Linke schlägt Bodenpreisdeckel gegen hohe Baukosten vor

heute 11:13 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Die Linke kritisiert, dass der Plan der Bundesregierung zur Senkung der Baukosten an den tatsächlichen Problemen vorbeigehe."Die Bundesregierung verabschiedet einen Aktionsplan zur Senkung der Baukosten, ohne die größte Herausforderung für bezahlbaren Neubau zu benennen: die Bodenpreise", sagte die baupolitische Sprecherin der Fraktion, Katalin Gennburg, dem Nachrichtenportal "T-Online".

Neubau mit Wärmepumpe (Archiv)
Neubau mit Wärmepumpe (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Sie habe bei der Bundesregierung nachgefragt, in welchem Umfang Baulandpreise am Bau gestiegen sind.Die Antworten der Bundesregierung zeigen teils erhebliche Kostensteigerungen.

Kostete ein Quadratmeter Bauland 2021 noch rund 244 Euro, waren es 2024 schon 283 Euro. Das Bauministerium weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass die Baulandstatistik methodisch neu konzipiert wurde, sodass die Werte ab 2021 nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar sind.Die Linken-Politikerin forderte die Bundesregierung auf, einen Bodenpreisdeckel zu erlassen.

"Die Bodenpreise müssen sinken, um Städte und Gemeinden sozial und ökologisch zu gestalten und bezahlbaren Neubau zu ermöglichen", sagte Gennburg. Sie halte den Kurs der Regierung für falsch. "Statt regulierend in die Marktpreise einzugreifen, mobilisiert die Bundesregierung mit Bau-Turbo und Baugesetzbuchnovelle noch mehr privates Bauland."

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