Aktueller Insa-Sonntagstrend: AfD liegt mit 29 Prozent vorn
heute 00:00 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de
Im aktuellen Sonntagstrend von Insa für die "Bild am Sonntag" bleibt die AfD mit 29 Prozent bundesweit stärkste Kraft. Union, SPD und Grüne verharren deutlich dahinter, während Linke und FDP leicht hinzugewinnen.
via dts Nachrichtenagentur
Die AfD bleibt bundesweit stärkste Kraft in der Wählergunst. Im aktuellen Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Insa für die "Bild am Sonntag" kommt die Partei unverändert auf 29 Prozent.Union und Ampelparteien deutlich dahinterDahinter folgt wie in der Vorwoche die CDU/CSU mit 20 Prozent. Die Grünen erreichen 14 Prozent, die SPD bleibt unverändert bei 13 Prozent. Damit liegen alle drei Parteien klar hinter der AfD und können ihren Rückstand in diesem Trend nicht verkleinern.Verbessern kann sich die Linke, die einen Prozentpunkt hinzugewinnt und nun auf 11 Prozent kommt. Auch die FDP legt um einen Prozentpunkt zu und erreicht 5 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) liegt bei 3 Prozent, während die sonstigen Parteien zusammen auf 5 Prozent kommen und damit zwei Punkte verlieren.Details zur Insa-ErhebungFür die "Bild am Sonntag" befragte das Meinungsforschungsinstitut Insa insgesamt 1.202 Personen.
Die Erhebung fand im Zeitraum vom 14. bis zum 18. September 2026 statt.Die Frage lautete: "Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, wie würden Sie wählen". Die Ergebnisse bilden damit eine Momentaufnahme der aktuellen bundesweiten Wählerstimmung, die regelmäßig im Rahmen des Sonntagstrends erhoben wird.
Der aktuelle Sonntagstrend von Insa zeigt die AfD mit 29 Prozent deutlich vor der Union und den übrigen Parteien.
Diese Konstellation unterstreicht, dass sich die Kräfteverhältnisse in der bundesweiten Wählergunst seit einiger Zeit von den klassischen großen Volksparteien hin zu einer starken rechtspopulistischen Kraft verschoben haben.
Zugleich fällt auf, dass weder SPD noch Grüne von der anhaltenden Verunsicherung vieler Wählerinnen und Wähler profitieren.Verschiebung im ParteiensystemMit 20 Prozent für CDU/CSU und nur 13 Prozent für die SPD liegt die Union zwar klar auf Platz zwei, bleibt aber deutlich hinter der AfD zurück. Das schwache Abschneiden der SPD setzt die Regierungsparteien zusätzlich unter Druck, da es auch für mögliche Koalitionsbildungen im Bund neue Fragen aufwirft. Die Grünen liegen mit 14 Prozent vor der SPD, bleiben aber weit von früheren Umfragehöchstständen entfernt.Auffällig ist, dass die Linke mit 11 Prozent und die FDP mit 5 Prozent jeweils leicht zulegen.
Für die Linke wäre ein Wert oberhalb der Fünfprozenthürde bundespolitisch relevant, während die FDP mit genau 5 Prozent an der Grenze zur parlamentarischen Relevanz liegt. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt mit 3 Prozent aktuell nicht über diese Schwelle hinaus, könnte aber das linke Lager fragmentieren.
Die sonstigen Parteien verlieren in diesem Trend an Zustimmung, was darauf hinweist, dass sich die Wählerpräferenzen stärker auf etablierte Parteien und die AfD konzentrieren.Mögliche politische FolgenFür die bundespolitische Debatte bedeutet ein derart hoher Wert der AfD, dass migrations-, sozial- und sicherheitspolitische Themen weiter stark polarisieren dürften.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die übrigen Parteien, parlamentarische Mehrheiten ohne die AfD zu organisieren.
Der Sonntagstrend ist keine Wahlprognose, illustriert aber die derzeitige Stimmung und liefert Hinweise darauf, welche Konfliktlinien und Koalitionsoptionen im Vorfeld der nächsten Bundestagswahl besonders umkämpft sein werden.