Dax steigt auf 25.575 Punkte, Ölpreis fällt deutlich
heute 17:46 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de
Der Dax ist am Montag mit einem Plus von 1,1 Prozent in die Woche gestartet, gestützt von deutlich fallenden Ölpreisen. Während Technologiewerte und Banken profitieren, geraten Immobilienaktien wie Vonovia nach den Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern unter Druck.
via dts Nachrichtenagentur
Der Dax hat zum Wochenstart deutlich zugelegt und ist am Montag bei 25.575 Punkten aus dem Xetra-Handel gegangen, ein Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. Fallende Ölpreise sorgten dabei für spürbare Kauflaune an den deutschen Aktienmärkten.Gewinner und Verlierer im LeitindexZu den stärksten Werten im Dax zählten am Montag die Aktien von Infineon, Siemens und der Commerzbank. Am Ende der Kursliste standen dagegen die Papiere von Fresenius, Volkswagen und Vonovia, die Abschläge hinnehmen mussten.
Unter den Einzelwerten rückte besonders Vonovia in den Fokus der Anleger.Ölpreisrückgang nimmt Inflationsdruck vom MarktNach Einschätzung von Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, kam die Unterstützung für den Aktienmarkt „ganz klar von den wieder rückläufigen Ölpreisen“. Die großen Notenbanken hatten in der vergangenen Woche ihren Kurs zur Inflationsbekämpfung bekräftigt, sodass jede Entspannung bei den Energiepreisen von den Märkten positiv aufgenommen wird. Fallende Ölpreise dämpfen Inflationsängste und verringern den Druck auf die Geldpolitik.USA-China-Gespräche als weiterer EinflussfaktorParallel dazu richten Investoren ihren Blick auf ein bevorstehendes Treffen zwischen den USA und China. Laut Lipkow verliefen die Vorgespräche am Wochenende konstruktiv und nahmen zunächst etwas geopolitischen Druck von den Märkten.
Für eine breite Kaufbereitschaft reicht dies nach seiner Einschätzung jedoch noch nicht aus, die Anleger warten auf konkrete Ergebnisse aus den politischen Gesprächen.Wahlen belasten ImmobilienwerteBesondere Aufmerksamkeit galt am Montag der Vonovia-Aktie nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Die veränderten politischen Rahmenbedingungen sorgen laut Lipkow für neue Unsicherheit über die künftige Wohnungspolitik und belasten den Titel. Für Immobilienkonzerne sei politische Planbarkeit fast genauso wichtig wie die Zinsentwicklung, fehle sie, steige der Risikoabschlag am Markt.Entwicklungen bei Währungen, Gold und ÖlDie europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Nachmittag etwas schwächer, ein Euro kostete 1,1469 US-Dollar, ein Dollar entsprechend 0,8719 Euro. Der Goldpreis gab ebenfalls nach, für eine Feinunze wurden 4.349 US-Dollar fällig, ein Rückgang um 0,7 Prozent; das entspricht 121,91 Euro pro Gramm. Deutlich unter Druck stand der Ölpreis: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 100,30 US-Dollar und damit 3,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Der deutliche Anstieg des Dax zum Wochenauftakt spiegelt eine kurzfristige Entspannung an den Energiemärkten wider. Fallende Ölpreise nehmen etwas Druck von der Inflation, die seit Monaten von hohen Energie- und Heizkosten geprägt ist. Gleichzeitig reagieren die Aktienmärkte sensibel auf die geopolitische Lage im Nahen Osten und die dortigen Liefer- und Transportrisiken für Öl und Gas.Markttreiber Ölpreis und GeldpolitikSinkende Notierungen der Nordsee-Sorte Brent sind für Investoren ein wichtiges Signal, weil sie Inflationsängste dämpfen und damit die Wahrscheinlichkeit weiterer kräftiger Zinserhöhungen mindern. Zentralbanken hatten erst in der Vorwoche ihren Kurs zur Inflationsbekämpfung bekräftigt. Wenn der größte Preistreiber – Energie – kurzfristig nachgibt, entsteht Spielraum für eine freundlichere Bewertung von Aktien, insbesondere in zinssensiblen Sektoren wie Technologie und Finanzwerte.Politik und ImmobiliensektorGleichzeitig wirkt die jüngste politische Entwicklung in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern belastend auf Wohnungskonzerne wie Vonovia. Mit dem Wahlsieg der Linken in Berlin rückt die Diskussion über strengere Regulierung und mögliche Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände wieder stärker in den Mittelpunkt. Für Immobiliengesellschaften zählt politische Planbarkeit fast ebenso wie Zinsniveau: Unsicherheit über künftige Miet- und Wohnungspolitik erhöht den Risikoabschlag an der Börse und kann die Bewertung drücken.Geopolitik und Ausblick für AnlegerDas geplante Treffen zwischen den USA und China wird von den Märkten als Chance für eine Entschärfung globaler Handels- und Technologiekonflikte gesehen.
Eine konstruktive Gesprächsatmosphäre nimmt den akuten Druck etwas heraus, doch Investoren warten auf konkrete Ergebnisse, bevor sie breiter in Risikoanlagen gehen.
Für Privatanleger bedeutet die aktuelle Lage, dass Kursschwankungen stark von Energiepreisen, Zentralbankkommunikation und politischen Entscheidungen beeinflusst bleiben – Diversifikation und ein Blick auf längerfristige Trends bleiben entscheidend.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragentagesschau.de: „Marktbericht: Für Anleger sind Ölpreise wichtiger als die Wahlen" (21.09.2026)Der Artikel beschreibt, dass der Dax im frühen Handel deutlich zulegt und die Rückgänge beim Ölpreis als zentralen Treiber für die Kauflaune gelten.
Zugleich werden die jüngsten Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern als politischer Hintergrund genannt, der die Kurse aber zunächst weniger stark bewegt. Im Fokus stehen wie bei der dts-Meldung die Bedeutung der Energiepreise und die Reaktion von Wohnungskonzernen wie Vonovia.n-tv.de: „Der Börsen-Tag Montag, 21. September 2026" (21.09.2026)n-tv zeigt, dass der Dax nach Verlusten am Freitag freundlich startet und vor allem von nachgebenden Ölpreisen und positiven Impulsen aus der Chipbranche profitiert. Zusätzlich hebt der Beitrag den Druck auf den Immobiliensektor durch den Wahlausgang in Berlin hervor und verweist auf deutliche Abschläge bei Vonovia und anderen Wohnungswerten.
Damit bestätigt der Artikel die gleichzeitige stützende Wirkung des Ölpreises und die Belastung durch politische Unsicherheit im Wohnungsmarkt.Insgesamt betonen beide Medien übereinstimmend die zentrale Rolle der sinkenden Ölpreise für die Erholung des Dax und verweisen zugleich auf die bremsenden Effekte der jüngsten Landtagswahlen auf Wohnungskonzerne. Unterschiede liegen vor allem in der Gewichtung zusätzlicher Faktoren wie Chipwerte und der ausführlichen politischen Einordnung des Wahlgeschehens.