AfD-Vorstand zieht Ausschlussantrag gegen Jugendfunktionär zurück

heute 11:23 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Der Bundesvorstand der AfD hat am Montagabend offenbar einstimmig beschlossen, doch keinen Antrag auf Parteiausschluss gegen den Jugend-Funktionär Kevin Dorow einzureichen.

Logo auf AfD-Parteitag (Archiv)
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via dts Nachrichtenagentur

Wie die "Welt" berichtet, wurde ein Deal mit dem 27-Jährigen vereinbart: Dorow tritt von sämtlichen Ämtern in der Partei sowie im Jugendverband Generation Deutschland (GD) zurück. Dafür wird die Parteispitze beim Landesschiedsgericht der AfD Schleswig-Holstein lediglich eine zweijährige Ämtersperre gegen Dorow beantragen.Dorow ist Beisitzer im Bundesvorstand der Generation Deutschland, Beisitzer im schleswig-holsteinischen Landesvorstand der AfD sowie Vize-Fraktionschef im Kreistag Rendsburg-Eckernförde. Im Ausschlussantrag vom Februar hatte der AfD-Bundesvorstand einen schweren Vorwurf erhoben.

Vier Äußerungen von Dorow legten "jedenfalls in ihrer Gesamtheit offensichtlich eine Nähe zum Nationalsozialismus" nahe. Die AfD wolle nicht mit "den Nationalsozialismus gutheißenden Einstellungen" in Verbindung gebracht werden.Durch die Vorgänge sei Dorow "als Parteimitglied untragbar" geworden, heißt es darin; er habe der AfD "schwer geschadet". Nachdem das Ausschlussverfahren durch einen Bericht von Politico bekannt geworden war, hatten zahlreiche Funktionäre und Mandatsträger der Partei scharfe Kritik am Bundesvorstand geübt."Ich begrüße die Entscheidung des Bundesvorstands, das Parteiausschlussverfahren zurückzuziehen", sagte Dorow der "Welt". "Um diesen Kompromiss zu ermöglichen, die aktuelle Personaldiskussion zu befrieden und den Fokus wieder auf die politische Sacharbeit zu richten, bin ich von allen Ämtern in Partei und Jugendorganisation zurückgetreten."Der GD-Bundesvorsitzende Jean-Pascal Hohm sagte: "Ich hätte mir eine vollständige Rücknahme der Parteiordnungsmaßnahme gewünscht, da ich sie nach wie vor für sachlich überzogen halte. Der nun gefundene Kompromiss zeigt jedoch, dass AfD und Generation Deutschland bereit sind, aufeinander zuzugehen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden."

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