Fischerei: Ministerium verlängert Dieselhilfen bis Ende 2026

heute 14:20 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Die Förderung war zunächst nur für einen Teil des Jahres vorgesehen. Nun bleibt sie wegen der hohen Dieselpreise bis zum 31. Dezember 2026 bestehen und soll den Betrieben verlässliche Kalkulationen ermöglichen.

Schiffe in einem Hafen (Archiv)
Schiffe in einem Hafen (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Beihilfen für Nord- und Ostseefischer verlängertDas Bundeslandwirtschaftsministerium hat die Betriebsbeihilfen für die deutsche Fischerei an Nord- und Ostsee bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Anlass sind weiterhin stark erhöhte Dieselpreise, wie das Ministerium am Montag mitteilte.Förderrichtlinie im Bundesanzeiger veröffentlichtDie entsprechende Förderrichtlinie wurde im Bundesanzeiger veröffentlicht. Ursprünglich waren die Hilfen für den Zeitraum vom 1. März bis zum 23. Juli 2026 vorgesehen.Anzeige | trading-house BörsenakademieKostenlose Trading-Webinare für PrivatanlegerLive lernen, live fragen.

Erfahrene Trader zeigen Dir ihre Strategien beim Handel mit Aktien, Indizes und Rohstoffen in Echtzeit und beantworten Deine Fragen direkt - zum Beispiel, wie Du Nachrichten wie diese für Deine Entscheidungen an der Börse richtig einordnest. 100 % kostenlos, live und interaktiv, jeden Mittwoch um 15:15 Uhr, von der trading-house Börsenakademie, die Privatanleger seit 28 Jahren ausbildet.Kostenlos zum nächsten Webinar anmeldenEnergiepreise belasten FischereibetriebeBundesagrarminister Alois Rainer (CSU) sagte, die stark gestiegenen Energiepreise stellten die Fischer weiterhin vor Herausforderungen.

„Mit der Verlängerung der Beihilfe sorgen wir auch in dieser Phase für schnelle Unterstützung sowie Planbarkeit und Verlässlichkeit.“Rainer dankte der EU-Kommission für die Ermöglichung der Verlängerung.

Die Beihilfen sollen vor allem die durch die Krise am Golf entstandenen Energiepreissteigerungen abfedern.Finanzierung über Offshore-WindenergieDa auf Schiffsdiesel keine Energiesteuer erhoben wird, profitiert der Fischereisektor nicht von der Senkung dieser Steuer durch die Bundesregierung.

Die Finanzierung der Hilfen erfolgt über Einnahmen aus dem Windenergie-auf-See-Gesetz.Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung setzt die Maßnahme um.
Die Verlängerung der Betriebsbeihilfen reagiert auf eine besondere Kostenstruktur der Seefischerei: Treibstoff ist ein zentraler laufender Aufwand, während Fangmengen, Verkaufspreise und Wetterbedingungen nur begrenzt planbar sind. Steigende Dieselpreise wirken deshalb unmittelbar auf die Wirtschaftlichkeit einzelner Fahrten.Die Unterstützung ist zudem anders ausgestaltet als eine allgemeine Entlastung an der Zapfsäule. Weil auf Schiffsdiesel keine Energiesteuer erhoben wird, greift eine Steuersenkung in diesem Bereich nicht. Die Förderung soll damit eine branchenspezifische Lücke schließen und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Betriebe an Nord- und Ostsee stabilisieren.Finanzierung und europäischer RahmenDie Finanzierung über Einnahmen aus dem Windenergie-auf-See-Gesetz verbindet die Hilfen mit einem zentralen Ausbaupfad der deutschen Energiepolitik. Zugleich zeigt die erforderliche Zustimmung der EU-Kommission, dass nationale Betriebsbeihilfen für die Fischerei in einen europarechtlichen Rahmen eingebettet sind. Für die Betriebe schafft die Verlängerung bis zum Jahresende vor allem Planungssicherheit; sie ersetzt jedoch keine dauerhafte Antwort auf schwankende Energiepreise und strukturelle Belastungen der Küstenfischerei.

Handelssysteme, die für dich handeln!
Indikator. Pro. Automated.
Demo anfordern