Forsa: AfD baut Vorsprung aus - Jeder Vierte unentschlossen
heute 14:09 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de
Die AfD kann auch in der von Institut Forsa gemessenen Parteipräferenzen weiter zulegen.
via dts Nachrichtenagentur
Sie kommt nun auf 28 Prozent (+1 gegenüber der Vorwoche) und liegt damit sieben Prozentpunkte vor der Union, die unverändert 21 Prozent erreicht. Die Grünen behaupten mit 16 Prozent den dritten Platz. SPD und Linke kommen jeweils auf 12 Prozent, wobei die Linke einen Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche verliert. Die FDP bleibt bei 4 Prozent.Weiterhin auffällig ist der hohe Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen.
Mit derzeit 27 Prozent liegt dieser deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2025. Mehr als jeder vierte Wahlberechtigte ist damit derzeit politisch ungebunden.Auch bei der politischen Kompetenz gibt es gegenüber der Vorwoche nur geringe Veränderungen: 14 Prozent der Wahlberechtigten trauen der AfD zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden - ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Die Union verliert ebenfalls einen Prozentpunkt und kommt auf 12 Prozent. Grünen und Linken werden unverändert jeweils 6 Prozent zugetraut, die SPD erreicht nach einem Minus von einem Prozentpunkt 4 Prozent.Das Vertrauen in die Parteien insgesamt bleibt weiterhin gering. 56 Prozent der Bürger trauen derzeit keiner Partei zu, die Probleme im Land am besten lösen zu können.
Das sind drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche.Die Zufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz bleibt auf niedrigem Niveau nahezu unverändert: Aktuell sind 14 Prozent der Bundesbürger mit seiner Arbeit zufrieden. 85 Prozent bewerten seine Arbeit kritisch.Auch unter den eigenen Anhängern fällt das Urteil kritisch aus: 50 Prozent der CDU/CSU-Anhänger sind mit der Arbeit von Friedrich Merz unzufrieden, 48 Prozent äußern sich zufrieden.
Unter den Anhängern der SPD (19 Prozent), Grünen (9 Prozent), Linken (3 Prozent) und AfD (2 Prozent) findet die Arbeit des Bundeskanzlers ebenfalls kaum Zustimmung.Die wirtschaftlichen Erwartungen der Deutschen haben sich unterdessen weiter eingetrübt. Derzeit rechnen nur noch 11 Prozent mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland. 73 Prozent erwarten dagegen eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, während 16 Prozent von einer unveränderten Entwicklung ausgehen.Gegenüber der Vorwoche hat sich die Stimmung damit erneut verschlechtert. Der Anteil derjenigen, die mit einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung rechnen, bleibt unverändert niedrig, während der Anteil der Pessimisten weiter gestiegen ist. Der wirtschaftliche Pessimismus erreicht damit den höchsten Wert der vergangenen Wochen.Die Daten wurden von Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 28. Juli bis 3. August 2026 erhoben.
Datenbasis: 2.501 Befragte.