16.09.2020 - 11:42 Uhr

Trotz g?nstiger Immobilienpreise - Eigentumsquote im Osten ein Viertel so gro? wie im Westen

N?rnberg - Eine immowelt Analyse der Kaufpreise und Eigentumsquoten in deutschen Stadtkreisen zeigt: - G?nstige Preise, kaum Eigentum: In nur 12 Prozent der Leipziger und 14 Prozent der Dresdner Immobilien wohnt der Eigent?mer - bei Quadratmeterpreisen von rund 2.500 Euro - Berlin mit ...

N?rnberg - Eine immowelt Analyse der Kaufpreise und Eigentumsquoten in deutschen Stadtkreisen zeigt:

- G?nstige Preise, kaum Eigentum: In nur 12 Prozent der Leipziger und 14 Prozent der Dresdner Immobilien wohnt der Eigent?mer - bei Quadratmeterpreisen von rund 2.500 Euro - Berlin mit geringer Eigentumsquote von 15 Prozent und inzwischen hohen Kaufpreise von 4.530 Euro pro Quadratmeter - Trotz hoher Preise lebt in M?nchen und Hamburg knapp jeder 4. Einwohner in der eigenen Immobilie - H?chste Eigentumsquoten in kleinen St?dten: Fast jeder 2. besitzt in Salzgitter und Heilbronn eine Immobilie

Trotz steigender Kaufpreise sind besonders in den ostdeutschen Gro?st?dten Immobilien nach wie vor vergleichsweise g?nstig. Dennoch besitzen dort deutschlandweit die wenigsten Menschen Wohneigentum. Eine Analyse von immowelt hat die Angebotspreise von Wohnungen (40 bis 120 Quadratmeter) mit den Eigentumsquoten der kreisfreien St?dte mit mehr als 100.000 Einwohnern vergleichen. Die geringste Eigentumsquote aller untersuchten St?dte hat demnach Leipzig: Gerade einmal jede 8. Wohnung (12 Prozent) wird vom Eigent?mer bewohnt. Und das obwohl die Kaufpreise mit im Median 2.400 Euro pro Quadratmeter vergleichsweise g?nstig sind. Das gleiche Bild zeigt sich auch in Dresden und Rostock, wo jeweils 14 Prozent Immobilieneigentum besitzen. Das Preisniveau ist mit 2.510 Euro in der s?chsischen Landeshauptstadt und 2.810 Euro in der Hansestadt nur minimal h?her.

Auch in Berlin ist die Eigentumsquote mit 15 Prozent niedrig. Generell ist bei den gr??ten St?dten der Anteil an Eigent?mern in der Regel am geringsten. Besonders im jungen Berlin leben viele Berufsanf?nger oder Studenten zur Miete in den Szenevierteln. Hinzu kommt, dass in der Hauptstadt Wohneigentum deutlich teurer ist: Aktuell werden mittlere Preise von 4.530 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. F?r viele Mieter r?ckt der Traum vom Eigenheim in immer weitere Ferne.

Historisch bedingt: Geringe Eigentumsquote im Osten

Unter den 10 St?dten mit der niedrigsten Eigentumsquote befinden sich 9 St?dte aus den neuen Bundesl?ndern, inklusive Berlin. Darunter auch Chemnitz (16 Prozent), das mit 1.100 Euro pro Quadratmeter die g?nstigsten Kaufpreise aller untersuchten St?dte aufweist. Der geringe Anteil an Immobilienbesitzern im Osten hat auch historische Gr?nde. W?hrend in Westdeutschland in der Folge des Wirtschaftswunders viele B?rger Kapital in Form von Geld, Gold, Aktien und Immobilien ansparen konnten, war in der DDR der private Verm?gensaufbau nur stark eingeschr?nkt m?glich. Wohnungen in Mehrfamilienh?user waren Volkseigentum oder im Eigentum von Genossenschaften. Auch eine Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen war nicht gestattet. Der private Wohnungsbau in der DDR beschr?nkte sich daher auf Ein- und Zweifamilienh?user. Dies macht sich bis heute bemerkbar - auch dadurch, dass im Osten deutlich weniger Immobilien vererbt werden.

