Dax fällt zum Wochenstart leicht – Ölpreis Brent steigt auf 107,50 Dollar

14.09.26 09:29 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Der Dax startet am Montag mit einem leichten Minus in die Woche, während der Ölpreis nach der Schließung einer wichtigen Pipeline deutlich zulegt. Zugleich rückt die erwartete Zinserhöhung der US-Notenbank in den Fokus der Märkte.

Frankfurter Börse
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via dts Nachrichtenagentur

Der Dax ist am Montag mit leichten Verlusten in den Handelstag gestartet.

Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.520 Punkten berechnet, 0,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag.Gewinner und Verlierer im LeitindexAn der Spitze der Kursliste rangierten SAP, Bayer und Rheinmetall. Am Ende der Dax-Tafel lagen zu Wochenbeginn Infineon, Hochtief und Siemens Energy.Ein Impuls für eine breitere Aufwärtsbewegung fehlte damit zunächst, während die Anleger die weitere Entwicklung an den Märkten abwarteten.Belastung durch steigende Energiepreise"Wer mit der Hoffnung auf eine Entspannung der Energiepreise ins Wochenende ging, wird zu Wochenbeginn herbe enttäuscht: Die Schließung der saudischen Ost-West-Pipeline weckt neue Ängste über die Versorgung der Weltwirtschaft mit Öl aus dem Nahen Osten, nachdem die Frage über den freien Seeverkehr an der Straße von Hormus noch gar nicht gelöst ist", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank."Damit treffen zwei schlechte Nachrichten gleichzeitig ein: die Schließung der Pipeline und Überlegungen über eine Selbstverpflichtung der KI-Branche, ihre eigene Entwicklung freiwillig zu verlangsamen." Ein Impuls für Aktien fehle zu Wochenbeginn damit völlig.Blick auf die US-Geldpolitik"Das Fenster für rhetorische Kniffe, um die nächste Zinsanhebung doch noch aufschieben zu können, ist aus Sicht der Märkte nun auch in den Vereinigten Staaten so gut wie geschlossen", so Stanzl weiter. Die Anleger rechneten mit einer 90-prozentigen Wahrscheinlichkeit mit einer Zinsanhebung durch die US-Notenbank am Mittwoch."Damit dürfte weniger die Zinsentscheidung selbst als vielmehr der Ausblick der Fed auf die weiteren Schritte die Kursrichtung an den Märkten bestimmen." Die Erwartungshaltung an die Fed prägt damit die Stimmung an den Börsen zu Wochenbeginn maßgeblich.Euro und Ölpreis im FokusDie europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,1557 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8653 Euro zu haben.Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 107,50 US-Dollar; das waren 2,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Der schwächere Start des Dax zu Wochenbeginn fällt mit einer deutlichen Bewegung am Ölmarkt zusammen.

Steigende Energiepreise gelten traditionell als Belastungsfaktor für konjunktursensible Aktien, weil sie sowohl Unternehmenskosten erhöhen als auch die Inflation stabil auf höherem Niveau halten können.Die in der Meldung angesprochene Schließung der saudischen Ost-West-Pipeline verschärft die Sorgen um die Versorgungssicherheit aus der Golfregion, die schon länger durch Spannungen rund um die Straße von Hormus geprägt ist. Für Anleger bedeutet das ein zusätzliches Risiko, weil der Ölmarkt empfindlich auf Angebotsstörungen reagiert und sich dies unmittelbar in den Notierungen niederschlägt.Geldpolitik als zentrale StellschraubeGleichzeitig bleibt die US-Notenbank als Taktgeber der internationalen Finanzmärkte im Fokus. Eine weitere Zinserhöhung wirkt in der Regel bremsend auf die Konjunktur und macht riskantere Anlagen wie Aktien gegenüber sicheren Zinsprodukten weniger attraktiv. Der von Marktteilnehmern erwartete hohe Wahrscheinlichkeitsgrad für einen weiteren Schritt der Fed verdeutlicht, wie stark die Inflationsbekämpfung weiterhin die geldpolitische Agenda bestimmt.Für die europäischen Börsen ergeben sich daraus zwei parallele Belastungsstränge: Zum einen die unmittelbaren Kosten- und Inflationsimpulse über den Ölpreis, zum anderen der globale Zinsdruck aus den USA, der auch die Erwartungen an die Europäische Zentralbank beeinflusst. Anleger achten vor diesem Hintergrund besonders auf den Ausblick der Fed, weil er Hinweise darauf liefert, wie lange das Umfeld hoher Zinsen noch anhalten könnte.Folgen für Anleger und UnternehmenFür Unternehmen mit hohem Energiebedarf steigen die Unsicherheiten, während exportorientierte Konzerne zusätzlich auf Wechselkursbewegungen zwischen Euro und US-Dollar schauen.

Privatanleger wiederum sehen sich mit der Frage konfrontiert, ob sie angesichts höherer Zinsen defensiver positionieren oder auf einzelne Branchen setzen, die von einer robusten Nachfrage oder von strukturellen Trends wie Digitalisierung und Sicherheit profitieren.

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