Dax bleibt bei 25.185 Punkten unter Druck

heute 12:33 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Der deutsche Leitindex liegt am Donnerstagmittag 0,5 Prozent im Minus. Anleger meiden angesichts von Inflations- und Zinssorgen besonders Technologieaktien, während defensive Branchen gesucht bleiben.

Anzeigetafel in der Frankfurter Börse
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via dts Nachrichtenagentur

Dax bleibt am Donnerstagmittag im MinusDer Dax hat sich am Donnerstag nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag weiter im roten Bereich bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 25.185 Punkten berechnet, 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau des vorherigen Handelstags.Technologiewerte geraten unter VerkaufsdruckAndreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, sagte, im Dax stünden Technologiewerte wie Infineon und Siemens Energy unter Verkaufsdruck. Zugleich nutzten Anleger die Kursschwäche für gezielte Käufe in defensiven Branchen.Die Bereitschaft, grundsätzlich in Aktien investiert zu bleiben, sei vorhanden, die Risikofreude nehme jedoch deutlich ab, so Lipkow. Hohe Energiepreise und die Sorge vor weiteren Zinserhöhungen belasteten die Stimmung.Inflationssorgen bremsen die KauflauneLipkow zufolge geraten besonders hoch bewertete KI- und Technologieaktien unter Druck. Selbst gute Quartalszahlen sorgten kaum noch für nachhaltige Kaufimpulse.Der Dax sei von der Entwicklung zwar weniger direkt betroffen, könne aber den indirekten Rückenwind hoher Bewertungen an der Wall Street verlieren.

Anleger verabschiedeten sich nicht grundsätzlich von Aktien, würden bei der Auswahl aber vorsichtiger.Euro steigt, Ölpreis gibt nachDie europäische Gemeinschaftswährung legte am Donnerstagmittag zu. Ein Euro kostete 1,1209 US-Dollar, ein Dollar war entsprechend für 0,8921 Euro zu haben.Der Ölpreis sank unterdessen unter die Marke von 104 Dollar. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 104,00 US-Dollar und damit 2,0 Prozent weniger als zum Schluss des vorherigen Handelstags.
Der Rückgang des Dax fällt in eine Phase, in der die Märkte zwischen Unternehmensnachrichten, Inflationsdaten und geopolitisch erhöhten Energiepreisen abwägen.

Der Leitindex bewegt sich dabei weiterhin nahe der Marke von 25.000 Punkten, nachdem er an den Vortagen trotz zwischenzeitlicher Gewinne nur begrenzte Dynamik entwickelt hatte.Besonders sensibel reagieren Technologiewerte auf steigende Rendite- und Zinserwartungen.

Höhere Finanzierungskosten verringern den Gegenwartswert künftiger Gewinne, weshalb hoch bewertete Aktien stärker unter Druck geraten können als defensive Branchen.

Die Schwäche von Infineon und Siemens Energy passt in dieses Muster, ohne dass daraus allein eine grundlegende Abkehr der Anleger von Aktien folgt.Inflation und Energiepreise als MarkttreiberZusätzlichen Einfluss haben die zuletzt erhöhten Ölpreise. Sie können über Treibstoff-, Transport- und Produktionskosten den Inflationsdruck verstärken und damit die Hoffnung auf Zinssenkungen dämpfen.

Der Rückgang des Brent-Preises auf 104,00 Dollar nimmt diesen Druck am Donnerstag zwar etwas zurück, ändert aber zunächst nichts an der erhöhten Aufmerksamkeit der Märkte.Für Anleger bleibt damit die Kombination aus Unternehmensbilanzen, US-Inflationsentwicklung und Notenbankpolitik entscheidend. Der stärkere Euro bei 1,1209 Dollar wirkt für deutsche Unternehmen mit hohen US-Umsätzen tendenziell belastend, verbilligt aber importierte Rohstoffe. Die uneinheitlichen Signale erklären, warum Käufe in defensiven Bereichen und eine vorsichtigere Auswahl von Einzelaktien gleichzeitig auftreten können.

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