VW-Rückruf erreicht vier Millionen Autos bei Skoda und Seat
25.09.26 13:50 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de
Der Rückruf wegen einer möglichen fehlerhaften Schraube an der Lenkung weitet sich auf weitere Konzernmarken aus. Betroffen sind weltweit mehr als eine Million Skoda und rund 200.000 Seat zusätzlich zu VW und Audi.
via dts Nachrichtenagentur
Der Rückruf im Volkswagen-Konzern wegen möglicher Probleme an der Lenkung betrifft nach Informationen des Handelsblatts auch die Marken Skoda und Seat. Bei Skoda müssen weltweit mehr als eine Million Fahrzeuge in die Werkstätten, bei Seat sind rund 200.000 Fahrzeuge betroffen.Zuvor war bekannt geworden, dass weltweit 2,16 Millionen Volkswagen und etwa 700.000 Audi zurückgerufen werden müssen.
Damit summiert sich die Aktion konzernweit auf rund vier Millionen Fahrzeuge und wäre die größte Rückrufaktion des Konzerns seit dem Dieselskandal.Schraube soll vorsorglich ausgetauscht werdenNach Angaben von Volkswagen geht es um den Austausch einer Schraube an der Lenkung.
Bislang habe es keine Personen- oder weitergehenden Sachschadensfälle gegeben, teilte der Konzern mit.Die Rückrufaktion erfolgt damit vorsorglich. Ziel ist es, ein mögliches sicherheitsrelevantes Problem zu beheben, bevor es zu einem Ausfall der Lenkung oder weiteren Folgen kommt.Mehrere Konzernmarken betroffenDie Ausweitung auf Skoda und Seat erhöht die Zahl der betroffenen Fahrzeuge deutlich über die zunächst genannten VW- und Audi-Modelle hinaus. Halter erhalten die Informationen zur konkreten Abwicklung über die jeweiligen Hersteller und Werkstätten.
Der Rückruf erfasst nach den vorliegenden Angaben mehrere Marken des Volkswagen-Konzerns und erreicht weltweit rund vier Millionen Fahrzeuge. Auslöser ist eine Schraube an der Lenkung, die brechen und dadurch einen Ausfall der Lenkung verursachen könnte. Die Maßnahme erfolgt vorsorglich; Volkswagen zufolge sind bislang keine Personen- oder weitergehenden Sachschäden bekannt.Das Risiko betrifft damit nicht nur Fahrzeuge mit dem VW-Logo, sondern auch Modelle von Audi, Skoda und Seat. Für Halter ist entscheidend, ob das eigene Fahrzeug über die Fahrgestellnummer in der Rückrufaktion erfasst ist. Die konkrete Abwicklung erfolgt über die jeweiligen Vertragspartner, die den Austausch der Schraube vornehmen.Technisches Risiko und FolgenEin möglicher Verlust der Lenkfähigkeit zählt zu den sicherheitsrelevanten Mängeln und erklärt die große Reichweite der Aktion. Der kostenlose Werkstattaufenthalt soll das Risiko beseitigen, bevor es zu Unfällen kommt. Bis zur individuellen Benachrichtigung bleiben die Angaben des Herstellers und der zuständigen Behörden maßgeblich.Die Größenordnung erhöht zugleich den organisatorischen Aufwand für Werkstätten und Kunden in vielen Ländern. Anders als bei einem Rückruf nach bereits eingetretenen Schäden steht hier die vorbeugende Instandsetzung im Mittelpunkt. Die konzernweite Ausdehnung zeigt außerdem, dass ein gemeinsames Bauteil oder eine gemeinsame technische Lösung mehrere Marken und Modellreihen betreffen kann.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene FragenZDFheute: „VW und Audi: Rückruf von fast einer Million Pkw“ (25.09.2026)Der Beitrag konzentriert sich auf den Rückruf in Deutschland und nennt fast eine Million betroffene Fahrzeuge von VW und Audi. Als technisches Risiko wird eine brechende Schraube beschrieben, durch die die Lenkung ausfallen könnte. Damit bestätigt der Beitrag den sicherheitsrelevanten Kern, behandelt aber nicht die weltweiten Zahlen für Skoda und Seat.ntv: „Infografik: Auto: Rückrufaktion bei Audi und VW“ (25.09.2026)Die Infografik ordnet die Rückrufaktion für Audi und VW visuell ein und setzt damit einen Schwerpunkt auf die beiden Marken.
Gemeinsam ist beiden Beiträgen die Darstellung des möglichen Lenkungsausfalls als Anlass der Maßnahme; offen bleibt in diesen Beiträgen insbesondere die vollständige internationale Aufschlüsselung nach Skoda und Seat.Die aktuelle Berichterstattung bestätigt den sicherheitsrelevanten Rückruf von VW und Audi in Deutschland. Der dts-Faktenkern erweitert den Blick um die weltweite Betroffenheit der Konzernmarken Skoda und Seat sowie die konzernweite Größenordnung von rund vier Millionen Fahrzeugen.