Koalitionsreformen: Thorsten Frei fordert jetzt mehr Tempo
heute 09:26 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de
Unionsfraktionschef Thorsten Frei verlangt von der Koalition mehr Tempo bei den geplanten Reformen. Er setzt dabei auf eine höhere Wettbewerbsfähigkeit, stabile Sozialbeiträge und steigende Reallöhne.
via dts Nachrichtenagentur
Thorsten Frei fordert mehr Tempo bei KoalitionsreformenUnionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) erwartet von der Koalition bei den anstehenden Reformen ein höheres Tempo. „Wir müssen jetzt durchziehen“, sagte Frei der „Rheinischen Post“.Wachstum soll schrittweise zurückkehrenFrei erklärte, er könne nachvollziehen, dass viele Menschen ihre Belastungen im Alltag bereits als sehr hoch empfänden.
Zugleich verwies er darauf, dass Deutschland seit über sieben Jahren kein Wachstum verzeichne, und machte dafür auch eine verfehlte Wirtschaftspolitik der damaligen Ampelregierung verantwortlich.Viele Menschen könnten den Gürtel nicht noch enger schnallen, sagte Frei.
Dennoch würden sich die Dinge zum Guten ändern: Die Wirtschaft ziehe langsam an, während die Beiträge für die Sozialsysteme stabil gehalten würden.Staat soll kleiner und effektiver werdenMit den Reformen sei die Koalition auf einem guten Weg, so Frei.
Die Wachstumsschwäche werde Stück für Stück überwunden; zugleich arbeite man konsequent an einer höheren Wettbewerbsfähigkeit.Dazu gehöre auch, den Staat kleiner und effektiver zu gestalten.
Die Staatsquote, die heute so hoch wie nie zuvor sei, müsse wieder sinken.
Zudem würden die Reallöhne steigen, da die Löhne nach den schwierigen Jahren 2021 bis 2023 stärker als die Inflation wüchsen.
Thorsten Frei verbindet den Reformappell mit einer wirtschaftspolitischen Diagnose: Deutschland müsse nach einer langen Phase schwacher Entwicklung schneller wettbewerbsfähiger werden.
Seine Forderung richtet sich damit nicht nur an einzelne Vorhaben, sondern an das Arbeitstempo der gesamten Koalition.Im Mittelpunkt stehen laut Frei die Begrenzung der Belastungen durch die Sozialsysteme, ein effizienterer Staat und bessere Bedingungen für Unternehmen.
Diese Themen greifen ineinander: Steigende Sozialbeiträge verteuern Arbeit, eine hohe Staatsquote bindet finanzielle Spielräume, und langwierige Verfahren können Investitionen bremsen.Reformen entscheiden über EntlastungFür Bürger kommt es darauf an, ob angekündigte Veränderungen tatsächlich bei Einkommen, Preisen und öffentlichen Leistungen ankommen.
Höhere Reallöhne können die Kaufkraft stärken, ersetzen aber keine gezielte Entlastung, wenn Wohnkosten, Energiepreise oder Abgaben weiterhin stark steigen.Die politische Herausforderung liegt deshalb im Ausgleich zwischen Konsolidierung und Investitionen.
Ein kleinerer Staat darf nicht automatisch weniger Handlungsfähigkeit bedeuten; entscheidend sind klare Prioritäten, schnellere Verfahren und eine dauerhaft tragfähige Finanzierung.
Freis Appell erhöht zugleich den Erwartungsdruck auf die Koalition, ihre Reformpläne zeitnah in konkrete Beschlüsse zu übersetzen.