Hacker veröffentlichen fast sechs Terabyte Berliner Verwaltungsdaten im Darknet

heute 09:20 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Die Berliner Landesverwaltung ist nach der Cyberattacke mit einer massiven Veröffentlichung ihrer Daten im Darknet konfrontiert. Betroffen sind auch sensible Verwaltungsunterlagen und personenbezogene Informationen.

Netzwerk-Patchpanel (Archiv)
Netzwerk-Patchpanel (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Eine Hackergruppe hat fast sechs Terabyte an Daten der Berliner Landesverwaltung im Darknet veröffentlicht. Unter den Dateien sollen sich auch hochsensible Informationen befinden.Umfang der VeröffentlichungInsgesamt wurden 1.439.893 Dateien veröffentlicht. Darunter befindet sich auch ein Ordner mit dem Titel „AG CBRN-Rahmenplanung“, der Informationen zu chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren enthält.Lösegeld und FolgenDer Berliner Senat hatte zuvor ein Lösegeld von 30 Bitcoin, etwa zwei Millionen Euro, abgelehnt, das die Hackergruppe gefordert hatte. Nach Ablauf des Ultimatums wurde das Datenpaket im Darknet veröffentlicht.In den sozialen Netzwerken verbreiteten Mitglieder der Hackergruppe Listen mit Dateinamen.

Die veröffentlichten Daten enthalten auch persönliche Informationen von Landesbeamten, darunter Geburtsurkunden, Telefonnummern und Wohnadressen.
Die Veröffentlichung von Daten der Berliner Landesverwaltung im Darknet verschärft die Folgen der Cyberattacke deutlich. Besonders relevant ist dabei, dass nach der dts-Meldung nicht nur große Datenmengen betroffen sind, sondern auch Dokumente mit sensiblen Verwaltungs- und Personaldaten.Der Fall zeigt, wie verwundbar öffentliche Verwaltungen gegenüber Erpressung und Datendiebstahl bleiben, wenn Angreifer in interne Netzwerke eindringen und die Beute anschließend öffentlich machen.

Für Behörden ist das nicht nur ein Sicherheitsproblem, sondern auch ein Organisations- und Vertrauensproblem, weil schon einzelne veröffentlichte Dateien Rückschlüsse auf Strukturen, Zuständigkeiten und Schutzkonzepte erlauben.Bedeutung für Verwaltung und SicherheitDie Nennung eines Ordners mit Bezug zu CBRN-Gefahren ist besonders heikel, weil solche Themen im Bereich kritischer Sicherheitsvorsorge liegen.

Auch die Veröffentlichung personenbezogener Daten wie Adressen oder Telefonnummern erhöht das Risiko für Betroffene und kann weitere Schutzmaßnahmen erforderlich machen.Folgen über den Einzelfall hinausDer Angriff fügt sich in ein Muster ein, das deutsche Behörden und öffentliche Einrichtungen seit Jahren beschäftigt: Ransomware- und Erpressungslagen zielen nicht nur auf Geld, sondern auf maximale öffentliche Wirkung.

Dass der Senat zuvor ein Lösegeld abgelehnt hatte, macht die anschließende Veröffentlichung politisch und administrativ besonders brisant, weil nun die Frage nach Prävention, Segmentierung, Notfallplänen und Informationsschutz in den Vordergrund rückt.

Demo-Konto für Handelssysteme testen!
Risiko frei. Echtzeit. Lernbar.
Zur Demo.