21.05.2020 - 22:51 Uhr

Kommentar zu Lufthansa

Stuttgart - Mit neun Milliarden Euro will der Staat der Lufthansa unter die Arme greifen. Anders als die meisten von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen soll die Fluggesellschaft nicht nur Kredite erhalten, sondern auch üppige Eigenkapitalspritzen. Bis zur Corona-Krise war die Fluggesellschaft kerngesund. ...

Stuttgart - Mit neun Milliarden Euro will der Staat der Lufthansa unter die Arme greifen. Anders als die meisten von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen soll die Fluggesellschaft nicht nur Kredite erhalten, sondern auch üppige Eigenkapitalspritzen. Bis zur Corona-Krise war die Fluggesellschaft kerngesund. Wegen der Reisebeschränkungen brachen die Passagierzahlen dann um 99 Prozent ein. Anders als bei den Bankenrettungen muss die Allgemeinheit hier also nicht für hausgemachte Probleme aufkommen. Sie leistet vielmehr Hilfe für einen Neustart in schwierigen Zeiten, der gute Chancen auf Erfolg hat. Denn selbst wenn die Corona-Krise das Reiseverhalten nachhaltig verändern und das Passagieraufkommen nie wieder das Vorkrisenniveau erreichen sollte - eine Verbesserung gegenüber dem Status quo ist gewiss. Und damit dürfte auch der Wert der Staatsanteile steigen.

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