DWS-Chef Hoops erwartet bis zu vier Prozent Wachstum

heute 10:17 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

DWS-Chef Stefan Hoops hält in den 2030er Jahren jährliche Wachstumsraten von drei bis vier Prozent für möglich. Dafür müsse die Bundesregierung ein umfangreiches Reformpaket bei Arbeit, Rente und Bürokratie umsetzen.

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via dts Nachrichtenagentur

DWS-Chef Hoops erwartet starkes Wachstum in den 2030er JahrenDWS-Chef Stefan Hoops sieht Deutschland vor einem „goldenen Jahrzehnt“ mit jährlichen Wachstumsraten von bis zu vier Prozent, wenn die Bundesregierung ihre Reformen wie geplant umsetzt. In den 2030er Jahren könnten drei bis vier Prozent Wirtschaftswachstum erreicht werden, sagte Hoops der „Bild“.Reformen sollen Potenzialwachstum erhöhenNach Hoops’ Einschätzung hat der Staat die Wirtschaft zunächst angekurbelt. Nun folge der schwierigere Teil: Reformen in der Arbeitswelt, bei der Rente und beim Bürokratieabbau.Steigende Löhne und mehr Investitionen setzten ein höheres Potenzialwachstum voraus, sagte der DWS-Chef. Das könne nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung gelingen.Arbeitszeit und Renteneintritt im MittelpunktHoops verwies darauf, dass Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern weniger arbeite und die Menschen relativ früh in Rente gingen.

Das müsse sich teilweise ändern, auch wenn die Veränderungen für die Betroffenen hart seien.Die globale Wettbewerbsfähigkeit müsse wieder gestärkt werden.

Die gemeinsame Anstrengung sei notwendig, damit Deutschland in den kommenden zehn bis 15 Jahren ein goldenes Jahrzehnt erleben könne.Wachstumserwartungen bleiben deutlich niedrigerDie aktuelle wirtschaftspolitische Debatte dreht sich ebenfalls um die Frage, wie Deutschland seine Wachstumskräfte stärken kann. Der Internationale Währungsfonds hob seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum 2026 zuletzt auf 1,3 Prozent an.Damit liegt die kurzfristige Erwartung deutlich unter dem von Hoops für die 2030er Jahre genannten Ziel. Die politische Umsetzung von Renten-, Arbeitsmarkt- und Bürokratiereformen wird damit zum entscheidenden Prüfstein für die langfristige Wachstumsstrategie.Anzeige | trading-house BörsenakademieKostenlose Trading-Webinare für PrivatanlegerLive lernen, live fragen.

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Stefan Hoops verbindet seine Wachstumsprognose mit einem umfassenden Reformprogramm. Im Mittelpunkt stehen dabei die Arbeitswelt, die Alterssicherung und der Abbau staatlicher Vorgaben.

Seine Aussage fällt in eine Phase, in der die deutsche Konjunktur zwar wieder bessere Erwartungen weckt, das mittelfristige Wachstumspotenzial aber weiterhin als zentrale wirtschaftspolitische Aufgabe gilt.Die von Hoops genannten drei bis vier Prozent pro Jahr liegen deutlich über dem gegenwärtig erwarteten deutschen Wachstum. Der Internationale Währungsfonds hob seine Prognose für Deutschland für 2026 zuletzt auf 1,3 Prozent an. Das zeigt die Größenordnung des von Hoops beschriebenen Ziels: Es wäre nicht nur eine konjunkturelle Erholung, sondern würde eine dauerhaft höhere Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft voraussetzen.Reformen als entscheidender PrüfsteinBesonders konfliktträchtig sind Veränderungen bei Arbeitszeit und Rente. Längere Erwerbsphasen, eine höhere Erwerbsbeteiligung und weniger Bürokratie könnten das Arbeitskräfteangebot vergrößern, berühren aber unmittelbar die Lebensplanung vieler Menschen.

Zugleich konkurrieren Reformen mit kurzfristigen Belastungen für Beschäftigte, Unternehmen und öffentliche Haushalte.Für die Bevölkerung wären die Folgen eines höheren Potenzialwachstums vor allem über Löhne, Investitionen und die Finanzierung sozialer Sicherungssysteme spürbar. Ob daraus tatsächlich ein „goldenes Jahrzehnt“ entsteht, hängt deshalb weniger von einem einzelnen Konjunkturimpuls als von der politischen Fähigkeit ab, mehrere Reformfelder dauerhaft miteinander zu verbinden.

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