Uniper-Chef Michael Lewis unterstützt Energiepolitik von Katherina Reiche

heute 19:25 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Uniper-Chef Michael Lewis stellt sich hinter die energiepolitische Linie von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und fordert zugleich eine klarere Gesamtstrategie für die Energiewende. Im Fokus stehen Netzengpässe, Kosten für Verbraucher und die Verzahnung von Stromnetzen, Kraftwerken und Wasserstoffwirtschaft.

Uniper (Archiv)
Uniper (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Uniper-Chef Michael Lewis hat die grundsätzliche Richtung der Energiepolitik von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) verteidigt. Die Energiewende müsse aus seiner Sicht nicht nur klimafreundlich, sondern auch effizient und bezahlbar ausgestaltet werden.Uniper-Chef lobt energiepolitische Linie„Die Richtung der Energiepolitik stimmt“, sagte Lewis dem Magazin „Focus“. Er stellte sich damit ausdrücklich hinter die Kursbestimmung der Wirtschaftsministerin und betonte, dass ökologische Ziele mit wirtschaftlicher Vernunft verbunden werden müssten.Lewis verwies darauf, dass die Förderung erneuerbarer Energien bislang häufig in Regionen erfolgt sei, in denen bereits Netzengpässe bestehen.

Diese Fehlsteuerungen hätten letztlich Kostenfolgen für die Verbraucher, weil Strom nicht immer effizient transportiert und genutzt werden könne.Kritik an bisherigen Ausbaupfaden erneuerbarer EnergienDer Uniper-Chef machte deutlich, dass aus seiner Sicht nicht jede neue Windkraftanlage oder jede Solaranlage automatisch einen sinnvollen Beitrag zur Energiewende leistet.

Entscheidend sei, ob die Infrastruktur vor Ort den erzeugten Strom aufnehmen und verteilen könne.Aus dieser Kritik leitet Lewis die Forderung ab, beim Ausbau erneuerbarer Energien stärker auf Netzkapazitäten und Systemintegration zu achten.

Nur so lasse sich verhindern, dass Verbraucher für strukturelle Defizite im Energiesystem zahlen.Forderung nach Gesamtstrategie zur EnergiewendeLewis drängte darüber hinaus auf Klarheit über die langfristige Ausrichtung der Energiepolitik. Aus seiner Sicht braucht es eine übergreifende Strategie, die alle zentralen Elemente des Energiesystems zusammendenkt.„Es braucht eine Gesamtstrategie zur Energiewende. Stromnetze, Kraftwerke und erneuerbare Energien, Wasserstoff-Wirtschaft müssen zusammen gedacht werden“, sagte der Chef des Energiekonzerns. Nur eine solche integrierte Planung könne dafür sorgen, dass Investitionen zielgerichtet erfolgen und die Versorgungssicherheit gewahrt bleibt.Monitoring-Bericht als AusgangspunktBesonders hebt Lewis in diesem Zusammenhang den Monitoring-Bericht von Wirtschaftsministerin Reiche hervor. Dieser Bericht habe die Lage der Energiewende aus seiner Sicht treffend beschrieben und damit einen wichtigen Ausgangspunkt für weitere Schritte geschaffen.„Der Monitoring-Bericht von Katherina Reiche hat das ausgedrückt und war der erste Schritt. Nun muss es weitergehen“, so Lewis. Der Uniper-Chef knüpft daran die Erwartung, dass die Politik auf Basis dieser Analyse konkrete Maßnahmen für die künftige Ausrichtung der Energiepolitik ergreift.
Die Aussagen von Uniper-Chef Michael Lewis zielen auf eine energiepolitische Grundsatzdebatte, die Deutschland seit Jahren begleitet: Wie lässt sich die Energiewende so gestalten, dass sie zugleich klimafreundlich, kosteneffizient und systemstabil ist? Seine positive Bewertung der von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vertretenen Linie signalisiert Unterstützung aus der Energiebranche für eine stärker auf Systemeffizienz ausgerichtete Politik.Hintergrund der Kritik an NetzengpässenWenn Lewis darauf hinweist, dass erneuerbare Energien zu lange in Regionen mit Netzengpässen ausgebaut wurden, spricht er ein strukturelles Problem an: Der Ausbau von Wind- und Solaranlagen ist vielerorts schneller vorangekommen als der Ausbau der Stromnetze. Das führt zu Abregelungen, hohen Netzentgelten und steigenden Kosten für Verbraucher, weil erzeugter Strom nicht immer dorthin transportiert werden kann, wo er benötigt wird.Die Forderung, nicht jedes Windrad und jedes Solarpanel automatisch als Beitrag zur Energiewende zu betrachten, zielt auf eine bessere Abstimmung von Erzeugung, Netzinfrastruktur und Verbrauch. Für Unternehmen wie Uniper, die konventionelle Kraftwerke betreiben und zugleich in neue Technologien investieren, ist planbare Netz- und Kraftwerkskapazität ein zentraler Faktor für Investitionsentscheidungen.Bedeutung des Monitoring-BerichtsDer von Lewis ausdrücklich erwähnte Monitoring-Bericht von Wirtschaftsministerin Reiche wird als „erster Schritt“ beschrieben.

Damit rückt er eine systematische Bestandsaufnahme der Lage der Energiewende in den Mittelpunkt. Ein solcher Bericht fasst üblicherweise den Stand von Netzausbau, Kraftwerkspark, Ausbaupfaden erneuerbarer Energien und neuen Technologien wie Wasserstoff zusammen und dient als Grundlage für weitere politische Entscheidungen.Indem Lewis nun „Klarheit über die langfristige Ausrichtung“ und eine Gesamtstrategie verlangt, erhöht er den Druck auf die Politik, aus der Analyse konkrete Maßnahmen abzuleiten.

Für Verbraucher und Industrie geht es dabei um die Sicherheit, dass Strom auch in Zukunft bezahlbar bleibt und gleichzeitig die Klimaziele erreicht werden.

Die enge Verzahnung von Stromnetzen, Kraftwerken, erneuerbaren Energien und Wasserstoffwirtschaft ist aus Sicht der Energiewirtschaft entscheidend, um Versorgungsicherheit und Kosteneffizienz dauerhaft zu gewährleisten.

Ein fester Ansprechpartner – immer!
Persönlich. Nah. Verlässlich.
Termin vereinbaren.