Dax schließt bei 25.578 Punkten – Brent unter 100 Dollar

heute 17:47 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Der deutsche Leitindex beendete den Handel nahezu unverändert bei 25.578 Punkten. Gleichzeitig fiel der Brent-Ölpreis am Nachmittag unter 100 Dollar je Barrel – ein möglicher Entlastungsfaktor für Inflation und Märkte, dessen Nachhaltigkeit offen bleibt.

Frankfurter Börse (Archiv)
Frankfurter Börse (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Der Dax hat den Dienstag nahezu unverändert beendet.

Zum Xetra-Handelsschluss wurde der deutsche Leitindex mit 25.578 Punkten berechnet und lag damit nur wenige Punkte über dem Schlussstand des vorherigen Handelstags.Zalando und Infineon vornAn der Spitze der Kursliste standen Zalando, Infineon und GEA. Im roten Bereich notierten dagegen unter anderem die Aktien der Allianz, von Rheinmetall und der Deutschen Bank.„In einem impulslosen Handel robbte sich der Dax heute zwar kurzzeitig an die Marke von 25.800 Punkten heran, doch dann ging ihm die Kraft aus und Gewinnmitnahmen drückten den deutschen Leitindex wieder zurück auf den Vortagesschluss“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.Brent fällt unter 100 DollarNach Einschätzung Lipkows kam zunächst erneut Unterstützung vom Ölmarkt. Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges im Iran habe bereits zum Wochenauftakt für fallende Energiepreise gesorgt; dieser Trend setzte sich am Dienstag fort.Die Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 17 Uhr deutscher Zeit 99,80 US-Dollar je Fass. Der Preis lag damit 54 Cent oder 0,5 Prozent unter dem Schluss des vorherigen Handelstags.Euro und Gold geben nachDer Euro notierte am Dienstagnachmittag schwächer. Ein Euro kostete 1,1434 US-Dollar, während für einen US-Dollar 0,8746 Euro gezahlt werden mussten.Auch der Goldpreis gab nach. Eine Feinunze wurde am Nachmittag mit 4.329 US-Dollar bewertet, 0,3 Prozent weniger als zuvor. Das entsprach einem Preis von 121,73 Euro je Gramm.Lipkow zufolge müsste sich der Rückgang beim Ölpreis zu einem nachhaltigen Abwärtstrend entwickeln, damit daraus ein stärkerer Impuls für den Dax entsteht. Eine kurze Unterschreitung der 100-Dollar-Marke nehme den Anlegern ihre Inflationssorgen noch nicht. Entscheidend bleibe die Entwicklung im Nahen Osten.
Der Dax bewegt sich damit weiterhin in einem Umfeld, in dem geopolitische Nachrichten und die Entwicklung der Energiepreise eng miteinander verknüpft sind. Bereits zum Wochenauftakt hatten fallende Ölpreise den deutschen Leitindex gestützt; zugleich blieb die Hoffnung auf diplomatische Kontakte im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg ein wichtiger Faktor für die Marktstimmung.Für Unternehmen und Verbraucher ist die Marke von 100 Dollar beim Brent-Preis vor allem deshalb relevant, weil höhere Energiekosten die Inflation und die Gewinnmargen belasten können.

Ein dauerhaft niedrigerer Ölpreis würde den Kostendruck bei energieintensiven Unternehmen verringern und könnte die Erwartungen an die Geldpolitik beeinflussen.

Der einzelne Handelstag liefert dafür allerdings noch keinen belastbaren Trend.Ölpreis bleibt zentraler BörsenfaktorDie Kursbewegungen zeigen zugleich, dass Anleger die geopolitische Entspannung nicht als gesichert einpreisen.

Der Dax näherte sich im Tagesverlauf der Marke von 25.800 Punkten, gab die Gewinne jedoch wieder ab. Neben dem Ölpreis bleiben damit mögliche Entwicklungen im Nahen Osten, der Wechselkurs des Euro und die Reaktion der Notenbanken entscheidend für Aktien und Anleihen.Die unterschiedliche Entwicklung der Einzelwerte unterstreicht, dass der Gesamtindex die Lage nur teilweise abbildet.

Während Zalando, Infineon und GEA zulegten, standen Allianz, Rheinmetall und Deutsche Bank unter Druck. Für Anleger und Unternehmen bleibt daher maßgeblich, ob der Rückgang des Brent-Preises anhält und sich daraus tatsächlich eine Entlastung bei Inflation und Finanzierungskosten ergibt.

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