Grüne werfen Deutsche Bahn Blockade bei gemeinsamer Ticket-App vor
vor 55 Minuten, dts-nachrichtenagentur.de
Die Deutsche Bahn bleibt dabei: Im eigenen Navigator gibt es weiterhin keine Tickets der Konkurrenz. Das sorgt für heftigen Gegenwind – besonders aus Reihen der Grünen.
via dts Nachrichtenagentur
Für Bahnfahrende, die hoffen, in naher Zukunft ihr Ticket für jede beliebige Bahnverbindung unkompliziert in einer einzigen App zu bekommen, besteht wenig Hoffnung.
Antworten aus dem Verkehrsministerium
Wie die Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen – berichtet in der 'Rheinischen Post' – zeigt, hält die Bahn an ihrer bisherigen Praxis fest. Zuerst stehen im DB Navigator die eigenen Angebote im Vordergrund. Andere Anbieter tauchen, so das Ministerium, höchstens dann auf, wenn sie mit der Deutschen Bahn verbunden sind oder kooperieren. Es bleibt also übersichtlich – aber eben auch ziemlich einseitig.
Kein Übergang zu DB InfraGO
Auch ein Wechsel des beliebten Navigators auf die neue, gemeinwohlorientierte Tochter DB InfraGO ist vom Tisch. Wer also auf eine Art 'Ticket-Plattform für alle' gehofft hat, wird enttäuscht.
Druck von den Grünen
Die Grünen, angeführt von Paula Piechotta, zeigen sich übrigens alles andere als begeistert. Deutlich spricht sie aus, dass die Bahn mit dieser Haltung nicht im Sinne der Fahrgäste agiere. Eine offene, für alle Bahnanbieter gültige App würde schließlich den Zugriff auf das Ticketsystem viel einfacher machen – doch die Bahn hält sich bedeckt.
Auch das Ministerium steht in der Kritik
Interessant ist auch: Selbst das Verkehrsministerium, so Piechotta, duckt sich weg und lässt zu, dass die Gewinne aus dem Ticketvertrieb schön bei DB Fernverkehr bleiben. Da kann man schon den Eindruck gewinnen, dass es bei der Bahn nicht immer gerecht zugeht, wenn es um Kosten und Gewinne auf der Schiene geht. Es menschelt halt auch in Großkonzernen.
Bahn plant Verbesserungen – aber wo bleiben die Ergebnisse?
Noch so ein Punkt, der mir auffiel: Die Bahn kündigt an, die Kommunikation mit den Fahrgästen weiter zu verbessern. Bis Ende des Jahres wolle man in über 90 Prozent der Fälle frühzeitig über Haltausfälle informieren.
Was das im Alltag bringt, bleibt abzuwarten.
Aktuelle Zahlen, wie schlecht es derzeit läuft, rückt das Ministerium jedenfalls nicht raus. Ach ja: Einen KI-Chat zur Hilfe auf der Homepage soll es auch bald geben.
Man darf gespannt sein, wie menschlich sich das dann anfühlt.
Die Deutsche Bahn will im DB Navigator keine Angebote anderer Bahnbetreiber aufnehmen, wie aus Regierungsantworten hervorgeht. Die Grünen, insbesondere Paula Piechotta, kritisieren diese Haltung scharf und werfen der Bahn sowie dem Verkehrsministerium mangelndes Engagement für Kundeninteressen und Gerechtigkeit bei Gewinnverteilung vor. Zwar verspricht die Bahn bessere Kommunikation und neue digitale Angebote, doch konkrete Verbesserungen im Alltag sind noch nicht sichtbar.
Kritik an Wettbewerb, Hintergrund und neue Infos
Aktuell gibt es Debatten über die Monopolstellung der Bahn im Vertrieb. Laut neuesten Presseberichten wie bei Spiegel Online und FAZ steht die Frage im Raum, warum es in Ländern wie der Schweiz oder Frankreich längst einheitliche Ticket-Apps gibt, während die Bahn in Deutschland bremst (Quelle: Spiegel Online). Die Bundesnetzagentur prüft jetzt laut Zeit.de, ob die Ticket-Politik der Bahn dem Wettbewerb schadet und langfristig den Umstieg auf die Bahn für viele Menschen unattraktiver macht (Quelle: Die Zeit). Außerdem wurde bekannt, dass die Deutsche Bahn an einem eigenen KI-basierten Beratungsdienst arbeitet – viele Experten zweifeln jedoch, dass dies die derzeitigen Ärgernisse über die Intransparenz beim Ticketkauf löst (Quelle: FAZ).