Ohne Kompass: US-Börsen schwanken – Halbleiterwerte tiefrot

vor 17 Minuten, dts-nachrichtenagentur.de

Zum Wochenstart fehlte den US-Aktienmärkten der rote Faden – bei Chip-Unternehmen schlug die große Ernüchterung zu.

New York Stock Exchange (Archiv)
New York Stock Exchange (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Es war einer dieser Börsentage, an denen das Gesamtbild nicht recht zusammenpassen will: Der Dow Jones trampelte leicht nach oben und schloss mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 53.417 Punkten.

Gleichzeitig taumelten die Technologiewerte aus dem Nasdaq um rund ein Prozent nach unten – am Ende standen dort nur 29.023 Zähler auf der Anzeigetafel. Beim S&P 500 das umgekehrte Bild: ein Minus von 0,3 Prozent auf 7.653 Zähler.

Besonders hart erwischte es die Chip-Branche. Namen wie Intel und Nvidia mussten jeweils drei Prozent abgeben, während es bei Micron Technology, Sandisk oder Seagate noch heftiger bergab ging – sie verloren etwa sechs Prozent. Solche Talfahrten lassen nicht nur Aktionäre nervös aufhorchen, sondern werfen auch die Frage auf, ob der KI-Hype langsam Risse bekommt oder schlicht Gewinnmitnahmen einsetzen.



Auf der anderen Seite: Die Renditen für US-Staatsanleihen fielen – offenbar auch, weil das amerikanische Finanzministerium über ein Rückkaufprogramm neu nachdenkt. Die Nachricht dürfte konservative Anleger erleichtert haben.



Übrigens: Der Euro verlor etwas an Boden, notierte am Abend bei 1,1663 US-Dollar. Der Dollar, im Umkehrschluss, kostete 0,8574 Euro. Gold dagegen glänzte: Für eine Unze wurden am Ende des Tages stolze 4.651 Dollar aufgerufen, das entspricht 128,21 Euro pro Gramm – immerhin ein Plus von einem Prozent. Öl hingegen ging förmlich baden.

Die Nordsee-Sorte Brent sackte um 2,5 Prozent ab und stand am Abend, deutscher Zeit, bei ziemlich genau 92,02 Dollar das Barrel.
Am Montag bewegten sich die US-Börsen uneinheitlich: Während der Dow Jones moderat anstieg, rutschten Technologiewerte wie an der Nasdaq ab, angetrieben von einem Ausverkauf bei prominenten Chip-Herstellern wie Intel, Nvidia, Micron, Sandisk und Seagate. Sinkende Staatsanleiherenditen und die Überlegung der US-Regierung, Rückkaufprogramme neu zu finanzieren, sorgten für zusätzliche Dynamik. Aktuelle Berichte betonen, dass geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten – etwa um globale Lieferketten von Halbleitern oder geldpolitische Wende in den USA – weiterhin bedeutenden Einfluss auf die Stimmung an den Märkten haben.

Inzwischen verdichten sich auch Sorgen, dass sich der KI-Boom abkühlen könnte, was die Volatilität in der Branche weiter schürt. Parallel dazu bleibt die Entwicklung des Euro-Wechselkurses und der Rohstoffpreise – insbesondere bei Gold und Öl – ein Spiegelbild der globalen Unsicherheit.


Auf www.faz.net beleuchtet ein aktueller Artikel die Unsicherheit an den globalen Aktienmärkten, besonders ausgelöst durch neue Konjunkturdaten aus China und Sorgen vor einer möglichen strafferen Geldpolitik der US-Notenbank. Besonders auffällig ist laut FAZ, dass Anleger weiterhin zwischen Inflationsängsten und Hoffnung auf sinkende Zinsen schwanken und dies die Volatilität an den Börsen sowie die starke Nachfrage nach Gold beeinflusst (Quelle: FAZ).
Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass die Schwäche der Technologie- und Halbleiteraktien nicht nur auf neue Exportrestriktionen aus den USA zurückzuführen ist, sondern auch auf einen globalen Rückgang bei der Nachfrage nach Konsumelektronik – was die Gewinnerwartungen von Unternehmen wie Nvidia oder Intel dämpft (Quelle: Süddeutsche Zeitung).
Laut spiegel.de beschäftigt die Marktteilnehmer auch die Ankündigung des US-Finanzministeriums, in Zukunft stärker in heimische Infrastruktur zu investieren, was deutliche Bewegungen bei Anleihen, Aktien und Rohstoffpreisen hervorruft; der Turbulenzen bei Halbleiterwerten drohen zudem, die Erholung in anderen Sektoren auszubremsen (Quelle: Spiegel Online).

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