16.09.2020 - 13:37 Uhr

BPI zum Vor-Ort-Apotheken-Gesetz: Versorgungssicherheit gew?hrleisten

Berlin - Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) fordert den Deutschen Bundestag auf, im Rahmen des Vor-Ort-Apothekengesetzes (VOAG) die Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln zu gew?hrleisten: "Wir ben?tigen einheitliche Preisstrukturen einerseits und andererseits eine belastbare Versorgungsstruktur durch eine stabile Produktion und Entwicklung in Deutschland ...

Berlin - Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) fordert den Deutschen Bundestag auf, im Rahmen des Vor-Ort-Apothekengesetzes (VOAG) die Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln zu gew?hrleisten: "Wir ben?tigen einheitliche Preisstrukturen einerseits und andererseits eine belastbare Versorgungsstruktur durch eine stabile Produktion und Entwicklung in Deutschland und Europa" sagt BPI-Hauptgesch?ftsf?hrer Dr. Kai Joachimsen.

"Der im Gesetz vorgesehene einheitliche Apothekenabgabepreis ist zwar ein wichtiger Eckpfeiler f?r die Vermeidung von Lieferengp?ssen. Er ist zudem aus versorgungs- und sozialpolitischer Sicht von zentraler Bedeutung. Die Apothekerspanne zum Gegenstand von Rabattschlachten zu machen hie?e, Beratungskompetenz und Wohnort-nahe Versorgung der Schn?ppchenjagd zu opfern", so Dr. Joachimsen. "Wir brauchen aber weitere Ma?nahmen, die das Kernproblem der Produktionsverlagerung von Arzneimitteln und Wirkstoffen au?erhalb der Europ?ischen Union angehen. Die Corona-Pandemie hat diese Situation einseitiger Abh?ngigkeiten noch weiter versch?rft", so Dr. Joachimsen.

"Der Gesetzgeber muss jetzt handeln, um die Arzneimittelversorgung nachhaltig zu sichern. Er muss wirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen, die Anbietervielfalt erm?glichen statt den Markt zu verengen. Insbesondere die Wirkstoffproduktion musste aus Kostengr?nden vielfach nach Asien abwandern, wo f?r viele Wirkstoffe oft nur noch wenige, zum Teil ein oder zwei Produzenten den gesamten Weltmarkt bedienen. Um Lieferengp?sse und drohende Versorgungsengp?sse nachhaltig und wirksam zu vermeiden, m?ssen diese Ursachen endlich an der Wurzel gepackt werden", so Dr. Joachimsen. "Der Kostendruck durch zunehmende und kostenintensive regulatorische Auflagen, die deutlich gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Personalkosten sowie die sich gleichzeitig ausweitenden Rabattvertr?ge der Krankenkassen f?hren zu einer nicht mehr ausk?mmlichen wirtschaftlichen Situation vieler Anbieter, die sich "im Schraubstock" zwischen steigenden Anforderungen und sinkenden Ertr?gen befinden."

Der BPI fordert deshalb das Verbot von Exklusivvertr?gen, Rabattausschreibungen mit Standortbezug und die St?rkung von Arzneimitteln "Made in Europe". Au?erdem muss es mehr Flexibilit?t bei der Zulassung alternativer Quellen und des Herstellungstransfers geben, und die Liefersicherheit im Krankenhausmarkt muss verbessert werden. F?r die vergaberechtliche Ausgestaltung einer europ?ischen Produktion schl?gt der BPI ein vierstufiges Kategoriensystem vor, das den Fertigungsanteil in Europa entsprechend honoriert.

Die BPI-Stellungnahme zum Gesetzesentwurf finden Sie hier (https://www.bpi.de/fi leadmin/user_upload/Downloads/Publikationen/Stellungnahmen/2020-09-11_BPI-StN_VO ASG_BT_Anh_Sept_2020.pdf) .

Gute Gr?nde f?r die wohnortnahe Arzneimittelversorgung finden Sie hier (https://www.bpi.de/de/kmu/arzneimittelversorgung-vor-ort) .

Folgen Sie uns auf Twitter: @BPI_Pharma (https://twitter.com/BPI_Pharma)

Kontakt:

Andreas Aumann (Pressesprecher), Tel. 030 27909-123, mailto:aaumann@bpi.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/21085/4708105 BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie