22.02.2021 - 17:37 Uhr

Sch?n: Digitale Bildung - Kr?fte noch st?rker b?ndeln und Tempo weiter erh?hen

Berlin - Schulen brauchen ein zukunftssicheres ?kosystem Am heutigen Montag fand der Online-Dialog ?ber Perspektiven und Anforderungen an die Bildung in der digitalen Welt mit der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sowie Expertinnen und Experten der digitalen Bildung statt. Zudem wurden ...

Berlin - Schulen brauchen ein zukunftssicheres ?kosystem

Am heutigen Montag fand der Online-Dialog ?ber Perspektiven und Anforderungen an die Bildung in der digitalen Welt mit der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sowie Expertinnen und Experten der digitalen Bildung statt. Zudem wurden aktuelle Zahlen zur Umsetzung des DigitalPakt Schule ver?ffentlicht. Dazu erkl?rt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag Nadine Sch?n:

"In der Pandemie wird deutlich: Digitale Schulbildung ist als fester Bestandteil zuk?nftiger Schulkonzepte zu begreifen. Ziel muss es dabei sein, dass Schulen sowohl analoges als auch digitales Lehren und Lernen beherrschen. Die Erwartungen an eine gute digitale Bildung in Deutschland gehen weit ?ber das hinaus, was viele Familien in der aktuellen Situation mit Distanz- und Wechselunterricht erleben.

Schulen, Lehrkr?fte, Eltern und Ehrenamtliche haben in den letzten Wochen und Monaten sehr viele gute, wirksame und kreative L?sungen auf den Weg gebracht. Besser w?re es gewesen, es h?tte ?berall schon wirksame L?sungen und Strategien f?r digitale Bildung gegeben. Ich finde es wichtig, dass im heutigen Dialog ?ber den Status Quo und gleichzeitig ?ber k?nftige Perspektiven diskutiert wird.

Schulen sind auf eine ausreichende digitale Infrastruktur angewiesen, um digitale Angebote und Videokonferenzen in den Schulalltag zu integrieren. Es ist unverst?ndlich, warum selbst in Gro?st?dten viele Schulen noch nicht an leistungsf?hige Netze angeschlossen sind. Deshalb ist die schnelle Umsetzung des DigitalPakt Schule so wichtig. Erfreulich, dass jetzt Schwung in den Mittelabfluss gekommen ist. Bedauerlich, dass es in manchen L?ndern so lange dauert, bis die insgesamt 6,5 Milliarden Euro, die der Bund bereits vor zwei Jahren zur Verf?gung gestellt hat, auch wirklich in den Schulen ankommen. Die Soforthilfe, die der Bund etwa zur Anschaffung von Tablets und Laptops f?r Sch?lerinnen und Sch?ler und Lehrkr?fte zus?tzlich leistet, ist wichtig, um allen Kindern und Jugendlichen die Teilhabe an Bildung in der momentanen Krise zu erm?glichen. Das wird gut angenommen.

Doch mit Geld allein wird digitale Bildung nicht verwirklicht. Geschaffen werden muss ein zukunftssicheres ?kosystem f?r digitale Bildung, in dem sich innovative und kreative L?sungen im Wettbewerb entwickeln k?nnen. Bundeshilfe ist daf?r nur ein Baustein. Den eigentlichen Kraftakt m?ssen die L?nder und Kommunen leisten, die f?r Schulbildung die Verantwortung im f?derativen System tragen, und die Schulen selbst. Es braucht die Entwicklung eines ?bergreifend geltenden, rechtssicheren Handlungsrahmens sowie zentrale Leitlinien f?r die organisatorische, personelle und technische Umsetzung von digitaler Bildung in Schule und zu Hause. Dass 16 Mal neu entschieden wird, ob ein Tool f?r den Schulunterricht zugelassen wird oder nicht, ist ein Unding. Alle Betroffenen - Schulen, Lehrkr?fte, Sch?lerinnen und Sch?ler sowie Eltern - m?ssen bef?higt und unterst?tzt werden. Aus der Krise lernen hei?t: 2021 die Kr?fte noch st?rker b?ndeln und das Tempo im Infrastrukturausbau der Schulen und bei der digitalen Weiterbildung der Lehrkr?fte weiter erh?hen.

Mit den von Ministerin Karliczek vorgeschlagenen Kompetenzzentren und dem Nationalen Bildungsraum schaffen wir bundesseitig nun zwei wichtige Innovationsmotoren und Voraussetzungen f?r das Gelingen von lebenslanger digitaler Bildung. Dabei darf es nicht bleiben. Wir m?ssen auch Strukturen hinterfragen und den F?deralismus, gerade bei der Bildung, neu denken."

Hintergrund:

Knapp 488 Millionen Euro sind bis zum Jahresende 2020 aus dem Digitalpakt Schule abgeflossen. Das geht aus den Zahlen hervor, welche die L?nder halbj?hrlich zum 15. Februar (Stichtag 31. Dezember) und zum 15. August (Stichtag 30. Juni) an den Bund melden. Die Mittelbindung - also bereits beantragte, aber noch nicht abgerufene Summen - liegt mit rund 875 Millionen Euro fast doppelt so hoch. Die bereits verausgabten und bewilligten Mittel belaufen sich auf insgesamt 1,363 Mrd. Euro. Von den abgeflossenen Mitteln stammen rund 376 Mio. Euro aus dem Sofortausstattungsprogramm, das Bund und L?nder im Zuge der Pandemie 2020 auf den Weg gebracht haben. Der DigitalPakt Schule l?uft bis 2024. Im Zuge der Corona-Pandemie haben Bund und L?nder mit drei Zusatzvereinbarungen den DigitalPakt Schule ausgeweitet:

- 500 Millionen Euro f?r ein Sofortausstattungsprogramm, damit Schulen Endger?te anschaffen und an Sch?lerinnen und Sch?ler ausleihen k?nnen, die Zuhause keine eigenen Ger?te nutzen k?nnen. Es trat am 4. Juli 2020 in Kraft. - 500 Millionen Euro zur F?rderung von Administratoren, die sich um die digitale Technik k?mmern sollen. Sie trat am 4. November 2020 in Kraft. Zahlen zum Mittelabfluss werden zum n?chsten Stichtag (30.06.2021) erstmals erhoben. - 500 Millionen Euro, um Leihger?te f?r Lehrkr?fte zu beschaffen. Diese Ma?nahme trat am 28. Januar 2021 in Kraft und damit nach dem Stichtag f?r die vorliegenden Zahlen.

Die CDU/CSU-Fraktion ist die gr??te Fraktion im Deutschen Bundestag. Sie repr?sentiert im Parlament die Volksparteien der Mitte und f?hlt sich Freiheit, Zusammenhalt und Eigenverantwortung verpflichtet. Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes setzt sich die Unionsfraktion f?r einen starken freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat, die soziale und ?kologische Marktwirtschaft, die Einbindung in die westliche Wertegemeinschaft sowie f?r die Einigung Europas ein. Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag ist Ralph Brinkhaus.

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