13.03.2020 - 17:28 Uhr

DFL beschließt Aussetzung des Spielbetriebs der 1. und 2.Bundesliga bis Anfang April

Nach weiteren Verdachtsfällen in den Proficlubs der 1. und 2.Bundeliga entschließt sich das Präsidium der DFL zu einer Einstellung des Spielbetriebs.

Die Corona-Pandemie hat endgültig den deutschen Profifußball erreicht. Nachdem in dieser Woche mehrere Spieler von Hannover 96 positiv auf den Corona-Erreger getestet wurden, gab es im Verlauf des heutigen Tages weitere Verdachtsfälle im direkten Umfeld des Profifußballs. Nach einer Krisensitzung beschloss das Präsidium der DFL daraufhin, die am Abend angesetzten Partien der 1. und 2.Bundesliga abzusagen. In einer Pressekonferenz in Frankfurt/M. teilte die DFL-Leitung außerdem mit, dass der gesamte Spielbetrieb voraussichtlich bis zum 2.April ruhen wird. Das anschließende weitere Vorgehen hängt von der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Die Zustimmung der am Montag tagenden Vertreter der 36 Proficlubs ist lediglich Formsache.
Als Grund für die kurzfristige Meinungsänderung nannte die DFL das Auftauchen von Corona-Verdachtsfällen bei mehreren Proficlubs. Nachdem sich bereits die beiden Zweitligamannschaften von Hannover 96 und dem 1.FC Nürnberg unter Quarantäne befinden, wäre der weitere Ausschluss von ganzen Clubs vom Spielbetrieb nicht zu vermeiden gewesen. Die DFL hat angekündigt, in der Länderspielpause mit den Vereinen über das weiter Vorgehen in dieser Saison zu beraten. Bis zur Länderspielpause wird auch feststehen, wie die UEFA in Bezug auf die Anfang Juni startende Europameisterschaft agieren wird. Kommt es zu einer Absage oder Verschiebung der EM auf nächstes Jahr, könnten die Partien im Juni nachgeholt werden. Das Ziel der DFL ist weiterhin der reguläre Abschluss der Saison bis zum Sommer. Dies ist aus Fairnessgründen und aus finanziellen Erwägungen heraus, dringend erforderlich, ließ die DFL verlauten. Ohne die Einnahmen aus den noch ausstehenden Spieltagen, könnte es für einige der Proficlubs zu existenzbedrohenden finanziellen Engpässen kommen.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix