Auftragsbestand der Industrie steigt im August um 0,5 Prozent
heute 08:06 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de
Der Auftragsbestand der deutschen Industrie wächst im Monats- und Jahresvergleich. Maschinenbau und Elektronik legen zu, während die Autoindustrie den Gesamtanstieg bremst.
via dts Nachrichtenagentur
Industrie startet mit höherem Auftragsbestand in den HerbstDer reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist im August 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum August 2025 lag der kalenderbereinigte Bestand um 10,7 Prozent höher, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.Maschinenbau und Elektronik treiben EntwicklungZum Monatsplus trugen vor allem der Maschinenbau mit 0,5 Prozent, der sonstige Fahrzeugbau mit 0,3 Prozent sowie die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 1,4 Prozent bei. In der Automobilindustrie sank der Auftragsbestand dagegen um 0,4 Prozent.Anzeige | trading-house BörsenakademieKostenlose Trading-Webinare für PrivatanlegerLive lernen, live fragen.
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Für Vorleistungsgüter lag sie bei 4,6 Monaten, für Investitionsgüter bei 12,6 Monaten und für Konsumgüter bei 4,3 Monaten.Damit erhöhte sich der Auftragsbestand, ohne dass sich die rechnerische Reichweite insgesamt veränderte. Die Zahlen zeigen zugleich unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Industriebranchen.
Der Anstieg des Auftragsbestands signalisiert, dass die Industrie im August auf einen vergleichsweise hohen Bestand an offenen Bestellungen zurückgreifen konnte. Besonders der Vorjahresvergleich mit einem Plus von 10,7 Prozent fällt deutlich aus. Die unveränderte Reichweite von 9,0 Monaten zeigt zugleich, dass die zusätzliche Auftragsmenge die rechnerische Auslastung nicht weiter verlängert hat.Die Entwicklung ist innerhalb der Industrie uneinheitlich. Maschinenbau, sonstiger Fahrzeugbau sowie Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen steigerten ihre Bestände. Die Automobilindustrie verzeichnete dagegen einen Rückgang von 0,4 Prozent zum Vormonat. Damit bleibt der Fahrzeugsektor ein bremsender Faktor, während technologie- und investitionsnahe Bereiche den Gesamtwert stützen.Aufträge als Signal für die ProduktionFür Unternehmen ist der Auftragsbestand ein wichtiger Frühindikator, weil er Hinweise auf die künftige Produktionsauslastung gibt. Allerdings führt ein hoher Bestand nicht automatisch zu einer sofortigen Belebung der Industrieproduktion: Lieferengpässe, fehlende Fachkräfte, Finanzierungskosten und die internationale Nachfrage beeinflussen, wann Aufträge tatsächlich abgearbeitet werden.Die Auslandsbestellungen legten im Monatsvergleich stärker zu als die Inlandsaufträge. Das unterstreicht die Bedeutung internationaler Märkte für deutsche Hersteller. Zugleich erhöht die starke Abhängigkeit vom Ausland die Bedeutung der weltweiten Investitions- und Konjunkturentwicklung für die weitere Auftragslage.