Dax leichter – Nervosität vor Nvidia-Bericht und Notenbankertreffen
heute 09:31 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de
Am Mittwochmorgen gab der Dax nach. Die Märkte blicken gespannt auf Nvidia und das bevorstehende Treffen der Notenbanker in Jackson Hole.
via dts Nachrichtenagentur
Der deutsche Leitindex Dax startete mit einem leichten Rücksetzer in den neuen Handelstag. Kurz nach 9:30 Uhr stand er bei etwa 26.225 Punkten, etwa 0,2 Prozent schwächer als zum gestrigen Handelsschluss.
Gespaltene Liste der Gewinner und Verlierer
Unter den Gewinnern des Morgens fanden sich die Deutsche Bank, Heidelberg Materials und Qiagen wieder. Am anderen Ende rangierten SAP, Scout24 sowie Rheinmetall – wobei solche Rankings ohnehin von Tag zu Tag schwanken, manchmal auch völlig willkürlich wirken.
Warten auf Nvidia – und ein bisschen Nervosität
Thomas Altmann von QC Partners merkte an, die Anlegerinnen und Anleger sähen sämtliche Uhren auf den Abend gestellt: Nach Börsenschluss werden die Quartalszahlen von Nvidia erwartet.
Diese sorgen nicht selten für Wirbel. Ein 16. Gewinnplus in Folge steht angeblich im Raum – fast schon grotesk, wie solche tropfenweisen Erfolgsmeldungen wirken.
Aber entscheidender als Zahlen selbst wird wohl der Ausblick des US-Unternehmens: Wie geht es künftig weiter mit KI und Halbleitern?
Notenbanker in Jackson Hole – die große Erwartung
Doch das ist nicht alles: So schiebt sich schon das nächste große Event ins Rampenlicht. Morgen beginnt in Jackson Hole das traditionelle Treffen der Notenbank-Elite. Viele Marktteilnehmer erhoffen sich dabei einen Hinweis von Kevin Warsh zur US-Geldpolitik in den kommenden Monaten.
Aber wohl niemand rechnet ernsthaft mit einer klaren Ansage in puncto Zinserhöhungen – zu viel steht auf dem Spiel.
Euro und Ölpreis – Schwankungen am Morgen
Auch abseits der Börsenbühne bewegt sich einiges.
Der Euro gab leicht nach, mit 1,1670 US-Dollar pro Euro lag die Gemeinschaftswährung etwas schwächer. Gleichzeitig rutschte der Ölpreis für die Nordsee-Referenzsorte Brent unter 87 Dollar und verzeichnete damit ein Minus von etwa 2,3 Prozent. Komisch, wie solche angeblich kleinen Werte für manch Anleger doch gleich einen Höhenflug – oder eine Mini-Panik – bedeuten.
Der Dax startete den Mittwoch mit geringfügigen Einbußen – rund 0,2 Prozent unter dem Vortag. Besonders im Fokus stehen heute der Nvidia-Geschäftsbericht sowie das morgen beginnende Notenbankertreffen in Jackson Hole, das traditionell wichtige Impulse für die Märkte setzt. Hingegen zeigten sich sowohl der Euro als auch der Ölpreis etwas schwächer, was die generelle Unsicherheit an den Märkten widerspiegelt.
Zusätzliche aktuelle Entwicklungen aus anderen Medien
Noch während Anleger gespannt auf Nvidia blicken, bleibt künstliche Intelligenz an den Märkten ein treibendes Thema – Analysten debattieren, inwieweit die Begeisterung um KI das Kursniveau bereits vorweggenommen hat. Parallel beschäftigt die Zinspolitik der US-Notenbank weiterhin die internationale Presse: Während einige Stimmen eine baldige Zinspause für möglich halten, tippen andere auf weitere restriktive Schritte, sofern die Inflation anhält. Last but not least: Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus Europa signalisieren, dass sich die Konjunkturerholung weiter verzögert – was wiederum die Unsicherheiten an den Börsen verstärkt.
In einem heute erschienenen Artikel der Süddeutschen Zeitung wird beleuchtet, wie die Anleger auf die bald erwarteten Nvidia-Zahlen reagieren.
Die Erwartungen an das Unternehmen sind hoch, doch Marktbeobachter warnen davor, dass überzogene Hoffnungen auf Dauer für Rückschläge sorgen könnten.
Auch im Fokus: Die Bedeutung von Jackson Hole als Weichensteller für die nächsten Zinsschritte der US-Notenbank (Quelle: Süddeutsche Zeitung).
Der Spiegel berichtet ausführlich über die aktuelle Unsicherheit an den Börsen: Während der Dax schwächelt, beeinflussen globale Faktoren – darunter die zögerliche chinesische Konjunkturerholung und geopolitische Spannungen – die Sorgen rund um Investitionen und Wirtschaftsprognosen.
Nicht zuletzt werden Tech-Aktien wie Nvidia kritisch beäugt, weil einige Analysten eine Überbewertung befürchten.
Die Bedeutung des Börsengeschehens in den USA schlägt auch auf den deutschen Markt durch (Quelle: Spiegel).
Laut der FAZ hat der Euro seine Verluste gegenüber dem Dollar ausgeweitet, während die Unsicherheit über die künftige Zinspolitik der US-Notenbank die Märkte dominiert. Gleichzeitig bleibt der Ölpreis unter Druck, da die Erwartungen an eine nachhaltige Nachfrage in Europa und China enttäuscht wurden.
Auch hier stehen die Nvidia-Zahlen und das Jackson-Hole-Treffen als Präzedenzfall für das kommende Halbjahr im Fokus (Quelle: FAZ).