Olympia-Bewerbung: München soll Deutschland international vertreten

heute 16:02 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

München soll Deutschland im internationalen Rennen um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 vertreten. Die Bundesregierung setzt auf eine gemeinsame Bewerbung, während Anja Karliczek bundesweite Impulse für Hotels, Gastronomie und das Image des Reiselandes erwartet.

Hotel (Archiv)
Hotel (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

München ist nach der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbunds die deutsche Bewerberstadt für Olympische und Paralympische Spiele. Nach Ansicht der Vorsitzenden des Tourismusausschusses des Bundestages, Anja Karliczek (CDU), könnte ein Zuschlag der gesamten deutschen Tourismuswirtschaft zusätzlichen Auftrieb geben.Karliczek sagte der „Rheinischen Post“, Olympia würde nicht nur München und der angrenzenden Region, sondern dem ganzen Land einen neuen Boom geben.Karliczek sieht Wirkung über Bayern hinausSeit den Spielen von Paris sei die Strahlkraft großer Veranstaltungen für die Tourismuswirtschaft sichtbar, erklärte Karliczek. Sie verwies auf mögliche Effekte für Hotelbuchungen und Gastronomie sowie auf einen Imagegewinn Deutschlands als Reiseziel.Die Tourismuspolitikerin forderte zugleich, die Begeisterung für die deutsche Bewerbung zu nutzen.

Diese sei bei allen drei Bewerbungen spürbar gewesen und müsse nun in die internationale Bewerbung einfließen.Merz gratuliert München und BayernBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gratulierte München und Bayern herzlich. Den unterlegenen Bewerbern Köln-Rhein-Ruhr und Nordrhein-Westfalen sowie Hamburg und Berlin dankte er ausdrücklich für ihre Bewerbungen und ihren Einsatz.Deutschland werde nun gemeinsam mit seinem Olympia-Kandidaten auf das Großereignis hinfiebern, sagte Merz. „Wir gehen mutig voran: Deutschland kann Olympia. Wir packen jetzt gemeinsam die internationale Bewerbung an.“Internationale Bewerbung steht bevorMit der Auswahl Münchens ist die deutsche Standortentscheidung gefallen.

Der DOSB will sich mit München für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben.Zum Münchner Konzept gehört Kiel als Austragungsort für die Segelwettbewerbe. Über den internationalen Zuschlag entscheidet das Internationale Olympische Komitee zu einem späteren Zeitpunkt.
Mit der Auswahl Münchens beginnt für Deutschland nicht die Ausrichtung der Spiele, sondern zunächst die internationale Bewerbungsphase. Der Deutsche Olympische Sportbund will sich für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben; das Internationale Olympische Komitee soll über den Austragungsort 2036 voraussichtlich 2029 entscheiden.Die Entscheidung beendet einen mehrstufigen nationalen Auswahlprozess. Neben München hatten sich zunächst Köln-Rhein-Ruhr und Berlin beworben.

Berlin zog seine Kandidatur kurz vor der DOSB-Abstimmung zurück, während Hamburg bereits nach einem negativen Bürgervotum ausgeschieden war. Die Evaluierung des DOSB sah München mit 87,03 Punkten knapp vor Köln-Rhein-Ruhr mit 85,02 Punkten.Tourismus als Argument und PrüfsteinKarliczeks erwarteter Tourismuseffekt knüpft an die typischen wirtschaftlichen Wirkungen internationaler Großveranstaltungen an: zusätzliche Nachfrage nach Unterkünften, Gastronomie, Verkehr und Freizeitangeboten sowie weltweite Aufmerksamkeit für den Gastgeber. Davon könnten bei einem Münchner Zuschlag auch Regionen außerhalb Bayerns profitieren, falls Wettbewerbe und Trainingslager über mehrere Standorte verteilt werden.Der Nutzen wäre jedoch an die konkrete Finanzierung, die Nutzung vorhandener Infrastruktur und eine breite gesellschaftliche Zustimmung gebunden.

München plant nach den bisherigen Angaben ein kompaktes Konzept mit Kiel als Standort für die Segelwettbewerbe. Für Reisende und Betriebe entsteht damit zunächst vor allem ein langfristiger Erwartungshorizont; konkrete Effekte hängen von der späteren internationalen Entscheidung und der Ausgestaltung der Bewerbung ab.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragenntv: „Offiziell: München erhält Zuschlag für deutsche Olympia-Bewerbung“ (26.09.2026)Der Artikel bestätigt Münchens Auswahl durch die DOSB-Mitglieder und ordnet sie als nächsten deutschen Anlauf nach mehreren gescheiterten Bewerbungen ein. Zusätzlich nennt er Kiel als Segelstandort und verweist auf die erwartete IOC-Entscheidung für 2036 im Jahr 2029.tagesschau: „Deutsche Olympia-Bewerbung: Wer macht das Rennen?“ (26.09.2026)Der Beitrag beschreibt den Auswahlprozess, die internationale Konkurrenz und die geplanten Bewerbungsperspektiven. Im Unterschied zum bereits entschiedenen Vorgang lag sein Schwerpunkt vor der Abstimmung auf den offenen Fragen zu Kandidaten, Stimmenverteilung, Nachhaltigkeit und dem möglichen Austragungsjahr.Beide Beiträge stellen München als deutschen Kandidaten und die nächste internationale Bewerbungsphase heraus. Unterschiede ergeben sich vor allem aus dem Zeitpunkt: Während ntv die Entscheidung und ihre Folgen bilanziert, erklärt die tagesschau die Voraussetzungen und offenen Schritte vor dem abschließenden IOC-Votum.

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