09.09.2020 - 13:37 Uhr

of eden - / Sibylle Prinzessin von Preu?en stellt ihre Kunstwerke im Rosenhang Museum aus

Weilburg - Am 20. September 2020 um 16 h wird im Rosenhang Museum in Weilburg die Ausstellung "of eden" mit Werken von Sibylle Prinzessin von Preu?en pr?sentiert. Sie wird bis zum 8. November 2020 zu sehen sein. Die Ausstellung wird in Anwesenheit der ...

Weilburg - Am 20. September 2020 um 16 h wird im Rosenhang Museum in Weilburg die Ausstellung "of eden" mit Werken von Sibylle Prinzessin von Preu?en pr?sentiert. Sie wird bis zum 8. November 2020 zu sehen sein. Die Ausstellung wird in Anwesenheit der Prinzessin von Preu?en von dem Pr?sidenten des Hessischen Landtages, Herrn Boris Rhein er?ffnet.

"of eden" ist der Titel einer Ausstellung, die sich in einem ungew?hnlichen Kontext mit der Idee des Garten Edens besch?ftigt. Mit Eden verbinden wir die Vorstellung vom Paradies, in dem einst Mensch und Tier in vollkommener Eintracht miteinander lebten, wo es an nichts mangelte und aus dem der Mensch vertrieben wurde. Die Sehnsucht nach einem Ort der Seligen ist geblieben.

Wo aber liegt Eden? Laut Genesis 2 ist es ein Ort mit den vier Fl?ssen Pischon, Gihon, Hiddekel, Euphrat. Immer wieder wurden Versuche unternommen anhand dieser Angaben, Eden zu verorten. Lag Eden in Persien bei T?bris, in Indien oder im heutigen Irak? Am Ende gibt es keine geographische Verortung. Eden steht f?r eine andere vom Sch?pfer geplante Wirklichkeit. Eden steht f?r einen Zustand der Vollkommenheit, den der Mensch durch Erkenntnis wieder erlangen kann.

Sibylle Prinzessin von Preu?en folgt - die Entw?rdigung von Mensch, Kreatur und Natur im t?glichen Leben sehr real wahrnehmend - in ihrem Werk der Idee von Eden als verlorenes Paradies, als Sehnsuchtsort, von dem wir in unserer Zeit entfernter denn je zu sein scheinen. Ein Kerngedanke des Garten Eden war das friedliche Miteinander von Mensch und Tier, das Achtung, W?rde und Respekt vor der Sch?pfung voraussetzte. Umweltprobleme, Klimaver?nderung oder Massentierhaltung, bei der Tiere einzig zur Ware degradiert werden, all dies zeugt nicht von einem tiefen Respekt vor dem Leben auf unserer Erde.

Sibylle Prinzessin von Preu?ens Bilder sind eine transzendierte Vorstellung vom Paradies. In ihrer subtilen Sch?nheit schaffen sie poetische R?ume hoher Sensibilit?t. Zu dieser Wirkung tragen die Scherenschnittelemente wie feine Zeichnungen und Textfragmente bei. Wiederholt setzt die K?nstlerin Blau und Gold ein, beides Farben, die im sakralen Bereich Verwendung finden und die f?r Weite und Unendlichkeit (das Blau) und Licht und Reinheit, aber auch Eitelkeit (das Gold) stehen.

Die Bez?ge der Farben allein sind vielf?ltig. So verweist das Gold u.a. auf eine Stelle in Genesis 2: der eine der Hauptfl?sse "hei?t Pischon, er ist es, der das ganze Land Hawila umflie?t, wo es Gold gibt. Das Gold jenes Landes ist gut......." Die Idee vom Paradies wird so immer wieder in den Blick ger?ckt. Um erneut dahin zu gelangen, w?rde Erkenntnis bedeuten, zu hinterfragen, wohin unser Streben geht, sich auseinanderzusetzen mit dem Umgang mit der Natur und wovon unser Verh?ltnis zur Welt gepr?gt ist. .

Prinzessin von Preu?ens Arbeiten legen eine feine poetische Spur, die ?ber den selbstzentrierten Horizont hinaus f?hrt und zum Hinterfragen anregt.

Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten sind in den letzten vier Jahren nach dem Tod ihres Mannes entstanden.