"Deutschland hat unter den Staaten der OECD die zweitniedrigste Wohneigentumsquote. Die relativ hohe Grunderwerbssteuer und die fehlende steuerliche Abzugsm?glichkeit von Hypothekenzinsen f?r Eigennutzer sind zwei Gr?nde, bei denen der Staat ansetzen sollte", sagt Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO von immowelt. "Immobilieneigentum ist ein wichtiger Baustein f?r die Altersvorsorge. Das Ziel der Politik muss sein, mehr Menschen den Zugang dazu zu erleichtern."

Jeder 4. M?nchner lebt im Eigenheim

Dass in Westdeutschland mehr Immobilien in privatem Besitz sind, zeigt sich auch in M?nchen. In jeder 4. Immobilie (24 Prozent) wohnt der Eigent?mer - und das obwohl die Kaufpreise mit Abstand am teuersten sind. 8.100 Euro werden derzeit f?r Quadratmeter verlangt. Die M?nchner verdienen tendenziell zwar auch deutlich mehr als beispielsweise Leipziger, dass aber doppelt so viele Menschen eine Immobilie besitzen, ist vor allem historisch bedingt. Dies zeigt sich auch in Hamburg, wo trotz Kaufpreisen jenseits der 5.000-Euro-Marke 23 Prozent in Eigentum wohnen. Je kleiner die St?dte werden, desto h?her ist in der Regel auch die Wohneigentumsquote. Das zeigt sich zum Beispiel im hochpreisigen Freiburg (4.770 Euro) mit einem Anteil von 28 Prozent. In Ingolstadt (je 4.690 Euro) sind es gar 39 Prozent. Eine Sonderstellung nimmt Bremen (2.480 Euro) ein: Mit 39 Prozent Eigent?mern ist Bremen die einzige Stadt mit ?ber 500.000 Einwohnern unter den Top 10.

An der Spitze ist Salzgitter: Fast die H?lfte der Einwohner (48 Prozent) verf?gen ?ber eine Immobilie. Die niedrigen Kaufpreise von 1.140 Euro pro Quadratmeter wirken sich dabei positiv aus. Dahinter folgt Heilbronn (45 Prozent), wenngleich das Preisniveau ein komplett anderes ist: 3.370 Euro werden dort f?r den Quadratmeter f?llig. Daneben weisen noch Wolfsburg und Hamm eine Quote von ?ber 40 Prozent auf.

Ausf?hrliche Ergebnistabellen zu den untersuchten Stadtkreisen stehen hier zum Download bereit. (https://content.cdn.immowelt.com/iw_group/Redaktion/Pressemitt eilungen/2020/2020_09_16_Tabellen_Eigentumsquote_Kaufpreise.pdf?v=1600155116)

Ein druckf?higes Foto von Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO von immowelt, steht hier zur Verf?gung. (https://www.immowelt-group.com/presse/bilder-und-logos/)

Berechnungsgrundlage:

Datenbasis f?r die Berechnung der Kaufpreise in den kreisfreien St?dten ?ber 100.000 Einwohner waren auf immowelt.de inserierte Angebote. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise. Dabei wurden ausschlie?lich Angebote ber?cksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise geben den Median der im 1. Halbjahr 2020 auf immowelt.de angebotenen Eigentumswohnungen (40 bis 120 Quadratmeter) wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. Die Wohneigentumsquote ist der Anteil selbstgenutzter Wohnungen an allen Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngeb?uden. Der restliche Anteil entf?llt auf vermietete Wohnungen. Die Daten f?r die Wohneigentumsquoten aus 2019 in den kreisfreien St?dten stammen von empirica regio (? Statistische ?mter des Bundes und der L?nder).

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?ber immowelt.de:

Das Immobilienportal http://www.immowelt.de ist einer der f?hrenden Online-Marktpl?tze f?r Wohnungen, H?user und Gewerbeimmobilien. Gemeinsam mit immonet.de verzeichnet das Immobilienportal eine Reichweite von monatlich 65 Millionen Visits*. Immowelt.de ist ein Portal der immowelt Group, die mit bauen.de und umzugsauktion.de weitere reichweitenstarke Portale betreibt und leistungsstarke CRM-Software f?r die Immobilienbranche entwickelt. Die immowelt Group ist eine Tochter der Axel Springer SE.

* Google Analytics; Stand: Mai 2020

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