Linke Berlin erklärt Dahabflex-Auftritt in Neukölln zum Fehler

vor 44 Minuten, dts-nachrichtenagentur.de

Die Berliner Linke zieht nach dem Auftritt von Dahabflex bei einer Neuköllner Wahlveranstaltung Konsequenzen. Eralp spricht von einem Fehler und verweist auf eine künftige Abstimmung aller Veranstaltungen.

Elif Eralp (Archiv)
Elif Eralp (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linken in Berlin, hat sich zwei Wochen nach dem Rapper-Eklat bei einer Wahlveranstaltung der Linken zu den Konsequenzen geäußert. Der Bezirksverband Neukölln habe zugesagt, alle Veranstaltungen künftig mit der Partei abzusprechen.Beschluss nach SondersitzungDer Berliner Landesvorstand hatte die Neuköllner Bezirkssprecher zu einer Sondersitzung geladen.

Dort fasste die Partei nach Eralps Angaben den einstimmigen Beschluss, dass der Auftritt von Dahabflex ein Fehler war und jegliche Form von Gewalt abgelehnt wird.Bei der Wahlveranstaltung des Neuköllner Bezirksverbands Ende August soll der Rapper Dahabflex ein Lied gegen den Krieg Israels in Gaza mit Zeilen wie „Yalla Yalla Intifada Westbank, Palästina, Gaza“ sowie „Death to the IDF“ gesungen haben.Abgrenzung und Solidarität in der ParteiEralp und die Landesspitze der Linken hatten sich daraufhin scharf distanziert, der Bezirksverband hatte sich dagegen mit dem Rapper solidarisiert. Eralp sagte nun, sie habe ihre Position klar dargelegt und die Partei habe sich hinter sie gestellt.Sie habe zudem sehr viel Zuspruch bekommen.

Kritik sei an sie persönlich nicht herangetragen worden.
Der Auftritt des Rappers Dahabflex bei einer Wahlveranstaltung der Linken in Neukölln hat die Berliner Partei über zwei Wochen beschäftigt und nun zu einer formalen Klarstellung geführt. Elif Eralp bezeichnete den Auftritt als Fehler und verwies darauf, dass die Partei Gewalt in jeder Form ablehne.Politisch ist der Fall heikel, weil die Linke in Berlin mitten im Wahlkampf auf ein geschlossenes öffentliches Auftreten angewiesen ist. Gerade wenn Veranstaltungen mit kulturellen Elementen verbunden werden, können einzelne Beiträge schnell zur Belastung für die gesamte Kampagne werden, wenn sie als radikal oder antisemitisch gelesen werden.Signalwirkung für die LandesparteiDie Zusage des Bezirksverbands, künftige Veranstaltungen mit der Partei abzusprechen, deutet auf strengere interne Abläufe hin. Für die Landesführung ist das wichtig, weil sie nach außen Geschlossenheit zeigen und zugleich deutlich machen muss, dass sie sich von Gewaltaufrufen und israelbezogenen Hassbotschaften abgrenzt.Ausblick auf die innerparteiliche LinieDer Fall zeigt auch, wie sensibel die Linke in Berlin bei Fragen des Nahost-Konflikts und der politischen Sprache bleibt. Entscheidend wird sein, ob die Klarstellung nur auf diesen Einzelfall zielt oder ob sie zu einem verbindlicheren Umgang mit Gastbeiträgen, Veranstaltungsformaten und lokalen Initiativen führt.

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