Energiekosten: VZBV warnt vor hohen Rechnungen im Winter

heute 00:00 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

VZBV-Chefin Ramona Pop fordert angesichts gestiegener Preise für fossile Energieträger schnelle Entlastungen. Sie dringt zudem auf eine Senkung der Stromsteuer und mehr Energiesparen.

Heizung (Archiv)
Heizung (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

VZBV warnt vor höheren Rechnungen im WinterDie Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Ramona Pop, warnt vor hohen Energiekosten im Winter. Als Grund nennt sie gestiegene Preise für fossile Energieträger infolge des Iran-Kriegs und die übliche Befüllung der Gasspeicher in den Sommermonaten.Politik soll frühzeitig gegensteuernPop forderte die Politik auf, jetzt zu handeln, bevor hohe Rechnungen bei den Haushalten ankommen.

Sie schlug vor, erneut stärker zum Energiesparen aufzurufen und private Haushalte mit wirksamen Entlastungen wie Direktzahlungen zu unterstützen.VZBV verlangt niedrigere StromsteuerDarüber hinaus erneuerte die VZBV-Chefin die Forderung nach einer sofortigen Senkung der Stromsteuer. Deutschland zähle trotz des hohen Anteils erneuerbarer Energien weiterhin zu den Ländern mit den höchsten Strompreisen in Europa.Die Absenkung auf das europäische Mindestmaß wäre nach ihrer Einschätzung eine spürbare Entlastung.

Strom spiele in immer mehr Lebensbereichen eine Rolle, unter anderem bei Elektroautos und Wärmepumpen.
Die Warnung fällt in eine Phase, in der sich die europäischen Energiemärkte erneut deutlich verteuert haben.

Der europäische Gaspreis überschritt Ende Oktober 2026 erstmals seit 2022 die Marke von 100 Euro je Megawattstunde; zugleich lagen die Gasspeicher der EU am 21. Oktober bei 75 Prozent Füllstand.Für private Haushalte ist entscheidend, dass steigende Großhandelspreise nicht sofort, sondern mit Verzögerung in Tarifen und Rechnungen ankommen können.

Ein aktueller Vergleich von Gastarifen zeigte, dass günstige Angebote mit Preisgarantie innerhalb weniger Monate von etwa acht auf rund 14 Cent je Kilowattstunde gestiegen waren.Entlastung bleibt politische AufgabeDie von Ramona Pop geforderten Direktzahlungen würden Haushalte unabhängig vom konkreten Energieverbrauch unterstützen.

Eine Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß könnte dagegen den Strompreis breiter und dauerhaft entlasten.

Besonders relevant wäre das für Haushalte, die Wärmepumpen, Elektroautos oder andere elektrische Anwendungen nutzen.Gleichzeitig zeigen regionale Preisdaten, dass sich die Entwicklung nicht bei allen Energieträgern gleich vollzieht. Während Strom und Erdgas in einer aktuellen saarländischen Auswertung zuletzt günstiger waren, haben sich die Großhandelspreise inzwischen wieder stark nach oben bewegt. Für Verbraucher bedeutet das, Tarife zu prüfen, den eigenen Verbrauch zu senken und staatliche Hilfen rechtzeitig zu beantragen, falls die Bundesregierung entsprechende Maßnahmen beschließt.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene FragenBR: „Gaspreise auf höchstem Stand seit Jahren: Wie teuer wird Heizen?“ (30.10.2026)Der Beitrag ordnet die steigenden Gaspreise anhand konkreter Haushaltstarife ein. Er bestätigt damit das Risiko höherer Heizkosten, legt den Schwerpunkt aber auf die praktische Kostenentwicklung für Verbraucher.Focus: „Deutschland schafft Gas-Deadline nicht und Erdgas klettert auf 103 Euro, ein mehrjähriges Hoch“ (30.10.2026)Focus hebt den Anstieg des Großhandelspreises auf zeitweise 103,5 Euro je Megawattstunde und die verzögerte Speicherbefüllung hervor. Damit wird der marktbezogene Hintergrund betont, während die VZBV-Forderung auf Entlastungen für private Haushalte zielt.Übereinstimmend steht die Belastung durch höhere Gaspreise im Mittelpunkt. Unterschiede bestehen vor allem beim Blickwinkel: Während der BR die Folgen für Heizkosten beschreibt, konzentriert sich Focus auf Großhandel und Speicherziel.

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