Sibylle Prinzessin von Preu?en, K?nstlerin

Sibylle Prinzessin von Preu?en lebt in Berlin. Sie studierte Geisteswissenschaften und Kunst und war - unterbrochen von einem dreij?hrigen New York Aufenthalt - Dozentin an der Universit?t der K?nste Berlin; zuletzt Initiatorin und K?nstlerische Leiterin des in seinen Ergebnissen mehrfach ausgezeichneten "Videoprojektes".

Sie erhielt den Ehrenpreis der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren f?r die Entwicklung einer kunstorientierten Hilfe-zur-Selbsthilfe-Einrichtung f?r junge Heroinabh?ngige w?hrend ihrer Studienzeit; und erhielt ein Arbeitsstipendium mit Ankauf ihrer Werke durch den Berliner Kultursenat, war Gast der Mishkenot Sha?ananim Encounters Jerusalem und Artist-in-Residence des Wissenschaftskollegs zu Berlin; sie ist Ehrenpr?sidentin der Europ?ischen Kulturwerkstatt.

Sie realisierte Kunst-am-Bau-Projekte in Unternehmen/Einrichtungen wie Dexia Hypothekenbank, Verein Berliner Kaufleute und Industrieller, Deutsche Bank, Commerzbank, Berliner Bank, Investitionsbank Berlin, Leibniz-Institut oder Siemens. Ihre Werke wurden und werden in nationalen und internationalen Einzelausstellungen gezeigt und befinden sich in renommierten privaten und ?ffentlichen Sammlungen.

Karin Adrian von Roques, Kuratorin

Karin Adrian von Roques, eine international bekannte Kuratorin, studierte Malerei, Kost?m-und B?hnenbild an der Kunstakademie in Berlin. W?hrend ihres Zweitstudiums der islamischen Kunstgeschichte an der Universit?t in Bonn spezialisierte sie sich auf zeitgen?ssische arabische und iranische Kunst. Sie kuratierte zahlreiche Ausstellungen f?r Museen, Galerien und Kulturinstitutionen u.a. in Deutschland, Frankreich, Spanien, Qatar, Saudi Arabien, Abu Dhabi, Hong Kong, Korea und den USA. Sie war die leitende Kuratorin f?r die FotoFest International Biennial View from Inside - Contemporary Arab Photography 2014 in Houston/Texas. Sie arbeitete als Consultant bei Sotheby's und beriet die Deutsche Bank beim Ankauf arabischer Kunst. Sie h?lt Vorlesungen und schreibt regelm?ssig Artikel f?r Kunst Magazine. Zu ihren T?tigkeiten z?hlen auch interkulturelle Dialogprojekte. Dazu z?hlten Deutsche K?nstler in Qatar und zuletzt die Ausstellung Transverse Wave im MeCollectors Room in Berlin (2019/20) mit Werken von Mary Bauermeister und dem bahrainischen K?nstler Rashid Al Khalifa und einer Auftragskomposition von Simon Stockhausen.

R O S E N H A N G M U S E U M

Das Rosenhang Museum in Weilburg ist ein au?ergew?hnliches museales Zentrum f?r Kunst und Kultur in den R?umlichkeiten einer historischen ehemaligen Brauerei. Alte Elemente der fr?heren Brauerei wurden restauriert und in den Neubau integriert, so dass ein energievolles Spannungsfeld entstand. Auf mehr als 2000 Quadratmetern Ausstellungsfl?che zeigt das Museum eine beeindruckende Sammlung mit wichtigen Werkgruppen und einzelnen Kunstwerken zeitgen?ssischer deutscher und internationaler K?nstler von Rang. Werke von Gerhard Richter, Stephan Balkenhol, Elvira Bach, Cornelia Schleime, Markus L?pertz, J?rg Immendorff, Georg Baselitz, Tony Cragg, Heinz Mack, G?nther Uecker, SEO, Julian Schnabel, Christian Awe, Jan Davidoff und weiteren renommierten K?nstlern sind zu sehen. Durch ein permanentes Programm an Wechselausstellungen wird dem Besucher Einblick in aktuelle Str?mungen und Tendenzen des Kunstgeschehens vermittelt.

Pressekontakt:

Rosenhang Museum Antje Helbig Ah?user Weg 8-10 35781 Weilburg/Lahn ?ffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr und nach Vereinbarung Eintritt: Erwachsene 12 Euro, Kinder (6-16 Jahre) 6 Euro; Familien- und Gruppenrabatte Tel.: +496471 39081, Fax -1599 http://www.rosenhangmuseum.de info@rosenhang-museum.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/127810/4701741 Rosenhang Museum