Tabaksteuer: Streeck begrüßt Preis von rund 12 Euro bis 2030

heute 06:58 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Der Drogenbeauftragte Hendrik Streeck unterstützt die vom Bundestag beschlossene Anhebung der Tabaksteuer und hält weitere Preissteigerungen für möglich. Er begründet dies vor allem mit dem Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie den hohen Folgekosten des Rauchens.

Zigarette (Archiv)
Zigarette (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Bundestag beschließt höhere TabaksteuerDer Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), begrüßt die vom Bundestag auf den Weg gebrachte Erhöhung der Tabaksteuer und zeigt sich offen für weitere Preissteigerungen.

Bis 2030 soll das Rauchen nach seinen Angaben deutlich teurer werden und eine Packung rund 12 Euro kosten.Streeck verweist auf Gesundheitsfolgen„Rauchen kostet in Deutschland jedes Jahr rund 131.000 Menschen das Leben und unsere Gesellschaft fast 100 Milliarden Euro“, sagte Streeck der „Rheinischen Post“. Nach Berechnungen der WHO müsste eine Schachtel rund 23 Euro kosten, damit die Steuer die Folgekosten des Rauchens deckt.Sein Ziel sei Gesundheit, die Mehreinnahmen seien ein Nebeneffekt. Weniger Raucher bedeuteten weniger Krebs, Herzinfarkte und Schlaganfälle sowie weniger vermeidbare Kosten für Beitrags- und Steuerzahler, sagte der CDU-Politiker.Preis soll bis 2030 auf rund 12 Euro steigenStreeck erklärte, er habe lange für die Erhöhung gekämpft. Nach Jahren kleiner Schritte werde Rauchen nun deutlich teurer, bis 2030 auf rund 12 Euro pro Schachtel.Der Drogenbeauftragte begründete die Maßnahme auch mit dem Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Die meisten Raucher fingen als Jugendliche an; in diesem Alter wirke ein höherer Preis besonders stark, weil sich die Sucht noch nicht festgesetzt habe.Bundestag hebt Steuer auf Tabakprodukte anWer gar nicht erst mit dem Rauchen beginne, müsse später auch nicht aufhören, hob Streeck hervor. Der Bundestag beschloss am Donnerstagabend ein Gesetz, wonach die Steuer auf Tabakprodukte angehoben werden soll.
Die beschlossene Erhöhung der Tabaksteuer steht im Spannungsfeld zwischen Gesundheitsschutz, staatlichen Einnahmen und dem Risiko eines wachsenden Schwarzmarkts. Der Bundestag verbindet die Maßnahme mit dem Ziel, Tabakprodukte schrittweise zu verteuern. Nach der dts-Meldung soll eine Packung bis 2030 rund 12 Euro kosten.Streecks Argumentation folgt dem Ansatz, dass höhere Preise insbesondere den Einstieg junger Menschen erschweren können. Da viele Raucher bereits im Jugendalter beginnen, richtet sich die Preiswirkung nicht nur an bestehende Konsumenten, sondern auch an potenzielle neue Raucher. Für Erwachsene mit bestehender Abhängigkeit fällt der gesundheitspolitische Effekt dagegen weniger eindeutig aus, weil der Konsum trotz steigender Kosten fortgesetzt werden kann.Preis, Prävention und AusweichkonsumDie von Streeck genannte WHO-Berechnung von rund 23 Euro pro Packung setzt die Tabaksteuer in Relation zu den geschätzten gesellschaftlichen Folgekosten des Rauchens. Dieser Betrag ist keine unmittelbare Vorgabe des beschlossenen Gesetzes, sondern eine Größenordnung für eine vollständige Kostenanlastung.Für Verbraucher bedeutet die Reform vor allem höhere laufende Ausgaben.

Entscheidend für die Wirkung wird sein, ob der legale Marktanteil stabil bleibt und ob Prävention, Rauchstopp-Angebote sowie Kontrollen gegen den illegalen Handel parallel ausgebaut werden.

Die politische Debatte dürfte damit über die reine Steuerhöhe hinausgehen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene FragenZDFheute: „Höhere Tabaksteuer beschlossen: So teuer wird Rauchen jetzt“ (15.10.2026)Der Beitrag bestätigt die beschlossene Anhebung und ordnet ein, dass Hendrik Streeck und Karl Lauterbach für einen stärkeren Anstieg eingetreten waren. Im Schwerpunkt stehen die konkreten künftigen Preise und die politische Debatte über die Ausgestaltung.Deutschlandfunk: „Bundestag soll höhere Tabaksteuer absegnen“ (15.10.2026)Der Deutschlandfunk berichtet über den geplanten Preis von etwa 12 Euro für eine Packung mit 20 Zigaretten bis 2030. Anders als die Streeck-Äußerungen rückt der Beitrag vor allem den parlamentarischen Entscheidungsprozess und die finanzpolitische Einordnung in den Mittelpunkt.Beide Beiträge bestätigen die höhere Belastung für Tabakkäufer und den Zielpreis bis 2030. Unterschiede liegen vor allem im Schwerpunkt: Während ZDFheute die Preisfolgen und Befürworter betrachtet, konzentriert sich der Deutschlandfunk stärker auf das Gesetzgebungsverfahren.

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