den ersten Finanzierungsimpuls geben; das angestrebte Fondsvolumen von einer Milliarde Euro würde den staatlichen Beitrag deutlich übersteigen.Der Ansatz folgt der Logik des Ende 2025 gestarteten Deutschlandfonds: Öffentliche Mittel sollen Risiken abfedern und Investitionen ermöglichen, die allein durch private Anleger möglicherweise nicht zustande kämen.
Für den Wohnungsmarkt bedeutet das eine Ergänzung zu klassischen Förderprogrammen, bei denen der Staat Bauherren unmittelbar über Zuschüsse, Darlehen oder Zinsverbilligungen unterstützt.Bezahlbarer Wohnraum als FörderbedingungDie vorgesehenen Grenzen bei Miete und Energieverbrauch verbinden Wohnungsbau- und Klimapolitik. Neubauwohnungen mit einer Maximalmiete von 15 Euro je Quadratmeter sollen bezahlbarer bleiben, während der EH-55-Plus-Standard und eine vollständig erneuerbare Wärmeerzeugung den Energiebedarf und die laufenden Belastungen für Bewohner begrenzen sollen.Entscheidend wird sein, ob das Fondsmodell angesichts hoher Baukosten, knapper Grundstücke, hoher Finanzierungskosten und langwieriger Genehmigungen genügend Projekte anstoßen kann. Die Bundesregierung will zunächst den Markt testen.
Für Mieter würde ein Erfolg vor allem dann sichtbar, wenn aus dem Fonds tatsächlich zusätzliche Wohnungen entstehen und die Förderbedingungen dauerhaft eingehalten werden.