Dax fällt auf 25.402 Punkte und Ölpreis belastet den Handel

15.09.26 17:53 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Der deutsche Leitindex geriet am Dienstag unter Druck, konnte seine frühen Verluste aber größtenteils eindämmen. Vor allem höhere Energiepreise und steigende Renditen sorgten für ein nervöses Börsenumfeld.

Frankfurter Börse (Archiv)
Frankfurter Börse (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Der Dax hat am Dienstag nachgelassen und den Handel an der Xetra mit 25.402 Punkten beendet.

Das entspricht einem Minus von 0,2 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag.Nach einem schwachen Start machte der Leitindex im Verlauf einen Großteil seiner Verluste wieder wett.Öl und Renditen belasten die StimmungBelastend wirkten vor allem der kräftig gestiegene Ölpreis und höhere Anleiherenditen. Am Nachmittag kostete ein Fass der Nordsee-Sorte Brent 108,30 US-Dollar.Auch an den Rentenmärkten nahm der Druck zu. Steigende Renditen in den USA, Großbritannien, Japan und Deutschland verstärkten nach Einschätzung des Marktumfelds die Nervosität an den Aktienmärkten.Einzelwerte im BlickBis kurz vor Handelsschluss lag Rheinmetall an der Spitze der Kursliste, gefolgt von Qiagen und RWE. Am Ende des Dax standen die Aktien von Zalando.Der Euro zeigte sich am Dienstagnachmittag etwas schwächer und kostete 1,1542 US-Dollar. Der Goldpreis gab ebenfalls nach.Blick auf die GeldpolitikVor der Sitzung der US-Notenbank rückte zudem die Erwartung eines Zinsschritts um 25 Basispunkte in den Mittelpunkt. Entscheidend dürfte anschließend der Ton der Pressekonferenz werden, weil er den weiteren Kurs der Geldpolitik prägen kann.Im Hintergrund bleibt damit ein Marktumfeld, in dem Energiepreise, Zinsen und die Unsicherheit über das weitere geldpolitische Vorgehen zusammenwirken.

Für den Dax bedeutet das vor allem erhöhte Schwankung und wenig Rückenwind für breiter angelegte Kursgewinne.
Der Dax schloss am Dienstag schwächer und blieb mit 25.402 Punkten knapp unter dem Vortag, nachdem er zwischenzeitlich deutlich tiefer notiert hatte. Belastend wirkten vor allem der gestiegene Ölpreis und höhere Anleiherenditen, die den Druck auf Aktien weltweit erhöhten.Für den deutschen Leitindex ist das Umfeld damit vor allem von zwei Faktoren geprägt: teurere Energie und ein strafferes Zinsumfeld. Beides dämpft die Fantasie für Konjunktur und Unternehmensgewinne, während sich die Bewertung vieler Aktien im internationalen Vergleich ohnehin angespannt darstellt.Renditen und Energiepreise im FokusBesonders relevant ist, dass steigende Renditen nicht nur die Finanzierungskosten von Staaten und Unternehmen erhöhen, sondern auch die Attraktivität sicherer Anlagen verbessern. Gleichzeitig verteuert ein Ölpreis über 100 US-Dollar den Transport, die Produktion und am Ende viele Konsumgüter. Das trifft exportstarke und energieintensive Branchen in Deutschland unterschiedlich, kann aber den breiten Markt schnell belasten.Ausblick auf die US-NotenbankHinzu kommt der Blick auf die US-Notenbank, deren Zinsschritt nach den vorliegenden Angaben als fest eingeplant gilt. Für die Börsen ist dabei weniger die Entscheidung selbst entscheidend als der Ton der anschließenden Pressekonferenz, weil er Hinweise auf das weitere Tempo der Geldpolitik geben kann. Für den Dax bleibt damit vorerst ein Marktumfeld, in dem positive Einzelwerte zwar stützen können, der übergeordnete Trend aber von Zinsen, Energiepreisen und globaler Risikoaversion bestimmt wird.

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