Rhysida-Hacker fordern Millionen von Berlin: Gefahr durch Datenklau wächst

heute 18:23 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Die Cybergang Rhysida hat offenbar hinter dem schweren Angriff auf die Berliner Verwaltung gesteckt – und macht nun richtig Druck. Gefordert werden Lösegeld und das in Form von nicht weniger als 30 Bitcoin.

Computer-Nutzer (Archiv)
Computer-Nutzer (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Immer wieder kommt es zu Cyberangriffen auf deutsche Behörden, doch was aktuell im Herz der Hauptstadt passiert, hat eine neue, besonders bedrohliche Dimension.

Rhysida bekennt sich offen zur Tat
Laut einer aktuellen Recherche des "Spiegel" haben sich Mitglieder der Hackergruppe Rhysida im Darknet zu dem großen Schlag gegen die Berliner Landesverwaltung bekannt. Auf entsprechenden Seiten veröffentlichten sie nicht nur Auszüge angeblich gestohlener Dokumente, sondern setzen Berlin gleichzeitig mit einer Frist unter Druck.

Sechs Terabyte Daten – ein gefährlicher Fang
Knapp sechs Terabyte an Daten wollen die Rhysida-Hacker abgegriffen haben.

Das ist mehr, als die Berliner Behörden bis jetzt offiziell eingeräumt hatten.

Die Kriminellen behaupten, damit Zugriff auf hochsensible Informationen wie geheime Notfallpläne, Justizakten, Passwörter oder Daten der kritischen Infrastruktur erhalten zu haben.

Besonders brisant: Betroffen wären demnach auch zigtausende interne Vorgänge und Verträge.

Lösegeldforderung setzt Maßstäbe
30 Bitcoin. Das klingt, als hätte jemand willkürlich eine große Zahl gewählt, aber tatsächlich ist das ein Betrag von mehreren Millionen Euro, je nach Kurslage. Und Berlin bleibt nur eine Woche Zeit, um zu reagieren, bis die Daten veröffentlicht werden sollen – mit all den unabsehbaren Folgen, die so eine Veröffentlichung nach sich ziehen könnte.

Authentizität schwieriger zu klären – aber die Gefahr ist real
Zwar konnte bisher niemand unabhängig überprüfen, ob wirklich all diese Daten im Besitz der Hackergruppe sind. Doch angesichts der dokumentierten Angriffe in der Vergangenheit – von der British Library bis zur Welthungerhilfe – nimmt in Sicherheitskreisen niemand die Drohung auf die leichte Schulter.

Berühmte Opfer, lange Liste
Die Angriffe der Gruppe Rhysida sind längst kein einmaliges Ereignis mehr. Sie scheinen eine perfide Systematik entwickelt zu haben: Erst verschlüsseln sie Systeme, dann schlagen sie Kapital aus Angst und Erpressung.

Immer wieder trifft es dabei bekannte internationale und deutsche Organisationen.
Der massive Cyberangriff auf die Berliner Landesverwaltung wurde laut investigativen Medienangaben von der berüchtigten Rhysida-Gruppe durchgeführt, die 30 Bitcoin Lösegeld fordert. Die Hacker drohen mit Veröffentlichung von sechs Terabyte entwendeter, zum Teil hochsensibler Daten, darunter vertrauliche Justizunterlagen und Details zur kritischen Infrastruktur. Bisher ist die Authentizität des gesamten Datenbestands nicht sicher zu bestätigen, aber Experten warnen, den Vorfall sehr ernst zu nehmen, nicht zuletzt wegen der gefährlichen Vorgeschichte der Täter.

Weitere Recherchen aus aktuellen Quellen
Nach aktuellen Berichten in anderen namhaften Medien werden die Auswirkungen des Angriffs als sehr umfangreich beschrieben; neben Berliner Staatsangestellten und Verwaltungsapparaten könnten auch Bürgerdaten gefährdet sein. Es wird diskutiert, dass die deutsche Politik und Verwaltung schon lange auf mehr Digitalisierung setzt, dabei aber zunehmend unter Druck steht, ausreichend in Sicherheit zu investieren – der aktuelle Fall macht die Schwächen im System besonders sichtbar. Gleichzeitig laufen Ermittlungen gegen die mutmaßlichen Täter auf Hochtouren; für die kommenden Tage werden neue Verlautbarungen aus den Behörden erwartet.

Ergänzungen aus aktuellen Medienberichten
1. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet ausführlich darüber, dass der Angriff auf die Berliner Verwaltung parteiübergreifende Sorgen zur digitalen Verteidigung Deutschlands auslöste und fordert eine nationale Strategie gegen Cyberbedrohungen (Quelle: Süddeutsche Zeitung).
2. Laut "Spiegel" läuft der Countdown zum Lösegeld weiter, während IT-Experten mit Hochdruck mögliche Schwachstellen auswerten und die Berliner Verwaltung inzwischen Teile ihrer Services offline genommen hat, um weiteren Schaden zu minimieren (Quelle: Spiegel).
3. Nach Angaben der "Zeit" wurden erste Ermittlungen auf Bundesebene eingeleitet, Experten warnen dabei, dass ähnliche Angriffe jederzeit auf andere Großstädte zukommen könnten und betonen die Dringlichkeit verbesserter IT-Sicherheitskonzepte für Kommunen (Quelle: Zeit).

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