Unterhaltungselektronik-Umsätze sinken weiter
heute 11:29 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de
Die Umsätze mit Unterhaltungselektronik in Deutschland gehen nach einer Bitkom-Studie weiter zurück. Gleichzeitig verändert Künstliche Intelligenz die Nutzung von Video und Audio sowie einzelne Produktkategorien.
via dts Nachrichtenagentur
Die Umsätze mit Unterhaltungselektronik in Deutschland gehen weiter zurück. Nach aktuellen Bitkom-Prognosen soll der Markt in diesem Jahr auf 7,6 Milliarden Euro sinken.Markt bleibt unter dem Niveau der Corona-JahreDamit würde der Umsatz das sechste Jahr in Folge fallen.
Nach dem coronabedingten Hoch auf 9,3 Milliarden Euro schrumpft das Segment damit deutlich und bleibt klar unter früheren Spitzenwerten.Besonders groß bleibt der Anteil von Flat-TVs, auch wenn ihr Umsatz sinkt. Rückgänge werden zudem bei Spielekonsolen und Audiogeräten erwartet, während Audio- und Videozubehör sowie Digitalkameras leicht zulegen sollen.Streaming prägt den AlltagDie Studie zeigt zugleich, dass sich die Mediennutzung weiter in Richtung Streaming verschiebt. Videos, Sendungen oder Filme werden inzwischen von deutlich mehr Menschen über das Internet genutzt als über den klassischen Fernsehanschluss.Das klassische Fernsehen bleibt dennoch relevant, vor allem bei älteren Menschen.
Auch beim Audio ist die Lage ähnlich: Streaming wächst, das Radio hält sich aber weiterhin auf hohem Niveau.KI verändert Inhalte und GeräteEin weiterer Schwerpunkt der Untersuchung ist der Einfluss von Künstlicher Intelligenz. Viele Befragte erwarten, dass KI die Musikproduktion in den kommenden Jahren stark verändert, zugleich überwiegt die Skepsis gegenüber KI-generierten Inhalten.Für den Markt heißt das: Neue Funktionen allein sichern noch keine neuen Umsätze. Entscheidend wird sein, ob Hersteller und Plattformen aus der technischen Entwicklung tragfähige Produkte und akzeptierte Bezahlmodelle machen.Bitte leite diesen Artikel an eine Freundin oder einen Freund weiter.
Der Markt für Unterhaltungselektronik in Deutschland bleibt unter Druck. Nach der Corona-Sonderspitze hat sich der Umsatztrend bei Fernsehern, Audiogeräten, Spielekonsolen und verwandten Produkten weiter abgeschwächt, während einzelne Segmente wie Audiozubehör und Digitalkameras wieder etwas zulegen.Für Verbraucher zeigt die Entwicklung vor allem, dass sich Nutzung und Geräteverkauf zunehmend entkoppeln. Streaming hat sich als Standard etabliert, klassische Empfangswege bleiben aber gerade bei älteren Menschen wichtig. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt des Marktes weg vom reinen Geräteersatz hin zu Diensten, Ökosystemen und der Frage, wie Inhalte genutzt werden.Bedeutung für Markt und MediennutzungBesonders deutlich wird der Wandel bei Video und Audio: Wer Unterhaltung konsumiert, nutzt heute häufig mehrere Wege parallel, vom linearen Fernsehen über Streaming-Abos bis zu Plattformen und klassischen Radiosendern. Das begrenzt den Spielraum für neue Hardware-Investitionen, weil nicht jede technische Neuerung automatisch zu mehr Nachfrage nach großen Geräten führt.Hinzu kommt der Einfluss von Künstlicher Intelligenz. KI verändert bereits die Produktion und Aufbereitung von Medieninhalten und schafft neue Produktkategorien, etwa bei Kopfhörern oder Brillen.
Gleichzeitig wächst die Skepsis gegenüber KI-generierter Musik, was für Anbieter von Streaming- und Audioplattformen künftig zu einer klaren Kennzeichnungs- und Auswahlfrage werden dürfte.AusblickFür den Markt spricht kurzfristig wenig für eine schnelle Rückkehr zum früheren Wachstum. Entscheidend wird sein, ob neue Nutzungsszenarien rund um KI, personalisierte Inhalte und vernetzte Endgeräte die Rückgänge in klassischen Gerätekategorien ausgleichen können.
Für Leser ist vor allem relevant, dass sich die Unterhaltungselektronik von einem Massenmarkt mit breiter Ersatznachfrage zu einem differenzierteren Markt mit langsameren Zyklen entwickelt.