22.01.2021 - 10:12 Uhr

DAX mittags auf Rekord: hohe Kursgewinne verzeichnet

Die 14.000-Punkte-Marke liegt für den Dax in Reichweite. Die Frankfurter Börse verzeichnete starke Gewinne.

760 Millionen an Impfdosen hat sich die EU zwischenzeitlich gesichert. Mit dieser Menge könnte ein Großteil der EU-Bürger geimpft werden, nämlich über 80 Prozent, so von der Leyen.
Dieser neue Kauf-Vertrag ist Folge von Klagen darüber, dass der Impfstoff sowohl in EU-Ländern als auch in Deutschland zu knapp bemessen sei. Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister von der CDU, und auch die Kommission der EU werden für ihr Vorgehen gleichermaßen kritisiert. Der Biontech/Pfizer Impfstoff hatte kurz vor Weihnachten im Dezember als erster Impfstoff gegen Corona für die gesamte EU eine Zulassung bekommen. Genehmigt wurde des Weiteren am Mittwoch das Impfmittel von Moderna, einem amerikanischen Hersteller.

Schon im November wurden 300 Millionen Impfstoff-Dosen bestellt. Und zwar für jedes der 27 Mitgliedsländer der EU. Diese Impfstoffe waren von Biontech/Pfizer. Aufgeteilt waren diese in zwei Teile. Eine sogenannte feste Bestellung über 200 Millionen und optional nochmals 100 Millionen Impfdosen. Bei der neuen Vereinbarung über Impfstoffe soll eine gleiche Aufteilung vorgenommen werden.

In der Europäischen Union wird momentan nur die Impfung mit Dosen von Biontech/Pfizer vorgenommen. Bis Juli, ist sich von der Leyen sicher, könnten 75 Millionen Dosen geliefert werden. Darüber sei sie ausgesprochen froh. Von der Leyen verteidigt das Vorgehen der Europäer. Sie sei zutiefst davon überzeugt, dass die europäische Impfstrategie der richtige Weg wäre. Sie glaube auch, man werde das allgemein retrospektiv erkennen. Das werde sich beweisen, so die CDU-Politikerin. Die EU werde mehr als notwendig über Impfdosen in einem bestimmten Zeitraum verfügen können. Klar sei aber auch von Anfang an gewesen, dass es unmöglich sei, alle Menschen zum gleichen Zeitpunkt zu impfen.

Natürlich werde man sehen, dass einiges am Beginn holprig gewesen ist, wenn man irgendwann zurücksehe, so von der Leyen. Das sei doch klar und immer so gewesen, wenn große Veränderungen auf einen zukommen, die man angehen und bewältigen muss. Sie sei sich aber ganz sicher, dass es sich rückblickend zeigen werde, wie viel man allgemein geleistet habe. Und zwar in jedem einzelnen Mitgliedstaat, damit überall die Impfung gegeben werden könne. Wirklich jede Entscheidung über den Einkauf von Impfstoffen sei nur und ausschließlich in Übereinstimmung mit allen europäischen Nachbarstaaten getroffen worden. Von der Leyen ging nicht auf Kritik ein, die auf den langsamen Beginn beim Impfen in den einzelnen Mitgliedsstaaten zu vernehmen war.

Zur Zeit wird in Deutschland ein neuer Standort zur Produktion von Impfstoffen von Biontech aufgebaut. Der neue Standort befindet sich in Marburg. Geplant ist, dass hier ab Februar Impfstoffe produziert werden. Gelinge dies, werde man weiter daran arbeiten, die Impfstoff-Produktion zu erhöhen, so der Gesundheitsminister kürzlich in einem Interview. Ziel sei es, so Spahn, bestellte Impfdosen noch früher als geplant ordern und anwenden zu können.

Fünf weitere Hersteller von Impfdosen sind außer Biontech/Pfizer im Gespräch. Rechnet man dank neuem Vertrag zwischen EU und Biontech/Pfizer alle Dosen zusammen, könnte die EU insgesamt zwei Milliarden Impfdosen bekommen. Gesichert hat sich die EU 160 Millionen Impfdosen der Firma Moderna.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, A & Omega