15.10.2020 - 16:24 Uhr

Ein Traum wird wahr. FC Düren im Pokalspiel gegen den FC Bayern München

Fünftligist schaut mit lachendem und weinendem Auge auf die bevorstehende Pokalpartie gegen Bayern München.

Das Spiel gegen Bayern München ist natürlich der absolute Höhepunkt unserer Vereinsgeschichte, betont Wolfgang Spelthahn, Präsident des FC Düren im „Kicker“. Allerdings reichte diese noch nicht allzu lange in die Vergangenheit zurück. Erst im Jahr 2017 konstituierte sich der neue Verein auf seiner Gründungsversammlung. Damals habe ich mehr im Scherz gesagt, dass ich davon überzeugt bin, dass wir eines Tages ein Pflichtspiel gegen Bayern München bestreiten werden. Ich hatte mit der Aussage eine andere Perspektive im Sinn, aber auch ein Pokalspiel zählt als Pflichtspiel. Die Qualifikation zur Pokalhauptrunde war für uns die Bestätigung unserer Arbeit und ein Ansporn nach vorne zu schauen.
Allerdings hätte ich mit gewünscht, dass bei diesem Spiel eine andere Atmosphäre herrschen würde. Mit unseren Fans hätte das Spiel ein Fest werden können, bei dem wir uns ganz Fußballdeutschland präsentieren hätten können. In der Allianz-Arena vor den Fans zu spielen ist sicher die Erfüllung in einer Fußballerkarriere. Jetzt unter den Corona-Einschränkungen ist dies leider nicht möglich. Ich bedauere natürlich, dass wir unseren Speilern und Fans das nicht bieten können, obwohl sie es verdient hätten.
Wir haben gute Gespräche mit der Vereinsleitung von Bayern gehabt und mein Ziel wäre es, die Bayern nach der Pandemie in unserem umgebauten Stadion zu einem Freundschaftsspiel begrüßen zu dürfen. Zu den Chancen des Fünftligisten befragt, gibt der Präsident eine Anekdote zum Besten. In der letzten Woche habe ich einen Anruf von unserem Mannschaftsführer erhalten, der sehr geheimnisvoll um ein Gespräch zwischen Präsidium und Mannschaft bat. Wir haben dann einen Termin mit der Mannschaft ausgemacht und nach dem Training über das Thema gesprochen, dass die Mannschaft so außerordentlich bewegt hat. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass es um die Prämie im Fall des Erreichens der nächsten Runde ging. Das hat mir gezeigt, dass die Mannschaft an sich glaubt. Auch wenn wir Realisten bleiben. Als Favorit gehen wir bestimmt nicht nach München und ein Sieg wäre mehr als eine Sensation. Aber wir wollen eine gute Partie abliefern, auf die wir stolz sein können, betont der Präsident gegenüber dem „Kicker“.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix