Politik

«Kindergipfel» fordert Preisobergrenzen für Medikamente

am 15.05.2010 Rund 100 Jugendliche haben in Marburg bei einem bundesweiten «Kindergipfel» ihre Forderungen an die Politik formuliert. So verlangen sie unter anderem, dass deutsche Waffen nicht in die Hände von Kindersoldaten in Entwicklungsländern geraten dürfen, wie die Naturfreundejugend Deutschlands am Samstag mitteilte. Außerdem setzen sie sich für Preisobergrenzen für Medikamente in Entwicklungsländern ein. Ferner wünschen sich die Kinder eine flächendeckende Einführung von fair gehandelten Produkten in deutschen Rathäusern, Parlamenten und Verwaltungen.

Die Teilnehmer zwischen 12 und 15 Jahren hatten in acht Workshops zu Themen wie Klimawandel und Gesundheit ihre Forderungen und Selbstverpflichtungen entwickelt. Vier Tage lang diskutierten sie darüber, was jeder Einzelne für eine gerechtere Welt tun kann und wo die Politik gefragt ist. Die Ergebnisse wurden in einem «Zukunftsvertrag» zusammengefasst, der von allen Kindern und Jugendlichen unterschrieben wird.

Der «Kindergipfel» unter dem Motto «Eine Welt. Eine Zukunft. Unsere Chance. Wir fairändern» wurde von der Naturfreundejugend veranstaltet. Gefördert wird der Kongress aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Der «Kindergipfel» ist offizieller Beitrag zur Weltdekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.

ddp/kah/pon





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