Hundesteuer bringt Kommunen 429,7 Millionen Euro ein

07.10.26 08:21 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Die Kommunen haben 2025 rund 429,7 Millionen Euro Hundesteuer eingenommen. Der Rekordwert aus dem Vorjahr wurde damit nur knapp verfehlt, während die Einnahmen binnen zehn Jahren deutlich gestiegen sind.

Strand (Archiv)
Strand (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Die öffentlichen Kassen haben 2025 rund 429,7 Millionen Euro Hundesteuer eingenommen.

Damit blieben die Einnahmen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nahezu auf dem Rekordniveau des Vorjahres.Rekordwert nur knapp verfehlt2024 waren 429,9 Millionen Euro zusammengekommen.

Der Rückgang betrug damit 0,1 Prozent. Im Vergleich zu 2015 stiegen die Einnahmen dagegen um 33,4 Prozent: Damals hatten die Kommunen 322,0 Millionen Euro aus der Hundesteuer erhalten.Gemeinden legen Steuern selbst festDie Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer. Über Höhe und Ausgestaltung entscheiden die Kommunen in ihren jeweiligen Satzungen.Wie viel Halter zahlen, kann unter anderem von der Zahl der Hunde in einem Haushalt oder von der Hunderasse abhängen.

Deshalb lassen sich aus steigenden Einnahmen nicht automatisch Rückschlüsse auf eine insgesamt höhere Zahl gehaltener Hunde ziehen.Tierfutter verteuerte sich seit 2020 deutlichBei Hunde- und Katzenfutter stiegen die Preise 2025 im Jahresvergleich um 0,4 Prozent. Die Verbraucherpreise insgesamt legten im selben Zeitraum um 2,2 Prozent zu.Über fünf Jahre betrachtet fiel die Entwicklung anders aus: Zwischen 2020 und 2025 verteuerte sich Hunde- und Katzenfutter um 35,8 Prozent. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen in diesem Zeitraum um 21,9 Prozent.
Die Hundesteuer gehört zu den kommunalen Einnahmen, über deren Höhe und Ausgestaltung die Gemeinden selbst entscheiden.

Anders als bei einer zweckgebundenen Abgabe fließen die Einnahmen grundsätzlich in die allgemeinen Haushalte. Die Belastung für Halter kann deshalb je nach Wohnort deutlich unterschiedlich ausfallen.Der nahezu unveränderte Wert für 2025 markiert nach den starken Zuwächsen der vergangenen Jahre zunächst eine Stabilisierung.

Der Zehnjahresvergleich zeigt zugleich, dass die Einnahmen deutlich über dem Niveau von 2015 liegen.

Aus der Entwicklung lässt sich jedoch nicht unmittelbar auf eine wachsende Zahl von Hunden schließen, weil auch kommunale Steuersätze, Staffelungen für mehrere Tiere und rassebezogene Regelungen eine Rolle spielen.Höhere Kosten für TierhalterFür Haushalte mit Hund bleibt neben der Steuer vor allem die laufende Versorgung ein Kostenfaktor. Zwar verteuerten sich Hunde- und Katzenfutter 2025 gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig und damit weniger stark als die Verbraucherpreise insgesamt. Seit 2020 liegt der Preisanstieg bei Tierfutter jedoch deutlich über der allgemeinen Teuerung.

Für Tierhalter bedeutet das, dass die monatlichen Gesamtkosten nicht allein an der Hundesteuer gemessen werden können.Die kommunale Abgabe bleibt damit ein sichtbarer, aber nur ein Teil der finanziellen Belastung der Hundehaltung.

Für die Haushalte ist insbesondere der Wohnort entscheidend, während die langfristige Kostenentwicklung bei Futter und weiterer Versorgung bundesweit wirkt.

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