Vonovia drosselt Berliner Neubaupläne trotz 1.000 Wohnungen im Bau

heute 07:27 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Vonovia will die rund 1.000 Wohnungen im Berliner Bau fortführen, kündigt aber eine schwächere Projektpipeline an. Konzernchef Luka Mucic warnt vor Folgen der politischen Unsicherheit für Neubau und Finanzierung.

Vonovia (Archiv)
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via dts Nachrichtenagentur

Vonovias Berliner Bauvorhaben und BestandVonovia baut derzeit rund 1.000 Wohnungen in Berlin, die fertiggestellt werden sollen.Der Konzern besitzt rund 130.000 Wohnungen in der Hauptstadt.Instandhaltung und energetische Modernisierung des Bestands sollen fortgesetzt werden.Am Dienstag trifft sich Luka Mucic mit Linken-Chef Luigi Pantisano.Vonovia-Chef Luka Mucic deutet angesichts der Vergesellschaftungspläne der Linken in Berlin Konsequenzen für künftige Investitionen an. Ein Baustopp sei nicht geplant, doch Berlin werde in der Pipeline neuer Vorhaben schwächer vertreten sein.Bestehende Projekte werden fertiggestelltDie rund 1.000 Wohnungen, die Vonovia derzeit in Berlin baut, sollen fertiggestellt werden.

Auch die Investitionen in die Instandhaltung und energetische Modernisierung des Bestands will der Konzern fortsetzen.Mucic forderte für neue Projekte Klarheit über die Rahmenbedingungen.

Nach seinen Angaben bremst die politische Unsicherheit Investitionen und Neubau; zudem könnten kleinere Berliner Wohnungseigentümer Probleme bei der Refinanzierung bekommen.Gespräch mit der Berliner LinkenVonovia besitzt rund 130.000 Wohnungen in Berlin und wäre damit von den Vergesellschaftungsplänen besonders stark betroffen. Am Dienstag will Mucic mit dem Linken-Chef Luigi Pantisano sprechen.Einen Rückzug aus Berlin schließt Vonovia aus. Mucic erklärte, das Unternehmen wolle angesichts der angespannten Wohnungssituation Teil der Lösung bleiben.
Die angekündigte Zurückhaltung bei neuen Projekten trifft auf einen Berliner Wohnungsmarkt, der zugleich mehr Neubau und verlässliche Investitionsbedingungen benötigt. Vonovia zählt mit rund 130.000 Wohnungen zu den bedeutenden privaten Bestandshaltern der Hauptstadt; die im Bau befindlichen rund 1.000 Wohnungen bilden dabei nur einen Teil des Berliner Engagements.Hinter dem Streit steht die politische Forderung, große private Wohnungsbestände in Berlin zu vergesellschaften.

Für Eigentümer berührt das nicht nur mögliche künftige Entschädigungs- und Übertragungsfragen, sondern auch die Bewertung langfristiger Bau- und Modernisierungsvorhaben.

Bereits die politische Unsicherheit kann deshalb Entscheidungen beeinflussen, bevor ein konkreter Eigentumswechsel erfolgt.Neubau und Modernisierung unter DruckFür Wohnungssuchende ist entscheidend, ob weniger neue Vorhaben geplant und genehmigt werden.

Ein Rückgang der Pipeline würde das Angebot mittelfristig begrenzen, während der bestehende Bestand weiter instand gehalten und energetisch modernisiert werden muss. Gleichzeitig können höhere Finanzierungskosten kleinere Eigentümer stärker belasten, wenn Kredite auslaufen oder neue Projekte kalkuliert werden.Das Gespräch zwischen Vonovia-Chef Luka Mucic und Linken-Chef Luigi Pantisano kann die unterschiedlichen Interessen sichtbar machen: Der Konzern verweist auf Investitionssicherheit und seine laufenden Bauvorhaben, die Linke auf ihre wohnungspolitischen Vergesellschaftungspläne. Für Berlin bleibt damit offen, wie politische Eigentumsziele, bezahlbare Mieten und zusätzlicher Wohnungsbau miteinander verbunden werden sollen.

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