Quecksilberverdacht: DHL-Depot in Leizen wird evakuiert

heute 20:17 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Ein DHL-Standort in Leizen ist nach dem Fund eines möglichen Gefahrstoffs abgesperrt worden. Ein Mitarbeiter klagte über Unwohlsein, während Spezialkräfte Depot und Zustellfahrzeug untersuchen.

Polizei (Archiv)
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via dts Nachrichtenagentur

In einem DHL-Depot in Leizen in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Gefahrstoff entdeckt worden, bei dem es sich möglicherweise um Quecksilber handelt. Die Polizei sperrte den Standort ab und leitete einen Großeinsatz ein, nachdem ein Mitarbeiter über Unwohlsein geklagt hatte.Depot und Zustellfahrzeug untersuchtDer Standort wurde evakuiert. Ein Gefahrgutzug untersuchte das Gelände sowie das betroffene Zustellfahrzeug.Spezialkräfte sind vor Ort, um die Lage zu klären. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Quecksilber ausgetreten ist und ob weitere Sendungen betroffen sein könnten.Zusammenhang mit früherem Vorfall geprüftBereits in der vergangenen Woche hatte es einen ähnlichen Vorfall in Neustadt-Glewe gegeben.

Dabei wurden zwei Frauen durch Quecksilber vergiftet.Die Polizei ermittelt in diesem Zusammenhang wegen eines versuchten Verbrechens. Im aktuellen Fall konzentrieren sich die Ermittlungen den vorliegenden Angaben zufolge auf den unerlaubten Umgang mit gefährlichen Stoffen und versuchte gefährliche Körperverletzung.Befürchtung weiterer kontaminierter PaketeEs besteht die Befürchtung, dass weitere kontaminierte Pakete im Postnetz vorhanden sein könnten. Ob ein Zusammenhang zwischen den Fällen besteht und wie viele Sendungen betroffen sein könnten, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall, dessen Dämpfe und bestimmte Verbindungen bereits in vergleichsweise kleinen Mengen gesundheitsschädlich sein können.

Bei einem möglichen Austritt in einem Logistikstandort steht deshalb zunächst die Gefahrenabwehr im Mittelpunkt: Räumung, Absperrung, Messungen und die Sicherung betroffener Fahrzeuge oder Sendungen sollen verhindern, dass weitere Personen Kontakt mit dem Stoff bekommen.Die besondere Bedeutung des Vorgangs ergibt sich aus dem zeitlichen Zusammenhang mit dem bereits gemeldeten Vorfall in Neustadt-Glewe. Dort wurden nach Angaben der dts-Meldung zwei Frauen durch Quecksilber vergiftet; die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Verbrechens. Der erneute Fund in einem DHL-Depot erweitert damit den möglichen Tatort- und Ermittlungsbereich auf den Pakettransport.Gefahr für das PostnetzSollten weitere kontaminierte Pakete im Umlauf sein, müssten Transportwege, Umschlagplätze und Empfänger identifiziert werden.

Für Anwohner und Kunden ist entscheidend, dass verdächtige Sendungen nicht geöffnet oder weiter bewegt werden.

Die konkrete Gefährdung hängt davon ab, in welcher Form das Quecksilber vorliegt, wie viel Stoff vorhanden ist und ob es zu einer Freisetzung gekommen ist.Ermittlungen und nächste SchritteDie Spezialkräfte untersuchen deshalb nicht nur das Depot, sondern auch das betroffene Zustellfahrzeug. Erst die Messungen und die kriminaltechnische Auswertung können klären, ob der Verdacht bestätigt wird, wie der Stoff dorthin gelangte und ob beide Ereignisse zusammenhängen.

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