17.02.2021 - 06:01 Uhr

Kanzlerkandidat Olaf Scholz glaubt an die Kanzlerschaft

Der Kanzlerkandidat der SPD Olaf Scholz gibt sich am politischen Aschermittwoch vor den Kundgebungen der Parteien mit Blick auf die Wahl des Bundestags siegessicher.

Der Politiker der SPD sagte gegenüber der "Passauer Neuen Presse" für die Ausgabe am Mittwoch, 17. Februar 2021, dass die SPD einen Kanzlerkandidaten so früh benannt habe, sei ein klarer Vorteil. Dass die Grünen sowie die CDU und CSU dafür sehr viel mehr Zeit benötigen würden, hätte man gewusst. Zwischenzeitlich werde die Zeit zur Vorbereitung des Regierungsprogramms und der Kampagne genutzt mit dem Ziel der Erreichung eines sehr guten Ergebnisses und nach der Wahl "den Kanzler zu stellen."

Bei der Wahl im Bundestag trete erstmals seit dem Jahr 1949 kein Amtsinhaber an, erklärte der Kanzlerkandidat und führte weiter aus, dass die Zahl der Parteien, welche es in den Bundestag schaffen könnten, hoch sei und die stärkste Partei längst nicht so stark sein werde, wie vor dreißig Jahren, was die Grundlage dafür sei, dass die SPD die zukünftige Regierung führen könnte.

Olaf Scholz antwortete auf die Frage, ob er unter einer Kanzlerin oder einem Kanzler von den Grünen arbeiten würde, dass er als Bundeskanzler kandidiere, das Amt auch erringen wolle und auf Sieg spielen würde. Kurz und knapp mit "Ich" war die Antwort auf die Frage, wer in einem Jahr Kanzler sein werde. Er engagiere sich zurzeit als Bundesfinanzminister und Vizekanzler im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie und die Folgen "mit voller Kraft", fügte der SPD-Politiker hinzu. Eine weitere Ausnahme von der Schuldenbremse im Haushalt zu der Finanzierung von den finanziellen Belastungen schließt Olaf Schulz nicht grundsätzlich aus und sagt, dass dies ein möglicher Weg wäre, jedoch gebe es aber auch andere. Laut Olaf Schulz werden zurzeit in den Parteien ganz verschiedene Alternativen diskutiert.
Er stelle fest, dass das allgemeine Bewusstsein für Probleme bei den Fragen zum Haushalt zunehmen würde. Auch wenn in diesem Jahr alles sehr gut laufe, werde nicht erneut auf die Einnahmen-Straße, von welcher man aufgrund von Covid-19 abgebogen sei, zurückgekehrt und gleichzeitig würden die Ausgaben hoch bleiben. Sparen bei den Investitionen wäre gefährlich und fahrlässig und damit würde die Zukunft des Landes verspielt werden, so Olaf Schulz.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, Ever True Smile