Rentenpaket: CSU verlangt Gesetzentwurf noch im Oktober

heute 11:42 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Die CSU drängt auf einen schnellen Start der Rentenreform und verlangt von Alexander Schweitzer einen Gesetzentwurf innerhalb des laufenden Monats. Zugleich fordert Klaus Holetschek Änderungen bei Sozialleistungen für ukrainische Geflüchtete.

CSU-Logo (Archiv)
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via dts Nachrichtenagentur

CSU setzt Frist für die ReformarbeitKlaus Holetschek verlangt, dass der Gesetzentwurf zum Rentenpaket noch im Oktober vorgelegt wird.Die Forderung richtet sich an den künftigen Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer von der SPD.Die CSU will Fehlanreize und Sozialleistungsmissbrauch schneller bekämpfen.Ukrainische Geflüchtete sollen nach den Vorstellungen Holetscheks künftig Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten.Die CSU erwartet von Alexander Schweitzer eine rasche Umsetzung der geplanten Reformen und die Vorlage des Gesetzentwurfs zum Rentenpaket noch im Oktober. Das sagte der bayerische CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek dem „Tagesspiegel“.Holetschek erklärte, die Erwartungshaltung der Union sei klar: Die Reformen müssten jetzt rasch umgesetzt werden, der Entwurf müsse möglichst bald vorliegen.Holetschek fordert Änderungen im SozialstaatNach den Vorstellungen des CSU-Fraktionschefs sollen Fehlanreize im Sozialstaat beseitigt und Mitwirkungspflichten durchgesetzt werden.

Außerdem müsse der Sozialleistungsmissbrauch konsequent verfolgt werden.Für Geflüchtete aus der Ukraine fordert Holetschek eine künftige Leistungsgewährung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz statt des Bürgergelds. Der Bund müsse die Kosten ihrer Unterstützung vollständig übernehmen, damit Länder und Kommunen nicht zusätzlich belastet würden.Schweitzer soll Arbeitsressort übernehmenAuf die Zusammenarbeit mit dem künftigen Bundesarbeitsminister Schweitzer freue sich die Union nach Holetscheks Worten.

Schweitzer ist SPD-Politiker.Holetschek sagte zudem, man denke in den schweren Stunden und Tagen an Bärbel Bas und wünsche ihr alles erdenklich Gute.
Die Forderung der CSU fällt in eine Phase, in der die schwarz-rote Koalition bei der Rentenreform unter erheblichem Zeitdruck steht. Im Sommer hatten Union und SPD mehrere Vorhaben vereinbart, die bis Weihnachten auf den Weg gebracht werden sollten.

Bei der Rente sind jedoch zentrale Fragen offen, darunter der Umgang mit der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren.Der von Klaus Holetschek verlangte Gesetzentwurf ist deshalb politisch mehr als ein formaler nächster Schritt. Mit einem konkreten Text würden die Koalitionspartner gezwungen, ihre unterschiedlichen Vorstellungen zu Finanzierung, Leistungsumfang und den weiteren Reformelementen offenzulegen.

Für die Union geht es zugleich darum, Handlungsfähigkeit bei einem zentralen Wahlkampfthema zu demonstrieren.Hoher Zeitdruck für die KoalitionDie Debatte über den Termin ist inzwischen eng mit dem Wechsel an der Spitze des Arbeitsministeriums verbunden.

Alexander Schweitzer soll das Ressort übernehmen, nachdem Bärbel Bas ihr Amt niedergelegt hat. Der neue Minister müsste damit unmittelbar ein politisch und sozial besonders sensibles Vorhaben übernehmen.Zusätzliche Bedeutung hat Holetscheks Forderung nach Änderungen beim Bürgergeld für Geflüchtete aus der Ukraine. Sie verbindet die Rentendebatte mit den Kosten des Sozialstaats und der Verteilung der finanziellen Lasten zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Ob der Gesetzentwurf tatsächlich noch im Oktober vorgelegt wird, entscheidet damit auch über den weiteren Takt der Koalitionsarbeit.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragentaz: „Rücktritt von SPD-Chefin: Bas tritt Amt ab“ (12.10.2026)Der Beitrag bestätigt den Wechsel Alexander Schweitzers ins Bundesarbeitsministerium und ordnet ihn in den Rücktritt von Bärbel Bas ein. Als Schwerpunkt nennt er den politischen Druck auf das Arbeitsministerium, weil vereinbarte Vorhaben zur Rente und Arbeitszeitflexibilisierung bislang nicht vorgelegt worden waren.tagesschau: „Schwarz-Rot unter Druck: Wie die Koalition Vertrauen zurückgewinnen will“ (11.10.2026)Die Analyse beschreibt den Streit über zentrale Rentenfragen und den wachsenden Zeitdruck für die Koalition. Anders als der CSU-Vorstoß stellt sie die Rentenreform in den größeren Zusammenhang des stockenden Reformprogramms und der angespannten Zusammenarbeit von Union und SPD.Beide Beiträge verbinden die Rentenfrage mit der Handlungsfähigkeit der Koalition. Offen bleibt, wie schnell der angekündigte Gesetzentwurf vorgelegt wird und ob die unterschiedlichen Positionen innerhalb von Union und SPD in einen gemeinsamen Entwurf münden.

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