Evonik will 3.200 Stellen abbauen
heute 09:22 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de
Der Essener Chemiekonzern Evonik plant den Abbau von 3.200 Arbeitsplätzen. Einzelheiten zu betroffenen Bereichen, Standorten und zum Zeitplan sollen folgen.
Der Essener Chemiekonzern Evonik will 3.200 Stellen abbauen.
Die dts Nachrichtenagentur verbreitete die Information am Dienstag zunächst als Blitzmeldung; weitere Details wurden angekündigt.Weitere Angaben angekündigtOffen ist zunächst, welche Geschäftsbereiche, Standorte und Länder von dem geplanten Personalabbau betroffen sind. Auch zum Zeitplan und zur konkreten Umsetzung liegen in der Meldung noch keine Angaben vor.Evonik mit Sitz in EssenEvonik zählt zu den großen deutschen Chemiekonzernen und ist auf Spezialchemikalien ausgerichtet.
Der Konzern beschäftigt Mitarbeiter in zahlreichen Ländern und ist unter anderem von der Entwicklung der Industrieproduktion, Energie- und Rohstoffkosten sowie der Nachfrage aus wichtigen Abnehmerbranchen abhängig.Mit den angekündigten Details dürfte sich zeigen, ob der Stellenabbau vor allem Verwaltungsstrukturen, einzelne Geschäftsbereiche oder Produktionsstandorte betrifft. Für Beschäftigte und betroffene Regionen sind dabei insbesondere mögliche Vereinbarungen mit Arbeitnehmervertretungen und der zeitliche Ablauf relevant.
Der angekündigte Abbau von 3.200 Stellen würde Evonik an einem zentralen Punkt seiner laufenden Neuausrichtung treffen.
Der Essener Konzern ist stark von der internationalen Nachfrage nach Spezialchemikalien, Energiepreisen, Rohstoffkosten und der Entwicklung wichtiger Abnehmerindustrien abhängig. Personalentscheidungen in dieser Größenordnung weisen deshalb in der Regel nicht nur auf kurzfristige Einsparungen, sondern auch auf strukturelle Veränderungen bei Standorten, Geschäftsbereichen oder Verwaltungsabläufen hin.Für die betroffenen Beschäftigten kommt es nun darauf an, wie Evonik den Abbau umsetzt. Maßgeblich sind mögliche Vereinbarungen mit Arbeitnehmervertretungen, der zeitliche Ablauf sowie die Frage, ob Arbeitsplätze durch natürliche Fluktuation, Altersteilzeit, Versetzungen oder betriebsbedingte Kündigungen entfallen.
Auch die regionale Wirkung kann erheblich sein, wenn einzelne Werke oder Verwaltungsstandorte überdurchschnittlich betroffen sind.Branchen unter KostendruckDie deutsche Chemieindustrie steht seit Längerem unter Druck. Hohe Energie- und Produktionskosten, eine schwache Industriekonjunktur und zunehmender Wettbewerb aus Nordamerika und Asien belasten viele Unternehmen.
Evonik hat bereits zuvor angekündigt, das Portfolio stärker auf margenstarke Spezialchemikalien auszurichten und Kosten zu senken.Die konkrete Bedeutung des Stellenabbaus hängt daher von den noch ausstehenden Einzelheiten ab. Entscheidend werden Angaben zu betroffenen Geschäftsbereichen, Ländern und Standorten sowie zu den finanziellen Einsparzielen sein. Für die deutsche Chemiebranche erhöht die Ankündigung zugleich den Druck, Produktion, Investitionen und Beschäftigung an veränderte Wettbewerbsbedingungen anzupassen.