Infratest: AfD baut Vorsprung zur SPD in Mecklenburg-Vorpommern aus

10.09.26 17:15 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Die AfD baut ihren Vorsprung in der Sonntagsfrage für Mecklenburg-Vorpommern aus, während die SPD weiter vorn bleibt. Für die direkte Ministerpräsidentenwahl liegt Manuela Schwesig deutlich vor Leif-Erik Holm.

Wahlplakat für die Landtagswahl 2026 mit Manuela Schwesig (Archiv)
Wahlplakat für die Landtagswahl 2026 mit Manuela Schwesig (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Die AfD hat in der von Infratest für Mecklenburg-Vorpommern gemessenen Wählergunst ihren Vorsprung zur SPD weiter ausgebaut. Die ARD-Vorwahlumfrage wurde von Montag bis Mittwoch dieser Woche mit 1.556 Wahlberechtigten in Mecklenburg-Vorpommern erhoben.AfD legt zu, SPD bleibt vornWenn am kommenden Sonntag gewählt würde, käme die SPD auf 33 Prozent und damit auf ein Plus von einem Punkt zur Vorwoche. Die AfD läge bei 38 Prozent und würde ihren Vorsprung mit einem Plus von drei Punkten ausbauen.

Die CDU käme auf sieben Prozent, die Linke auf neun Prozent und die Grünen auf fünf Prozent.Das BSW würde mit vier Prozent knapp unter der Mandatsschwelle bleiben.

Alle übrigen Parteien kämen zusammen auf vier Prozent, darunter die FDP.Schwesig klar vor HolmBei der direkten Wahl der Ministerpräsidentin oder des Ministerpräsidenten würden sich 59 Prozent für Manuela Schwesig entscheiden.

Leif-Erik Holm käme auf 28 Prozent, 13 Prozent äußerten sich unentschieden oder machten keine Angabe.Auch bei der Bewertung der Regierungsarbeit liegt Schwesig deutlich vor dem AfD-Herausforderer. Mit ihrer Arbeit sind 58 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden, bei Holm sind es 27 Prozent.Mehrheit für SPD-geführte RegierungIn der Frage, welche Partei die nächste Landesregierung anführen sollte, liegt die SPD mit 55 Prozent vor der AfD mit 32 Prozent. Besonders deutlich fällt die Unterstützung für eine SPD-geführte Regierung unter Anhängern von Grünen, Linken und CDU aus.
Die aktuelle Sonntagsfrage zu Mecklenburg-Vorpommern zeigt eine deutliche Verschiebung im Zweikampf zwischen SPD und AfD. Für die Landespolitik ist das vor allem deshalb relevant, weil der Abstand nicht nur groß bleibt, sondern sich gegenüber der Vorwoche weiter zugunsten der AfD vergrößert.Solche Umfragen messen keine Wahlergebnisse, sondern die Stimmung in einer laufenden Phase des Wahlkampfs. Entscheidend ist daher weniger der einzelne Wert als der Trend: Die AfD legt zu, während die SPD zwar weiterhin vorn liegt, aber unter ihrem Ergebnis von 2021 bleibt. Für die CDU, die Linke und die Grünen zeigt die Umfrage ein geteiltes Bild mit teils deutlichen Verlusten oder Stagnation.Bedeutung für den WahlkampfBesonders wichtig ist der Befund zur direkten Ministerpräsidentenwahl: Manuela Schwesig bleibt klar vor Leif-Erik Holm. Das spricht für ihre persönliche Amtsbonus-Wirkung, auch wenn die Parteiwahl enger ausfällt. Für die SPD ist das ein Hinweis darauf, dass Regierungs- und Spitzenkandidatenfrage nicht deckungsgleich verlaufen.Was der Trend für die kommenden Wochen bedeutetMit dem Einzug des BSW in die politische Konkurrenz und einem hohen Anteil noch unentschlossener Wahlberechtigter bleibt das Rennen offen.

Gerade in der Schlussphase können taktische Entscheidungen, Mobilisierung und die Wahrnehmung der Koalitionsoptionen den Ausschlag geben.

Für die AfD ist der Vorsprung zur SPD politisch relevant, weil er die Partei als stärkste Kraft im Landtagsrennen weiter etabliert.

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