Booking: EU-Kommission prüft Plattform wegen Phishing-Risiken
21.10.26 12:16 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de
Die Brüsseler Behörde untersucht, ob Booking Risiken durch gefälschte Angebote und Phishing ausreichend bewertet und die Kennzeichnung bezahlter Suchtreffer transparent gestaltet. Eine abschließende Entscheidung ist noch nicht gefallen.
via dts Nachrichtenagentur
EU-Kommission prüft Bookings Umgang mit BetrugsrisikenDie Europäische Kommission hat am Mittwoch ein förmliches Verfahren gegen das Reiseportal Booking eingeleitet.
Sie untersucht mögliche Verstöße gegen das Gesetz über digitale Dienste, insbesondere beim Umgang mit betrügerischen Auflistungen, Phishing und bezahlten Suchergebnissen.Risiken durch gefälschte Angebote im FokusNach Angaben der Brüsseler Behörde könnte Booking die Risiken im Zusammenhang mit betrügerischen Einträgen und Phishing-Betrug nicht ausreichend bewertet oder gemindert haben.
Zusätzlich geht es um mögliche Transparenzverstöße bei bezahlten Einträgen in den Suchergebnissen.Die Kommission will die Untersuchung vertiefen und weitere Beweise sammeln. Dabei soll sie mit der niederländischen Behörde für Verbraucher und Märkte zusammenarbeiten.Anzeige | trading-house BörsenakademieReferent: LeoKostenlose Trading-Webinare für PrivatanlegerLive lernen, live fragen.
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Zudem müsse sichergestellt werden, dass die führende Buchungsplattform in Europa diese Verantwortlichkeiten ernst nehme.
Das Verfahren richtet sich gegen einen zentralen Teil des europäischen Online-Reisemarkts. Die Kommission prüft nicht nur einzelne Angebote, sondern die Verfahren, mit denen Booking Risiken auf der Plattform erkennen und begrenzen soll.Im Mittelpunkt stehen zwei unterschiedliche Pflichten des Digital Services Act. Zum einen müssen sehr große Plattformen systemische Risiken wie Betrug, gefälschte Einträge und Phishing bewerten sowie Gegenmaßnahmen ergreifen.
Zum anderen verlangt das Regelwerk mehr Transparenz darüber, warum bestimmte Inhalte oder Angebote in Suchergebnissen erscheinen und ob dafür bezahlt wurde.Folgen für Buchungen und PlattformenFür Reisende kann der Vorgang mittelbar bedeutsam werden, wenn Booking seine Prüfungen, Warnhinweise oder Kennzeichnungen anpasst. Eine Einleitung des Verfahrens führt jedoch noch nicht zu einer Sanktion; zunächst sammelt die Kommission Beweise und arbeitet dabei mit der niederländischen Verbraucherschutzbehörde zusammen.Das Vorgehen zeigt zugleich, dass die Durchsetzung des DSA in eine Phase konkreter Plattformprüfungen eintritt. Für Unternehmen können Verstöße erhebliche regulatorische und finanzielle Folgen haben, während Nutzer vor allem auf klar erkennbare bezahlte Platzierungen und verlässlichere Hinweise zu verdächtigen Angeboten angewiesen sind.