Lebkuchenproduktion fällt 2025 auf 72.800 Tonnen

heute 08:33 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Deutschlands Lebkuchenhersteller haben 2025 so wenig produziert wie seit sieben Jahren nicht mehr. Zugleich blieb das Weihnachtsgebäck ein wichtiges Exportprodukt mit Österreich, Polen und Frankreich als größten Abnehmern.

Supermarkt (Archiv)
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via dts Nachrichtenagentur

Lebkuchenproduktion erreicht Siebenjahrestief2025 wurden in Deutschland gut 72.800 Tonnen Lebkuchen hergestellt.Die Produktion lag damit zehn Prozent unter dem Vorjahreswert von gut 81.000 Tonnen.36 Prozent der Jahresproduktion entfielen auf das dritte Quartal.Deutschland exportierte knapp 20.000 Tonnen und importierte gut 10.000 Tonnen Lebkuchen.Die deutsche Lebkuchenproduktion ist 2025 auf den niedrigsten Stand der vergangenen sieben Jahre gefallen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden gut 72.800 Tonnen hergestellt, zehn Prozent weniger als im Vorjahr.Die Hersteller erhöhten ihre Produktion bereits im dritten Quartal, damit die Waren rechtzeitig in den Handel gelangen.

Auf Juli bis September entfielen 36 Prozent der gesamten Jahresmenge.Exporte konzentrieren sich auf EuropaDeutschland führte 2025 knapp 20.000 Tonnen Lebkuchen aus, überwiegend in europäische Länder. Österreich nahm mit 4.200 Tonnen die größte Menge ab, gefolgt von Polen mit 3.700 Tonnen und Frankreich mit 2.100 Tonnen.Auf diese drei Nachbarländer entfielen zusammen 50 Prozent der deutschen Lebkuchenexporte. Außerhalb Europas waren die Vereinigten Staaten mit 1.100 Tonnen der wichtigste Abnehmer, vor Australien mit 400 und Brasilien mit 300 Tonnen.August und September stärkste ExportmonateDie Ausfuhren waren noch stärker als die Produktion auf die zweite Jahreshälfte konzentriert. 89 Prozent der Exportmenge wurden 2025 in diesem Zeitraum verschickt.Im August entfielen 24 Prozent und im September 25 Prozent der Gesamtausfuhrmenge auf deutsche Lebkuchen.

Zusammen machten die beiden Monate damit 49 Prozent der Exporte aus.Polen wichtigstes HerkunftslandNach Deutschland wurden im vergangenen Jahr gut 10.000 Tonnen Lebkuchen eingeführt. Mit 5.300 Tonnen kamen 53 Prozent der Importe aus Polen.Italien und die Ukraine steuerten jeweils 1.100 Tonnen bei.

Damit entfielen auf jedes der beiden Länder elf Prozent der deutschen Lebkuchenimporte.
Die Produktionszahl zeigt die Bedeutung des Weihnachtsgeschäfts für die deutsche Lebkuchenbranche. Anders als bei vielen saisonalen Lebensmitteln konzentriert sich die Herstellung nicht gleichmäßig über das Jahr, sondern wird bereits im Sommer hochgefahren, damit die Ware im Herbst und zur Adventszeit im Handel verfügbar ist.Der Rückgang auf gut 72.800 Tonnen betrifft die in Deutschland hergestellte Menge. Er sagt allein noch nichts darüber aus, wie viele Lebkuchen insgesamt auf dem deutschen Markt verkauft werden, weil zusätzlich Importe hinzukommen.

Besonders Polen verbindet beide Seiten des Marktes: Das Land ist einerseits ein wichtiger Abnehmer deutscher Ware und zugleich die wichtigste Herkunft der deutschen Lebkuchenimporte.Export bleibt saisonal geprägtFür die Außenhandelsbilanz ist die zweite Jahreshälfte entscheidend. Der Schwerpunkt der Ausfuhren in August und September verdeutlicht, dass Hersteller und Händler frühzeitig disponieren müssen.

Schwankungen bei Produktion, Exporten und Importen können daher nicht isoliert anhand einzelner Monate bewertet werden.Österreich, Polen und Frankreich bilden zusammen die wichtigsten ausländischen Absatzmärkte für deutsche Lebkuchen.

Außerhalb Europas bleiben die Vereinigten Staaten, Australien und Brasilien kleinere, aber messbare Zielmärkte. Für Verbraucher und Handel bedeutet die Statistik vor allem: Das Weihnachtsgebäck ist ein international gehandeltes Saisonprodukt, dessen Angebot bereits deutlich vor der Adventszeit organisiert wird.

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