Dax startet bei 25.205 Punkten mit angezogener Handbremse

heute 09:34 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Der deutsche Leitindex liegt am Montagmorgen leicht unter seinem vorherigen Schlussstand. Positive Impulse aus den USA und Asien treffen auf Sorgen über Frankreichs Haushaltslage und hohe Energiepreise.

Anzeigetafel in der Frankfurter Börse
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via dts Nachrichtenagentur

Der Dax ist am Montag verhalten in die neue Handelswoche gestartet.

Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.205 Punkten berechnet und lag damit 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag.US-Vorgaben stützen den MarktNach Einschätzung von Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, treffen die Anleger auf ein Umfeld mit positiven und negativen Signalen.

Die asiatischen Aktienmärkte setzten die freundlichen Vorgaben der Wall Street um, besonders Technologieaktien waren gefragt.Schwache US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag verringerten nach Lipkows Einschätzung die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank. Davon profitierten auch US-Staatsanleihen, deren Renditen wieder etwas nachgaben.Frankreich und Energiepreise bremsenIn Europa blieben die hohen Renditen französischer Staatsanleihen ein Belastungsfaktor. Sie spiegelten das Misstrauen der Anleger gegenüber der französischen Fiskalpolitik und der hohen Staatsverschuldung wider.Gleichzeitig hielten die hohen Energiepreise die Inflationssorgen am Leben und belasteten über steigende Benzinpreise zunehmend den privaten Konsum. Für einen nachhaltigen Ausbruch des Dax brauche es deshalb mehr als gute Wall-Street-Vorgaben, sagte Lipkow.Autoaktien könnten sich bewegenBewegung könnte zum Wochenauftakt in die Automobilwerte kommen.

Neue Absatzzahlen im Elektrofahrzeugsegment deuteten auf eine Erholung hin und könnten europäischen Herstellern kurzfristig Rückenwind geben.Ob daraus mehr als eine sektorale Bewegung entsteht, blieb offen.

Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Montagmorgen 1,1190 US-Dollar.Gold steigt, Ölpreis gibt nachDer Goldpreis legte zu. Für eine Feinunze wurden am Morgen 4.152 US-Dollar gezahlt, 0,2 Prozent mehr als zuletzt; das entsprach einem Preis von 119,30 Euro pro Gramm.Der Ölpreis sank unterdessen unter die Marke von 102 US-Dollar. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 101,50 US-Dollar und damit 72 Cent beziehungsweise 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Der Dax bewegte sich zum Wochenstart in einem Umfeld, in dem internationale und europäische Signale auseinanderliefen.

Unterstützung kam von den freundlichen Vorgaben aus den USA und Asien sowie von nachlassenden Renditen bei US-Staatsanleihen.

Schwächere US-Arbeitsmarktdaten dämpften zugleich die Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die Federal Reserve.In Europa blieb die Finanzierungslage der Staaten ein zentraler Belastungsfaktor. Besonders die Renditen französischer Staatsanleihen spiegeln die Sensibilität der Märkte gegenüber der französischen Haushaltslage und der hohen Verschuldung wider. Steigende Renditen verteuern die Refinanzierung und können den Spielraum für öffentliche Ausgaben einengen.Inflation und Autoaktien im BlickZusätzlichen Druck erzeugen die hohen Energiepreise. Sie wirken über Kraftstoff- und Produktionskosten auf Unternehmen und private Haushalte und erschweren eine schnelle Entspannung bei der Inflation. Für Aktienmärkte bedeutet das, dass Zinshoffnungen durch europäische Kosten- und Haushaltsrisiken begrenzt werden.Eine mögliche kurzfristige Unterstützung könnten neue Absatzzahlen im Elektrofahrzeugsegment liefern. Davon würden vor allem europäische Autohersteller profitieren, sofern sich die Erholung in den Verkaufsdaten bestätigt und nicht auf einzelne Märkte oder Modelle beschränkt bleibt. Für Anleger bleibt damit entscheidend, ob positive Impulse aus Technologie- und Autowerten die breiteren Belastungen bei Anleihen, Energie und Konsum überwiegen.

Tagesschau: „DAX-Ausblick, Öl, Zinshoffnungen“ (05.10.2026)Der Beitrag ordnet den Dax-Start gemeinsam mit den Entwicklungen bei Ölpreisen und Zinserwartungen ein. Er bestätigt damit die Verbindung zwischen dem Aktienmarkt, den Energiepreisen und der Geldpolitik, setzt den Schwerpunkt jedoch breiter als die dts-Meldung.

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